beziehung zwischen Porsche und vw

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4 Antworten

In Kurzform: Ferdinand Porsche hat den ersten Volkswagen entwickelt, nach dem 2. WK gründete er dann unter seinem eigenen Namen die Firma Porsche, die wiederum vor ein paar jahren versuchte, den VW-Konzern zu übernehmen, was fehlschlug und dazu führte, dass Porsche jetzt zum VW-Konzern gehört.

VW hat Porsche durch Aktientausch übernommen, dadurch ist die Familie Porsche nun der größte VW Aktionär.

Es gab aber schon immer Verflechtungen, denn:

der KdF Wagen wurde von Herrn Porsche entwickelt. daraus wurde nach dem Krieg der Volkswagen.

Der erste Porsche (Modell 356) baute grundsätzlich auf dem gleichen Prinzip auf.

Der VW Porsche Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre, war eine gemeinsame Entwicklung. die schwächere Variante mit VW, der Stärkere mit Porsche Motor.

Der Porsche 924 hatte einen Audi Motor.

Der Cayenne ist eine Gemeinschaftsentwicklung, weil der Tuareg die gleiche Karosse hat und für VW und Porsche nur mit unterschiedlichen Motoren produziert wird.

Da geht es eigentlich fast um eine Familien-Saga. Piech, Pitsch, Pichelsrieder, Porsche (Namen sind also nicht so mein Spezialgebiet).

Bei VW ist das VW-Gesetz ein wichtiger Bestandteil der historischen Entwicklung.

Vordergründig wurde VW zum Bau des Nazi-Familienautos aufgezogen. Es wurde durch den Verkauf von "Sparmarken" an die Bevölkerung gebaut. Allerdings sind bis 45 nur Militärfahrzeuge vom Band gekommen. Ein sogenannter KdF-Wagen ist nie zur Auslieferung gekommen.

Die Käufer sind dann mehr oder weniger Enteignet worden. Das Unternehmen war im Besitz des neu gegründeten Landes Niedersachsen. Daher wurde auch das VW-Gesetz geschaffen. Da ist, soweit ich das richtig in Erinnerung habe auch die Mitbestimmung des Landes und der Belegschaft besonders festgeschrieben.

Daher hat die EU ja auch mehrfach gegen den Widerstand von Bundes- und Landesregierungen Bußgeldverfahren bzw. Gesetzesänderungen verlangt.

Ich bin da kein Experte, dass ist lediglich der grobe Plott und wenn es grob ist, dann kann auch durch das Weglassen von "Einzelheiten" das eine oder andere falsch erscheinen oder sein.

Auf alle Fälle hat dadurch das Werk für die Region Braunschweig immer eine wichtige Aufgabe als Arbeitgeber erfüllt. So wurde in wirtschaftlich schweren Zeiten immer mal wieder durch Einstellungsprogramme oder Lohnerhöhungen oder durch Unterstützung verschiedener anderer Dinge die strukturschwache Region ernsthaft gefördert.

Durch die besondere Entstehungsgeschichte gibt es auch eine besondere Unternehmenskultur. Vermutlich deshalb ist es auch möglich gewesen zum zwischenzeitlich größten Autobauer der Welt aufzusteigen. Der Toyota-Konzern und VW liefern sich da immer noch ein Rennen.

Zur Situation bei Porsche ist zu wissen, dass die vor einigen Jahren einen höheren Gewinn hatten als Umsatz. Das kommt durch das hohe Finanzkapital. Die Sportwagen haben sich so gut verkaufen lassen, dass man einen Absatzmarkt hat. Allerdings konnte man nicht so große Marktanteile bekommen um das erworbene Geld in neue Produkte oder Produktionsstätten stecken zu müssen.

Es ist eine Familiensage, und wie sooft , etwas undurchsichtig gestrickt , zum Machterhalt einer kleinen, stinkreichen Familie.

Die Stammaktien der Prosche AG sind mittlerweile im Besitz von VW. Die Vorzugsaktien noch breit gestreut.

Die Stammaktien von VW gehören zu über 50 % immer noch Porsche ( via Porsche Holding SE , die wiederum der Porsche-Familie gehört ).

Also : sehr undurchsichtig, aber mit viel Geld alles zu machen.

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