Beziehung mit Gott?

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16 Antworten

Ja, es ist möglich, mit Gott eine Beziehung zu haben ohne sich gleichzeitig in einer Psychose zu befinden.

Du kannst Dir das zunächst ungefähr so wie eine Brieffreundschaft vorstellen. Die Texte der Bibel sind Gottes Brief an uns, die Menschen. Es steht uns frei, in diesem Brief zu lesen, uns zu überlegen, was genau Gott damit gemeint haben könnte, und Ihm zu antworten oder konkrete Fragen zu stellen. Wir können das schriftlich tun - und unseren Brief an Gott in ein Notizbuch oder auf einen Zettel schreiben und an einem besonderen Ort verwahren - oder mündlich - und dazu brauchen wir kein Telefon. Da Gott uns wahrnimmt, auch wenn wir Ihn nicht wahrnehmen, kann Er lesen, was wir Ihm schreiben, auch wenn wir den Brief an Ihn niemals wegschicken - wohin auch - und Er kann hören, was wir im Gebet zu Ihm sagen, auch wenn wir es nicht laut aussprechen.

Zu denjenigen Menschen, die Gott wirklich suchen und sich eine Freundschaft mit Ihm wünschen, spricht Gott dann zusätzlich zu Seinem Wort in der Bibel auch individuell. Das habe ich selber schon mehrfach in unterschiedlicher Weise erlebt. Zwei Erlebnisse will ich hier mit Euch teilen.

Ich suchte z.B. einmal nach einer Antwort auf eine ganz konkrete Frage. Da ging ich in eine Buchhandlung - hatte gerade etwas Zeit übrig - und nahm eher wahllos ein paar Bücher aus dem Regal, die ich irgendwo aufschlug. Erstaunlicherweise stand in diesen unterschiedlichen Büchern auf den Seiten, die ich zufällig aufschlug, sinngemäß das Gleiche - und es war die Antwort auf meine Frage!

Ein anderes Mal wollte ich wieder etwas von Gott wissen, doch Gott antwortete mir nicht. Da sagte ich Ihm im Gebet, wie ich nun, da Er mir nichts mitgeteilt hat, entschieden hätte. Noch am selben Tag kam ich an einem Menschen vorbei, der, glaube ich, geistig behindert ist, denn er sagt immer nur denselben Satz. Dieser Mensch sprach mich an diesem Tag mit einem völlig anderen Satz an, den ich vorher und nachher nie mehr von ihm gehört habe. Diesen Satz sagte er in sehr eindringlichem Ton zweimal hintereinander, und der Inhalt dieses Satzes war nicht zu deuten, es sei denn als Gottes Mitteilung an mich, dass ich genau falsch entschieden hätte. Daraufhin entschied ich mich um, und das hat mir - weiß ich heute - höchstwahrscheinlich das Leben gerettet.

Gott spricht meiner Erfahrung nach allerdings nur dann zu uns, wenn Er bereits weiß, dass wir das, was Er uns sagen würde, auch annehmen wollen. (Da hapert es auch bei Menschen, die schon länger Christen sind,  allerdings meistens. Deshalb hören die Menschen Gottes Stimme nur sehr selten.) Wenn wir in der Bibel lesen und das wenige, das wir davon verstanden haben, knallhart in die Tat umsetzen und in unseren Alltag einbauen, ohne Rücksicht darauf, deshalb evtl. ausgelacht oder angefeindet zu werden oder sonst irgend welche Nachteile zu haben, dann sieht Gott, dass wir wirklich hören wollen, was Er uns zu sagen hat, und dann spricht Er auch individuell zu uns.

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Hallo PhilipsP26,

ich frage mich, warum Du eine Beziehung mit Gott mit einer Psychose in Verbindung bringst. Natürlich kann jedermann eine enge Beziehung zu Gott aufbauen. Aber wie? Obwohl Gott für uns nicht genauso greifbar ist, wie ein Mensch, besteht dennoch die Möglichkeit, zu ihm eine sehr enge Freundschaftsbeziehung einzugehen. Wenn man einen Menschen genauer kennenlernen will, dann muss man sich mit ihm unterhalten, um seine Denkweisen und Wertvorstellungen kennenzulernen. Möchte man Gott genauer kennenlernen, dann muss man sich näher mit seinem geschriebenen Wort, der Bibel, beschäftigen. Durch sie lernt man seine Gedanken, seine Einstellung und seine Empfindungen kennen; doch nicht nur das. Durch die Bibel erfährt man auch, wie sich Gott gegenüber Menschen verhält, wie er sie liebt, beschützt, geduldig mit ihnen ist, mitfühlend, rücksichtsvoll ihnen gegenüber und sogar demütig ist. Man lernt seine grenzenlose Macht und Weisheit kennen, die er immer wieder zu unserm Wohl gebraucht und einsetzt.

Ja, je mehr wir über diesen einzigartigen Gott kennenlernen, desto mehr entsteht ein Gefühl der Bewunderung, Faszination und des Hingezogenseins - allerdings nicht zwangsläufig, sondern nur dann, wenn wir unser Herz dafür öffnen. Ganz konkret kann das bedeuten, dass wir dann auch bereit sein müssen, uns von gewissen lieb gewordenen Vorstellungen und falschen Gedanken zu lösen, die im Widerspruch zu ihm und seinem Wort stehen. Voraussetzung für eine enge Beziehung zu ihm ist auch, ihm vollständig und bedingungslos zu vertrauen und sich ihm schließlich hinzugeben. Wenn dann im Laufe der Zeit auch noch die persönliche Erfahrung hinzukommt, dass das in Gott gesetzte Vertrauen niemals zu Enttäuschung führt, sondern, ganz im Gegenteil, die Lebensqualität auf ein höheres Niveau bringt, dann wächst die persönliche Bindung an Gott mehr und mehr.

Da ist noch ein wichtiger Punkt zu erwähnen. Wir haben durch das Gebet jederzeit die Möglichkeit, eine direkte Verbindung zu Gott herzustellen. In der Bibel wird er sogar "Hörer des Gebets" genannt (Psalm 65:2). Zu wissen, dass dieser große Schöpfer nie zu beschäftigt ist, sich meine Gedanken, meine Sorgen und Nöte anzuhören und auch darauf zu reagieren, kann ein Gefühl tiefer Verbundenheit schaffen. Besonders seine Liebe zu der Menschheit und auch zu jedem Einzelnen von uns, ruft unwillkürlich ein Gegengefühl hervor: Zuneigung und Liebe.

Da ist aber noch etwas: Es reicht nicht, lediglich an Gott zu glauben. Gott wünscht sich jedoch von uns, dass wir eine tiefe Zuneigung zu ihm empfinden. Daher gab er uns als das wichtigste Gebot: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand!  Dies ist das größte und wichtigste Gebot" (Matthäus 22:37,38 Neue-Genfer-Übersetzung).

Lediglich von Gottes Existenz überzeugt zu sein, ruft in uns zumeist keinerlei Reaktionen hervor. Erst wenn tiefe Liebe und Zuneigung mit ins Spiel kommen, sind wir auch dazu bereit, den Willen Gottes in unserem Leben zu berücksichtigen. Dazu heißt es in der Bibel: "Denn darin besteht die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer" (1. Johannes 5:3).

Dazu ein Beispiel: Wenn das Eltern-Kind-Verhältnis intakt ist, bestehen in der Regel keine allzu großen Schwierigkeiten, dem Kind bestimmte Wertmaßstäbe und Verhaltensweisen zu vermitteln. Fehlt es seitens der Eltern jedoch an Zuneigung zum Kind, kommt es wahrscheinlich viel eher zu Problemen bei der Erziehung. Im Erwachsenenalter mögen sich die Kinder sogar ganz von den Eltern zurückziehen.

Das Vertrauen zu Gott kann jedoch nur auf der Basis von Liebe entstehen. Ja, man kann sogar sagen, dass Liebe und Vertrauen untrennbar miteinander verbunden sind. Kannst Du Dir vorstellen, dass in einer Beziehung zu einem Menschen Vertrauen und Freundschaft wachsen können, wenn es an Liebe fehlt? Das ist sicher gänzlich undenkbar! Genauso ist es in unserem Verhältnis zu Gott. Ein Fehlen an Liebe würde eine große Distanz zu ihm entstehen lassen.

Du siehst also, dass eine enge Beziehung zu Gott nicht nur möglich, sondern sogar sehr wünschenswert ist. Denn gerade durch diese Beziehung verstehen wir den wirklichen Sinn unseres Lebens und können wahrhaft glücklich werden.

LG Philipp

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Kommentar von Aabaab
06.02.2017, 22:26

danke, philipp59, das hast du ganz wunderbar erklärt. Deine Antwort ist sehr aufschlußreich für jeden, der ernsthaft auf der Suche ist, Gott zu finden.

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Für mich als Christ (und für viele andere Christen) ist das ein völlig "normaler Zustand".

Eine solche Beziehung beginnt mehr oder weniger damit dass man Jesus in sein Leben einlädt (dafür gibt es verschiedene Begrifft) indem man ein Gebet spricht und eben das ausspricht.

Gepflegt wird diese Beziehung durch Gebet, Bibellesen und andere spirituellen Möglichkeiten (z. B. christliche Musik hören). Gott redet zu mir beispielsweise im Gedanken oder dass mir plötzlich etwas einfällt oder auffällt das nicht von mir selber sein kann, weil ich vielleicht plötzlich weiß was in einer bestimmten Situation zu tun ist.

Manchmal habe ich auch schon wie eine Stimme von aussen gehört, von der ich aber weiß dass nur ich es gehört habe (wohl auch weil ich alleine war zu diesem Zeitpunkt).

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Hi,

wenn du an einen oder den Gott glaubst, der alles und auch dich geschaffen hat, hast du mehr oder weniger automatisch irgendeine Art der Beziehung mit dieser Instanz, da diese dich ja geschaffen hat. Denn dafür müsste irgendeine Intelligenz das entschieden haben.

Eine gesunde Beziehung mit dir selbst, würde dann auch bedeuten das du in einer Beziehung mit dem, von dir bevorzugtem Gott, stehen würdest. Da du dann in gewisser weise ein Teil von diesem bist.

 Liebe Grüße

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Naja, es ist ja keine Beziehung wie man sie mit einem Partner hat. Man sagt ja auch, die Beziehung zu dem und dem Menschen ist gut. Eine Interaktion zwischen zwei "Personen".

Insofern muss man bei einer Beziehung zu Gott sich nicht groß verständigen oder rechtfertigen.

Wie auch immer dein Glaube ist, deine Beziehung zu Gott äußert sich dadurch, dass du religöse Feiertage feierst, betest, ein anderes Weltbild hast oder oder. Du beteiligst damit immer noch am alltäglichen Leben. Das kann man ja problemlos nebeinander laufen lassen. Wenn du gläubig bist, dann steh dazu.

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Der kürzeste Weg zu Gott ist das Gebet. Dabei kommt es nicht auf Gefühlsregungen an, von denen bei vielen das beharrliche Gebet abhängig gemacht wird, sondern auf den Willen und den Glauben.

Der Wille, Gott zu finden und mit ihm eine Beziehung zu haben. Der Glaube, dass Gott in seiner Liebe dir  immer nahe ist - unabhängig, ob man dies immer fühlen kann oder nicht.

Die Beziehung zu Gott ist niemals einseitig. Er wird antworten, weil Er treu ist und stets seine Verheißungen erfüllt. Genau das macht uns den Unsichtbaren sichtbar. Das hat nichts mit Psychose zu tun, so wie auch in einer Liebesbeziehung zwischen Menschen nichts psychisch Krankhaftes ist.  Wer Gott für eine fiktive Figur hält, hat keine Erfahrungen mit ihm gemacht bzw. setzt Gotteserfahrungen mit persönlichen Gefühlen gleich, die aus uns selber kommen. Gotteserfahrungen sind immer real und nicht gefühlsabhängig. Letzteres können sie sein, müssen sie aber nicht, denn eigene Vorstellungen können täuschen.

Wir können nichts erzwingen durch irgendwelche Taten, wir können uns nur Gott überlassen und auf seine Gnade vertrauen, die aber allen zuteil wird, die ihn aufrichtig suchen - im Gebet.

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Hallölee

Es geht hier um keine Liebes-Beziehung. Vielmehr ist eine Freundschaft gemeint. Man betet und liest in der Bibel. So redet Gott mit uns. Durch die Bibel oder auch durch Visionen (Stimmen, Träume, was aber nicht bei allen der Fall ist). Die Bibel (und somit Gott) sagt uns wie man sich verhalten soll. Diese "Regeln" hat Gott auch für uns persönlich aufgestellt, weil er uns liebt. Die Kommunikation findet also so statt: Wir beten oder singen Lobpreislieder, so reden wir mit Gott. Im Gegenzug hat er uns die Bibel gegeben um mit uns zu reden. Diese ganze Freundschaft soll jedoch von Herzen kommen, wie auch bei einer "menschlichen" Freundschaft. Sie braucht somit auch Zeit zu wachsen.

Jedoch ist das irgendwie ganz selbstverständlich wenn du gläubig bist und im Alltag mit Gott lebst:) Jeder hat eine ganz eigene Beziehung mit Gott.


Hoffe konnte dir einen kleinen Einblick geben. Da das ganze natürlich noch viel umfassender ist;) 

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Das musst du alleine herausfinden. Ich denke jeder hat eine eigene Beziehung mit Gott und was Gott für ihn bedeutet. Ich bin Atheist, aber ich bin offen für jede Religion und setze mich auch mit ihr auseinander. Aber keiner hier kann dir sagen wie du deine Beziehung zu Gott führen sollst, außer du. Gut Kick :)

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Wenn du die Bibel kennst und die daran enthaltenen MItteilungen unseres Schöpfers an die Menschheit, dann sagt dir das entweder zu oder nicht. 

Hast du erkannt, daß der Wille unseres Schöpfers JHWH in Wahrheit zu uneren Gunsten ist, willst du ganz selbstverständlich nichts tun, was dagegen wäre.

Dazu gäbe es soviel zu sagen, daß es unmöglich ist, alles im Rahmen von GF zu erläutern.

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Da jede Seele von Gott entstammt und somit ein Teil von Gott ist, ist auch Gott ein Teil jeder einzelnen Seele.

Diese energetische Verbindung besteht fortwährend; auch dann, wenn die Seele in einen menschlichen Körper inkarniert, bleibt die Verbindung bestehen...

Das bedeutet, dass hierfür eine stetige energetische Beziehung mit Gott besteht...

Um diese Beziehung erfahren und wahrnehmen zu können, muss man in sich selbst gehen, hören und erfühlen. Man braucht nicht im Außen zu suchen, keiner Religion angehören, keiner Sekte beizutreten oder dergleichen, wenn man Gott sucht bzw. eine Beziehung mit Gott aufbauen möchte, denn

Gott ist stets mit und in einem dabei...

Gruß Fantho

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Natürlich ist das möglich und viele millionen Menschen auf der Welt führen solch eine Beziehung mit Gott bereits. Die Bezeichnung dafür nennt sich "Religion".

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Ich glaube nicht. Es klingt schon komisch mit einer nicht realen Person eine Beziehung zu haben. 

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Kommentar von nowka20
05.02.2017, 21:35

gott ist keine person, denn er ist nicht menschenähnlich

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aus dem plazebo kann man lebenskraft ziehen

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Ist es möglich, mit Gott eine Beziehung zu haben ohne sich gleichzeitig in einer Psychose zu befinden?

Wenn das möglich wäre, dann würde es immer nur eine sehr einseitige Beziehung werden: von Dir zu "ihm"!

"Er" schert sich einen Dreck um Dich!

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Mir half das Buch  "Die Hütte" von William Paul Young, um das Wesen Gottes etwas besser zu verstehen.

Dann halfen mir auch Bücher von Matthias Hoffmann zum Thema der Vatereigenschaften Gottes. Ich bin schon über 30 Jahre im Glauben unterwegs. Ob ich eine Psychose habe deswegen, keine Ahnung  ...

Aber vielleicht müsste man das merken.

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Ist es möglich, mit Gott eine Beziehung zu haben ohne sich gleichzeitig in einer Psychose zu befinden?

Nein! Wer eine Beziehungen zu Märchengestalten glaubt zu haben, der sollte dringend professionelle Hilfe suchen.

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Kommentar von Belladonna1971
05.02.2017, 21:22

Gerade bei Ärzte, Psychologen, Psychiater und auch andere Therapeuten finde ich gläubige Menschen, die eine Beziehung mit Gott pflegen....

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