Beziehungsprobleme mit dem Partner?

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4 Antworten

Die Vorstellung, dass sie damit ihre Gefühle wieder herstellen kann, ist ziemlich blödsinnig. Ich glaube fast (wissen kann ich es natürlich nicht), dass sie merkt, wie ihre Gefühle schwinden, aber sich das selbst nicht eingestehen will, weil sie dann einiges verlieren würde bzw aufgeben müsste. Wahrscheinlich versucht sie unterbewusst eine schleichende Entwöhnung.

Ich an deiner Stelle würde das nicht mitmachen. Wenn einer eindeutig mehr empfindet als der andere ist das Verhältnis so unausgeglichen, dass das auf Dauer gar nicht gut gehen kann. Sag ihr, sie soll sich entscheiden, entweder ganz oder gar nicht. Was soll man denn mit einer halben Beziehung?

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Ihr seid also etwa im Alter von 15 (sie) und 17(du) zusammengekommen.

Das ist erfahrungsgemäß ein Alter, wo man noch glaubt, dass mit Liebe alle Unterschiedlichkeiten in den Lebensauffassungen und alle Probleme, die irgendwann mal auftauchen, einfach mit Fingerschnips lösbar sind.

Ein Alter, wo man überhaupt noch nicht richtig weiß, wo man mal hin will im Leben und wo man noch gar nicht so viele unterschiedliche potentielle Partner kennengelernt hat (um wirklich eine Auswahl zu treffen) und zudem jemanden braucht, weil man gerade mit der pubertätsbedingten Abnabelung von dene Eltern eine neue Bezugsperson braucht.

Aber in diesem Alter entwickelt man sich auch derart stark weiter wie vielleicht nie wieder im Leben in einem Zeitraum von drei Jahren.

Und da ist es nicht ungewöhnlich, dass sich zwei Leute ein wenig auseinanderentwickeln. Das muss nicht unbedingt Trennung bedeuten, sondern vielleicht, dass einer von beiden akzeptieren muss, dass es im Leben des anderen nicht zu 100% Partner gibt, sondern auch Freunde, andere interessante Leute, andere Interessen oder eben Dinge, für die sich der andere, aber man selbst nicht begeistern kann.

Wenn ich erwarte, dass der andere auf all diese Dinge (die zum Leben ganz wichtig dazugehören) verzichtet, dann enge ich den anderen schlimmstenfalls so ein, dass er glaubt, so nicht mehr leben zu können.

Dass der andere auch noch andere wichtige Dinge in seinem Leben haben möchte, heißt ja nicht, dass er dich weniger liebt.

Wirf ihr nicht vor, dass sie dich vielleicht nicht so sehr liebt wie du sie.

Erstens ist so etwas immer eine sehr subjektive Wahrnehmung und zweitens ist das beinahe in allen Beziehungen so.

Ob das auch thematisiert wird, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Ob die zeitweilige Distanz eurer Beziehung etwas bringen kann?

Ich glaube, ja.

Wenn ich mich nach einer Phase des Streites vielleicht gerade verletzt und missverstanden fühle und nicht weiß, ob ich mit einer solchen Situation dauerhaft umgehen kann oder ob ich einfach nur überreagiert habe, dann brauche ich eine gewisse Zeit, um mir - mit weniger Emotionen und mit mehr rationaler Selbstreflektion - über einige Dinge klar werden zu können.

Das Letzte, was ich brauche in einer solchen Situation, ist genau der andere, mit dem ich gerade diese Situation durchmache und der ist 24 Stunden am Tag um mich herum und leidet still und wirkungsvoll vor sich hin und fleht quasi schweigend und mit Tränen in den Augen, ich möge doch bitte endlich aussprechen, was er unbedingt hören will ...

Zuviel Emotionalität, zuwenig Ratio ...

Wenn ich in einer getrenten Phase feststelle, der andere fehlt mir, ich vermisse seinen Rat, den Kuss beim Heimkommen, das abendliche Ritual beim Schlafengehen, all die gemeinsamen Dinge ... dann hat sich das kurzzeitige Getrenntsein gelohnt, weil ich für mich feststellen konnte, wo ich stehe in meiner Beziehung. Und entsprechend Dinge in Zukunft anders machen kann, um derartige Situationen zu vermeiden oder entsprechend zu thematisieren, damit sich gar nicht erst so viel anstaut.

Wenn du ihr diesen Raum nicht geben willst, sondern mit sofortigem "Entweder - oder " auf eine Entscheidung drängst, dann setzt du möglicherweise genau das fort, was in ihrer Wahrnehmung zu eurer Krisensituation geführt hat.

Die (durchaus vorstellbare) Folge könnte sein, dass sie dann die Sache beendet, weil sie gerade nicht das bieten kann, was du von ihr erwartest und du auf eine intolerante Art nicht bereit bist, ihr ein wenig Zeit zu lassen.

Die meisten Frauen würden so etwas ganz klar als emotionale Erpressung auffassen.

Ob abwarten oder beenden die bessere Variante ist, kann dir wohl niemand raten. Wir wissen ja nicht mal ansatzweise den Grund eurer Krisen - also noch schwieriger zu raten.

Ich wünsche Dir ganz viel Glück und hoffe, ihr bekommt das hin

 

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Hi Nikklas,

So schwer es ist: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Du wirst besser Schluß machen, bevor sie es macht. Das wird dir nicht so sehr das Herz zerreißen.

Sie hat im tiefsten Inneren schon längst mit dem Thema 'Nikklas' abgeschlossen und traut sich im Moment noch nicht, es dir zu sagen, aber auch nur im Hinblick auf die 3-jährige Beziehung.

Warte nach der Trennung ein oder zwei Wochen, um wieder deine Balance zu finden und geh dann wieder mit Freunden aus und such dir eine neue Freundin, denn andere Mütter haben auch nette Töchter.

Tut mir leid, dir nichts besseres sagen zu können. :(

Alles Gute.

Till  :)

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Ist ja so gut wie immer so, halt ein Mädchen für die du ersetzbar bist. Hast dir wohl die falsche ausgesucht.

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