Beziehung zu einer Prostituierten überhaupt realistisch?

2 Antworten

Es kann natürlich vorkommen, dass sich eine Sexworkerin in einen Kunden verliebt - so wie dies auch in anderen Branchen vorkommen kann. Prostituierte sind schließlich auch Frauen und haben soziale Bedürfnisse! Dir ist hoffentlich bewusst, dass sie auch an den ausgegebenen Getränken einen Anteil bekommt. Daher verdient sie auch bei und an Dir Geld.

Wenn sie einen Gast mögen, er sie respektvoll und zärtlich behandelt, dann gibt es auch mal eine Session ohne Bezahlung oder man trifft sich privat, geht essen oder ins Kino und verbringt dann eine Nacht zusammen - ganz ohne Gagenforderung. Um das zu vermeiden ist natürlich der "böse Zuhälter" (von dem ohnehin viel Gäste annehmen, dass es ihn gibt) die beste Erklärung.

Etwas Vorsicht und gesunder Menschenverstand hilft grundsätzlich, wenn man sich auf eine Beziehung dieser Art einlässt.

Ob es wirklich einen Zuhälter gibt, oder das Ganze nur ein Märchen ist, um Dich auszunehmen, kann Dir niemand vorhersagen. Ich habe in den letzten Jahren hunderte Prostituierte kennengelernt - aber nie eine, die zugegeben hat einen Zuhälter zu haben. Viele Mädels haben einen "Freund", den sie finanziell unterstützen und vielen davon ist nicht bewusst, dass dieser eigentlich ihr Zuhälter ist und sie womöglich von dem "für die gemeinsame Zukunft" gesparten Geld, welches sie ihm anvertraut haben, nichts mehr sehen werden, wenn er sie einmal verlassen sollte... .

Ich würde nicht zögern um eine Frau, die mich um Hilfe bittet, zu unterstützen. Ich würde mit Ihr gerne zur Polizei gehen, sie zu Beratungsstellen bringen, ihr mit Unterkunft und Transport behilflich sein - aber ich würde ihr kein Geld geben und "freikaufen" schon mal gar nicht! Lies mal "Wir sehen uns im Puff!" wenn Dich das Thema wirklich beschäftigt - dort findest Du auch Adressen von Hurenorganisationen und -portalen.

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Anzeige bei der Polizei wegen Zuhälterei, Polizei als Beweis die Chats zeigen und übergeben, alles weiter liegt dann in der Hand der Behörde.


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