Beziehungskrise, Frauen mit Erfahrung hier?

2 Antworten

Sucht sie nach einer Perspektive, weil der Alltag eingeschlafen ist? Ist es langweilig bei euch, festgefahren, alles bekannt und keine kleine Überraschungen , Liebes beweise mehr?

Zuerst würde ich den Alltag aufpeppen. Mache ihr ein Frühstück mit einer Rose, räume ungefragt auf, mache die Wäsche und bringe dich mehr ein.

Dazu musst du nachdenken und zurückgehen an eure Anfänge als Paar, was hast du da getan, um sie zum Lächeln zu bringen, was machte sie happy und dich mit? Wieviel Phantasie braucht sie, welcher Typ ist sie, was kann sie aus ihrem Gedankenkarussell bringen? Hattet ihr damals einen gemeinsamen Lebensplan? Habt ihr euch Kinder, Haus, Karriere vorgestellt und wie lebendig waren diese Bilder in euch? Wo sind sie geblieben, glaubt ihr heute nicht mehr daran?

Eine Paartherapie zeigt Missstände auf und kann helfen, weitergehende Pläne zu entwickeln. Sie ist aber kein Zauber- Allheilmittel und wird nur unterstützen.

Hallo Rosalielife, vielen dank für dein Interesse.

zu deinen Rückfragen.

Es ist so dass wir getrennt leben. Wir hatten eine Zeit zusammengewohnt. Das war jedoch ein Ergebnis aus vielen Dingen, welche sie mir bereits zum Beziehungsbeginn mitgeteilt hat. Sie wollte sich niemehr von einem Mann abhängig machen in finanzieller Sicht. Das hat Ihr in der EX Beziehung einen nicht mehr heilbaren Rückschlag verpasst. Das heißt ein gemeinsames Eigenheim ist damit auch ausgeschlossen gewesen.

Somit ist das mit dem Alltag speziell und nicht so einfach. Ich räume also immer alles selbst auf und mache die Wäsche;)

Ich denke dass in dem wie es zu Beginn bereits war schon der "Fehler" liegt. Denn verändert habe ich mich nicht. Ich war immerschon glücklich mit der Situation wie sie ist und habe auch damals schon wenig initiativ gehandelt. Es gab also keine Veränderung. Dennoch muss ich wohl andere Vorzüge haben welche dazu führten dass sie mich liebt und auch heute noch gewillt ist weiter mit mir zu gehen, wenn sie selbst auch nicht mehr weiß wie.

Wir hatten keinen direkten Lebensplan. Unsere Vorstellungen passten jedoch gut zueinander und tun sie es eigentlich weiterhin.

Wir sind beide nicht klassisch. Sie hat aus früherer Ehe Kinder ist aber nicht die typische Mami. Sie liebt ihre Kinder, leben tun Sie aber beim Vater. Deshalb deckt sich diese Vorstellung mit meiner. Für sie ist damit das Kinderthema durch und auch Ich wollte nie Kinder.

Heirat: Sie hat von Anfang an klargestellt, dass sie das nichr mehr möchte. 10 Jahre EX-Ehe haben sie überzeugt, dass sie keinem ann mehr das Ja Wort auf Lebenseit geben kann. Auch das war bei mir nie ein Grund eine Beziehung zu führen oder nicht. Man liebt sich ja vor der Heirat. Jedoch war und bin ich speziell in der letzten Zeit immer mehr dafür gewesen den nächsten Schritt zu gehen und auch sie hatte ab und an mal gezeigt, dass sie es auch schön fände. Aber wegen der Klarstellung zu Beginn der Beziehung, habe ich mich nie getraut. Nun in er Krise weiß man ja, dass es jetzt est mal kein Thema sein kann.

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So, wie ich das verstehe, fehlt es ihr an einer verbindlichen durchgeplanten Zukunftsperspektive. Nach 8 Jahren Beziehung (je nach Alter) wollen viele Frauen - zumindest in meinem Freundeskreis - schon in die Richtung „festes Leben“ übergehen. Also ernsthafte Jobs, Kinder, heiraten, Haus kaufen/bauen, Wohnung kaufen, investieren usw.

Als Frau (wenn man so wie o.g tickt) will man weg Vom Junggesellinnen-Leben hin zum „Ehe-Leben“.

Dieses Thema hatte ich mit meinem Partner auch vor kurzem (3 Jahre). Er als Mann ist super glücklich mit diesem „gemeinsamen geht jeder seinen Weg und mal gucken, ob wir uns da zufällig unterstützen können, wenn nicht, dann nicht, dann kuscheln wir halt abends auf dem Sofa“. Das will ich aber nicht… ich will zB einen „Lebensplan“. Das muss jetzt keine Hochzeit sein, keine Kinder und auch kein Haus, sondern da reicht schon, dass wir beide planen eine Fremdsprache zu lernen, weil wir in 5 Jahren in diesem Land für ein Jahr leben wollen (in unserem Shabat-Jahr).

Also wenn ich recht habe, dann will sie einen verbindlichen gemeinsamen Zukunftsplan. Sie will wahrscheinlich einfach nicht mehr „gemeinsam Zeit genießen“, sondern zusammen das Leben begehen- aktiv gestalten, ein Plan, an dem nur ihr beide mitwirkt.

Ich hoffe, dass ich mich verständlich ausgedrückt habe.

Aufgrund deiner Kommentare lässt sich entnehmen, dass die Hauptthemen ja schon „durch sind“. Vielleicht ist es dann wirklich für euch gut, mal in Richtung Abenteuer etwas zu planen. Da ich keine Kinder bekommen kann und mein Partner keine will, kommt für uns das klassische Familienleben auch nicht in Frage. Wir konzentrieren uns daher aufs reisen, auf Ehrenamt, auf Ideen und Bildung, auf Hobbys und Freunde oder Verwandte. Wie wäre es, wenn ihr euch beide ein gemeinsames Hobby sucht? Ich denke, dass das sehr viel neuem Schwung rein bringen kann. Bspw zusammen Volleyball oder Segeln, rudern, reiten, basteln, Töpfern. Mein Partner und ich machen uns grad ans Thema Bier brauen :)

ja, ich stimme dir zu. Mir selbst wirkt es genauso, dass Sie den Zukunftsplan möchte. Und da fehlt es mir komplett an dem wie ich da rangehen kann. Ich will sie natürlich auch nicht überrumpeln. Weiter weiß ich auch nciht, ob Urlaubsplanung wirklich das ist was sie sucht. Zudem ist das für mich persönlich eine starke Umstellung, weil ich nie der Planer der Zukunft war. Auch nicht als Single.

Nicht falsch verstehen. Ich bin kein Tagträumer. Ich habe einen festen Job (Teamleiter vom Vertriebsinnedienst) und bin zudem im Controlling tätig. Mein leben befasst sich damit hauptsächlich mit dem hier und jetzt und ich bin sehr genau was meine Arbeit angeht, dadurch aber wenig kreativ, leider.

Sport ist eher Mord. Tanzen würde sie gerne, was wiederum bei mir ein wunder Punkt ist. Basteln finden wir beide nicht so dolle. Um mal ein Detail zu nennen.

Sie und ich sind zudem recht minimalistisch. Wenn wir beispielsweise was töpfern wäre es bei uns beiden nur die Erfahrung und nicht das gemeinsame Töferstück, das würden wir eher im Keller verschwinden lassen :) Wobei ich persönlich rein wegen der Erfahrung gerne sowas machen würde.

Wenn es einfach wäre, würde ich wahrscheinlich auch keine Hilfe anfordern :(

Also, letzten Endes geht es genau um das. Realistische Planungen allein schon vorzuschlagen. Da sie aktuell in der Resignation steckt, kann das auch nur von mir ausgehen. Ich kann Ihr nur Vorschläge machen. Auch das habe ich zumindest was Wochendenaktivitäten angeht immer mal wieder getan. Ich weiß nicht ob es der falsche Zeitpunkt oder mein fehlendes Gespür für die zu der Zeit richtigen Aktivitäten (Kreativität und so) ist, jedoch wurden 90% der Vorschläge eher abgeblockt von ihr. Fairerweise muss man sagen, dass dies auch erst in den letzten Monaten von mir kam und da ja schon einiges nicht mehr rund lief.

Wie kann ich also, als kreativ unbegabter Mensch, einen sinnvollen und auch realistischen Plan für unsere gemeinsame Zukunft ausarbeiten?

Es ist wie du sagst, die hard facts sind durch. Das heißt es kann hauptsächlich um die künftige Freizeitgestaltung gehen.

Hast du noch einen Tip wie der nächste Schritt aussehen könnten?

Essen gehen oder was trinken, machen wir jedes Wochenden und es ist auch für Sie sehr schön. Deine angesprochene "gemeinsame Zeit genießen" klappt wie man sieht gut. Somit wäre das kein besonderer nächster Schritt.

Ausgesprochen hatten wir uns ja bereits. Ich weiß also dass sie die Zukunftsplanung regelrecht fordert. Aber was sie sich wünscht, hat sie mir persönlich nicht mitteilen können. Auf meine Frage was denn Ihre Pläne seien für unsere Zukunft antwortete sie in etwa: "Ehrlich gesagt, weiß ich das nicht". und "wie ich schon sagte, fühle ich mich gerade perspektivlos".

Noch eine Sache die ich nicht unerwähnt lassen wollte. Wir sind uns beide bewusst, dass wir mehr gemeinsame Zeit als nur die Wochenenden und die Telefonate dazwischen benötigen. Dennoch, wenn ich ihr vorschlage auch unter der Woche bei ihr vorbei zu kommen, dann reagiert sie oft ablehnend, weil sie sich dann verpflichtet fühlt mir gegenüber zb. wach zu bleiben. Da versuche ich zwar immer wieder sie zu überzeugen, dass dies gar kein Problem sei, jedoch fühlt sie sich dann nicht wohl. Das ist auch ein Punkt weshalb wir wieder auseinander zogen, die vermeintliche Verpflichtung mir gegenüber.

Tut mir leid, dass ich hier so zwischen den Themen umher springe. Ich hoffe du kannst trotzdem zwischen den Zeilen lesen :)

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@Kraten

So wie es ausschaut, muss sich sich mal ganz intensiv mit sich selbst beschäftigen. Du hast erwähnt, dass sie grundsätzlich Perspektivlos ist und „unheilbare Rückschläge durch ihre Ex-Ehe erlitten hat“. So wie ich es verstehe, hat deine Partnerin ein Problem mit sich selbst. Und wer unzufrieden mit sich selbst ist, der kann auch nur Unzufriedenheit in der Beziehung fühlen. Du solltest ihr vielleicht einen Hinweis geben, dass du alles machen kannst, was auf der Welt möglich ist, es wird jedoch nichts bringen, solange sie im unreinen mit sich selbst ist. Du bist nicht alleine dafür verantwortlich die Beziehung zu retten. Eine Beziehung retten kann man eh nur, wenn beide daran arbeiten… vielleicht ist es wirklich besser, dass sie sich erst mal um sich selbst kümmert und du das so akzeptierst. Vielleicht steckt sogar etwas ernsteres dahinter, das generelle „nach dem Sinn fragen“ in der Lebensmitte eines Menschen. Vielleicht steckt sie sogar in der 1. Phase einer Depression. Denkt doch mal offen darüber nach, sprich darüber, dass die Probleme in der Beziehung gar nicht von dir zu lösen sind, wenn sie sowieso mit sich und allem unzufrieden ist bzw. keine „Perspektive“ sieht…

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@SeineTochter

sicher ist es so, dass es wichtig ist, sich selbst klar zu sein was man will. Jedoch stellt man sich dabei selten die Frage, wie eine gemeinsame Zukunft sondern eher die allgemeine Zukunft aussieht. Weiter kann man so, auch nicht den Partner einbeziehen, was in meinen Augen zur weiteren Entfremdung führt. Durch das getrennt leben gibt es sehr viel Zeit zum Nachdenken. Deshalb glaube ich nicht, dass sie sich intensiver mit sich selbst beschäftigen muss um mehr Wissen zu erlangen, da sie das jeden Tag tut. Oft teilt sie mir auch mit, dass sie gerade wieder viel nachdenke.

Das mit dem Sinn des Lebens im Allgemeinen ist sicher nicht ganz weit her geholt. Sie befindet sich vor einer großen beruflichen Veränderung welche, wenn es dumm läuft, uns nicht mehr nur Minuten voneinander trennt sondern deutlich weiter entfernt wäre. Das kursiert ihr stark im Kopf herum. Und es geht hier um Ihren beruflichen Lebenstraum seit Teenagertagen. Aber auch das muss nicht heißen, dass wir uns trennen, da wir ja heute schon getrennt leben und wenig im Alltag zu tun haben miteinander.

Ich stehe aktuell vor der Frage:

  • Mache ich ihr den Vorschlag, ob wir uns auch unter der Woche mehr sehen sollten, oder würde ich sie in der aktuellen Krise damit vor den Kopf stoßen und bei ihr Bedrägnis auslösen? Ich würde das wollen. Und sie hatte zuletzt geäußert, dass sie mehr Alltag haben will in einer Beziehung.
  • Und wie am Anfang schon erwähnt, stellt sich mir die Frage ob ich ihr in der jetzigen Phase eine besondere Aufmerksamkeit machen soll, was ich sonst bisher nicht so gemacht habe. Oder ob das dann aufgesetzt wirkt und für Sie nur als Aktivismus wegen der aktuellen Krise gilt. (Zur Info. Wir hatten sowas erst, da meinte Sie, dass ich die Schokolade nur mitgebracht habe, weil sie mich vor ein paar Wochen darauf hinwies).
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