Beziehung mit einem Psychich Kranken?

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8 Antworten

Hi, ein Freund von mir hat ebenfalls Paranoia und Schizophrenie. Er hat auch viele schreckliche Dinge getan und aufgrund seiner Krankheit mehrere Jahre Lebenszeit dadurch "verschwendet". Dank den Medikamenten hatte er sogar mehrere Beziehungen führen können. Die Letzte war lange Zeit mit einer Frau, die ebenfalls krank ist. Am Ende gingen sie dennoch getrennte Wege, weil beide etwas über den anderen dachten, was nicht stimmte.

Was ich dir damit sagen möchte ist wie folgt.. Bevor du dich auf etwas einlässt, solltest du dir gründlich Gedanken machen wie die Zukunft ausschauen könnte.. Ist dieser Mensch trotz seiner Erkrankung fähig zu arbeiten, dich zu unterstützen, nicht krankhaft eifersüchtig, gewalttätig in Extrem-Situationen, kann ein Kind großziehen und Verantwortung tragen, dann sehe ich kein Problem wieso du es nicht mal versuchen könntest.

Jedoch konnte ich aber auch herauslesen, dass er etwas stark emotional reagiert. Dies sind Anzeichen von psychischer Instabilität, bezogen auf unfähigen rationalem Denken, diese Anhänglichkeit kann sehr zerstörerisch sein und die darauf folgende Eifersucht kann dir und den Betroffenen sehr schaden. Male dir mal aus, wenn er einen Tag seine Medikamente nicht genommen hat oder vergessen hat... Mir geht es hierbei nicht zwei Menschen gut oder schlecht zu reden, sondern in erster Linie um deine Sicherheit, Gesundheit sowie das Wohlergehen deiner "gesamten Familie". Denke stets an die guten Dinge, die man haben kann zusammen, aber niemals die schlechten Dinge in den Hintergrund drängen, weil es könnten Menschen zu schaden kommen und das nicht wegen ihm und seinem Ich, sondern wegen seiner Krankheit. Nur du allein solltest in der Lage sein alles einzuschätzen und die richtige Entscheidung zu treffen.

Solltest du Hilfe benötigen, wende dich bitte an seinen Betreuer, seiner Therapeutin, seinem letzten klinischen Aufenthaltsort oder Bezugspersonen. Frage nach was für Situationen vorkamen, wie schlimm es eigentlich ist, wann er wie reagiert etc.

Wähle deinen Weg oder lasse dir Zeit und denke darüber nach, ohne voreilig ihm etwas vorzugaukeln, was ihn später sehr verletzen könnte.

PS: Der Freund von mir, ist einer meiner besten Freunde, sogar his heute.

Du hast doch geschrieben, dass du ihn nicht liebst, warum willst du dann jetzt doch eine Beziehung mit ihm? Wenn du das nur aus Mitleid tust wird ihm das hinterher nur mehr schaden. Personen, die keine richtige Familie habe und dazu noch viele psychische Krankheiten hängen sich meistens an die Person, die für sie da ist. Mit Liebe hat das allerdings nicht sehr viel zu tun. Es ist mehr, dass er dich braucht und glaubt du seist sein Fels in der Brandung. Aber das zu verstehen ist natürlich nicht leicht für ihn. Ich denke es wird ihm mehr helfen, wenn du ihm erklärst, dass du für ihn da bist wenn er dich braucht aber ihr nur Freund bleibt

Meiner persönlichen Erfahrung nach würde ich davon in den allermeisten Fällen abraten. Selbst eine enge Freundschaft mit einem so kranken Menschen erfordert eine riesige Menge an Kraft und ist nur durchzustehen, wenn man selbst sehr stabil ist und es schafft, sich immer wieder abzugrenzen. Eine Beziehung ist nochmal näher, nochmal intensiver als eine Freundschaft und kann entsprechend noch eine viel grössere Belastung darstellen. Die Gefahr, mit in die Abgründe des anderen gerissen zu werden ist sehr hoch.

Eine Beziehung sollte für beide ausgeglichen sein. Hast du das Gefühl, er gibt dir genau so viel wie du ihm? Oder ist es nicht eher so, dass du ihm hilfst, ihn aufmunterst, ihm beistehst, Halt bietest, und von seiner Seite her nur sehr wenig kommt? Und, nicht zu vergessen: Du sagst, du liebst ihn nicht. Du hast Mitleid mit ihm, magst ihn als Freund, aber das ist keine Basis für eine Beziehung. Auch er kann nicht wollen, dass du nur aus Mitleid mit ihm zusammen bist, und für dich kann das zur Katastrophe werden. Gefesselt an einen Menschen zu sein, dem man glaubt helfen zu müssen, während man selbst nicht mehr kann und schon lange auch Hilfe bräuchte, ist eine Erfahrung, die ich keinem wünsche... und es hat lange gedauert, bis ich eingesehen habe, was ich mir antue und dass das nicht so sein darf.

Mit einen behinderten zusammen zu sein,bedeutet keine Karriere, wenig Freiheit und ein einfaches Leben. Jedoch hast du geschrieben,das du generell mit solchen Menschen arbeitest. Daher wär dieses leben etwas für dich.

Mit ihm aber nicht, weil 1. Er weiterhin Drogen nehmen wird. Die Chancen los zu kommen stehen selbst bei intensiver ärztlicher Therapie bei 50%. was er sagt, ist unbedeutent, ich habe für meine geliebte auch schon aufgehört zu atmen.

2. du dich angreifbar machst. Sobald du dich verpflichtet mit ihm zu leben, wird er die Beziehung bestimmen. Unter Drogen wird er fehl Entscheidungen treffen.

Hey ja solltest du
Ihr könnt euch ja gemeinsam mit einem Therapeuten zusammen setzen
Und du kannst dich beraten lassen wegen der Krankheit

Was denkt ihr sollte ich mich darauf einlassen?
aber ich liebe ihn nicht

hast doch Dir die Antwort selbst gegeben

wenn du ihn nicht liebst,solltest du auch nicht mit ihm zusammen sein.Damit tust du weder dir noch ihm einen Gefallen...im Gegenteil...

ja es ist gefährlich aus mit-leid zu helfen zu wollen?

mit gefühl ist was anderes?

da gehört abstand und nähe dazu aber ein fachlicher abstand damit das klammern nie entstehen kann?

am besten suchst du dir bei fachleute rat wie eine gewisse ablösung ohne grossen streß man am besten macht:

denn zu einer freundschaft denke ich gehört geben und nehmen das ca ausgeglichen sein soll. damit vertauen wachsen kann. wenn geben oder nehmen un-gleichgewichtig mal vorkommt dann mit gewissen abstand sonst kann es probleme geben? denke ich.

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