Bezieht sich die Bibel auf die Apokryphen (Beispiele)?

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7 Antworten

Erstmal möchte ich sagen, dass ich mir nicht sicher bei meiner Antwort bin. Soweit ich weiß wird das Buch Henoch nicht zu den Apokryphen gezählt. Das Buch Henoch ist ein frühchristliches Buch, welches auch schon von den Aposteln gekannt wurde, da sie alles fromme Juden waren und die Schriften kannten. Die jüdische Bibel, der Tenach, besteht im größten Teil aus dem uns bekannten alten Testament. Es gibt zwar noch jüdische Schriften, die im Judentum kanonisiert sind (der Talmud), dem Buch Henoch aber , gibt man soweit ich weiß, keine allzu große Bedeutung. Es wird von den meisten eher als eine "interessante" Lektüre angenommen. Ich bin an sich der Meinung, dass das Buch Henoch viel glaubwürdiger ist, als die meisten christlichen Überlieferungen: zumindest, was die katholischen Apokryphen und Überlieferungen angeht. Zu deiner Frage aber: Du musst bedenken, dass die Bibel und das Christentum viele Konfessionen aufweißt. Die Mormonen (Heilige Kirche der letzten Tage) sehen in der Bibel Bezüge zu ihrem Buch Mormon, die Zeugen Jehovas zu ihrer Version der Bibel... Vieles sind Glaubensfragen. Man kann nicht auf deine Frage eine Antwort geben, die jede Gruppe annehmen würde. Wie gesagt: die Mormonen das Buch Mormon. Die messianischen Juden sehen in der Bibel Antworten auf die jüdischen Überlieferungen. Die Zeugen Jehovas benutzen die Bibel für "ihre Bibel". Die Methodisten auf ihre Praktik ... Die Adventisten auf ihre Lehre des koscharen Essens und vieles mehr. Hoffe, Du hast meinen Gedanken verstanden.

Christian3684 24.01.2017, 11:19

Wenn ich Dich richtig verstanden habe ergänzen einerseits christliche Gruppierungen die Bibel mit angeblichen zusätzlichen Offenbarungen (Mormonen, Adventisten/Ellen White, Gabriele/ehemals Heimholungswerk, Lorber usw.) und andereseits werden biblische Texte unterschiedlich  interpretiert. Was auch der Grund ist warum es so viele christliche Gruppierungen gibt.

Das zeigt einmal mehr wie man unterschiedlich die Bibel interpretieren, bzw. erklären kann. Und jede behauptet von sich im Besitz der wahren Erkenntnis zu sein (und wirbt damit)  und im Namen Gottes auch bestimmte Aufgaben zu erfüllen hat.

Das Tragische dabei ist, dass man christl Gemeinschaft

trotz nur einer Bibel ca. 30.000 /Sekten gibt. Die angekündigte Einigkeit durch den Heiligen Geist ist deshalb bis heute ein unerfüllter Wunschtraum geblieben.

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TreuZuGott333 24.01.2017, 11:33
@Christian3684

Genau das ist der Grund, warum es einen Unterschied zwischen Religion und Glaube gibt. Die religiösen Menschen sind verpflichtet, menschliche Lehren anzunehmen, die  einfach dazu erdichtet wurden. Die Bibel aber, besteht aus einer christlichen Logik. Genau um diese Logik geht es. Ich persönlich sage immer, ich bin nicht religiös, bin aber sehr wohl gläubig, weil ich die Lehre der Bibel annehme. Die Apostelbriefe und Jesus selbst,  legen das alte Testament aus. Dadurch entsteht die christliche Lehre. Einfach gesagt, ist das Christentum nur eine richtige Auslegung des Judentums.

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Christian3684 24.01.2017, 17:18
@TreuZuGott333

".....weil ich die Lehren der Bibel annehme."

Aber das ist ja gerade das Problem, das die Gemeinschaften zu unterschiedlichen Lehren gelangen. Und der Grund ist, dass die biblischen Aussagen  gegensätzlich verstanden werden. Das macht es ja so schwer, dass man auf einen gemeinsamen Nenner kommt.

Das ist die Erfahrung, die ich  mit den Angehörigen  verschiedenster Glaubensgemeinschaften gemacht habe, weil jeder auf die Lehren seiner Gemeinschaft eingeschworen ist und davon nicht abweicht. Denn jeder findet irgendwelche Texte, die angeblich seine Überzeugung untermauern würden. Dabei stellt man mit Staunen fest welche Texte in Verbindung gebracht und  wie sie ausgelegt werden.


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TreuZuGott333 24.01.2017, 18:32
@Christian3684

Wir gehen langsam zu tief in die Geistlichkeit. Laut der Bibel ist derjenige Christ, der den Geist Christi hat. Dazu ist es notwendig einen bestimmten Geist zu haben, um die Bibel korrekt zu verstehen. Die Christenheit ist sich im Allgemeinen über die Lehre einig, nur die Schwerpunkte werden oft unterschiedlich ausgelegt. Aber auch diese werden in der Bibel erklärt. Da Du schon Erfahrungen darüber gemacht hast, würde mich persönlich interessieren, welche Glaubensfragen genau Du damit meinst. Wenn Du magst, kannst Du mir schreiben.

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stefanbluemchen 24.01.2017, 19:42
@Christian3684

Wenn biblische Aussagen nicht gleich verständlich sind, hilft meist der Kontext weiter. Zu berücksichtigen ist auch die Zeit der Niederschrift. Man muss nachforschen, was das Geschriebene in der Zeit der Niederschrift zu bedeuten hat. 

Zudem wurde die Bibel sehr bildhaft geschrieben. Deshalb ist es relativ einfach, sie in andere Sprachen zu übersetzen. 

Was die Apokryphen betrifft, diese widersprechen oft den inspirierten Schriften. 

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Christian3684 25.01.2017, 09:03
@TreuZuGott333

Nun damit meine ich jene kernpunktmäßigen Aussagen, die z.B. von Zeugen Jehovas, Mormonen, Siebenten Tags Adventisten, Heimholungswerk usw. gemacht werden, und die sie auch voneinander unterscheiden und trennt. Und jede beruft sich dabei vom Geist Gottes geleitet zu werden.

Genauso bestehen ja auch zwischen Katholiken und Evangelischen gravierende theologische Unterschiede, bzw. Lehren.

Würden die genannten Kirchen alle vom Geist Christi geleitet werden müsste sie alle zu den selben Lehrergebnissen gelangen und es  gäbe auch die vielen Kirchen nicht. Gleichzeitig werfen sich aber die vom Geist Christi (!) geleitet Kirchen gegenseitig vor, dass jeweils die andere Falsches lehren würde. Was auch seinen Niederschlag in der öffentlichen Verkündigung (Seelengewinnung) findet.

Wenn wir in der Geschichte zurück  gehen stellen wir in  tragischer Weise fest, dass wegen den unterschiedlichen Lehrausffassungen heftige Auseinandersetzungen stattgefunden  haben, die sich in gegenseitiger Verketzerung, Verurteilung und Kämpfen manifestiert hat.

So einfach ist also die Sache nicht wie man  anhand der vielen Kirchen, bzw. Unterschiede und Kontroversen sehen kann.

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TreuZuGott333 25.01.2017, 19:29
@Christian3684

@Christian, richtig, genau das ist der Grund, warum es geistliche Dinge sind, die wir hier besprechen. Laut Korinther 12 ist eine der Gaben, die Gott gibt, die Unterscheidung der Geister. Mit Hilfe dieser Geistesunterscheidung ist man in der Lage, diese Phänome, die Du aufzählst, zu bemerken. Wie ich schon sagte, tendieren die meisten zur Religion, nicht zum Glauben. Die Feierlichkeiten der Religion und die Kameradschaft der "Gläubigen", scheint den Menschen besser zu gefallen. Der Glaube aber, hat für alles eine Erklärung, soweit diese angenommen wird, bleibt aber offen.

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TreuZuGott333 25.01.2017, 19:31
@stefanbluemchen

@stefanbluemchen, das akademische Nachforschen betrübt manchmal den heiligen Geist. Ich verweise zum Beispiel auf die Zeugen Jehovas: Sie (die Gruppe) stammen aus ehemaligen Theolgen und Akademikern und behaupten, Jesus Christus sei der Erzengel Michael. Das ist eines der Beispiele. Muss ich weiter erzählen?

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Roentgen101 26.01.2017, 23:15
@TreuZuGott333

Zeugen Jehovas behaupten nicht Jesus Christus sei der Erzengel! Diese Behauptung ist falsch!

Die Bibel lehrt uns, dass Gott alleine seinen Erzengel Michael geschaffen hat, seinen einziggezeugten Sohn, sein WORT. Dann wird dieser auf die Erde geschickt um für unsere Sünden zu sterben. 

Komischer Weise wird das mit Jesu Geburt dann auf den Messias Jesus Christus angewandt! Und als Jesus starb und in den Himmel auffuhr wird es sowohl auf den Erzengel Michael als auch auf den Sohn Gottes, den König, Priester und Richter Jesus angewandt!

Logisch, das Zeugen Jehovas durch genaues Erforschen der Bibel darauf kommen, dass Jesus Christus der Erzengel sein könnte.

Und in diesen Postfaktischen Zeiten, das ist leider das 21. Jahrhundert gibt es Personen, die alle Prinzipien und Fakten beiseite legen, leugnen und Zeugen Jehovas verleumden.

Und frag nicht nach Quellen. Schau auf meine Antworten auf diese Fragen und ließ dir alle Bibeltexte gründlich nach. In einem Jahr darfst du mir dann gerne Recht geben!

Übrigens sagen dies nicht nur Zeugen Jehovas. Das werden dir nahezu alle unabhängigen Religionswissenschaftler ebenfalls bezeugen!

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TreuZuGott333 26.01.2017, 23:17
@Roentgen101

Das ist aber nicht richtig.  "
Die Bibel lehrt uns, dass Gott alleine seinen Erzengel Michael
geschaffen hat, seinen einziggezeugten Sohn, sein WORT. Dann wird dieser
auf die Erde geschickt um für unsere Sünden zu sterben. " Wo bitte steht das drin? Jesus Christus ist sein Wort, nicht der Erzengel Michael

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biby741 05.06.2017, 11:50
@TreuZuGott333

hallo.

In der Bibel wird außer Michael kein Erzengel erwähnt, noch verwendet die Heilige Schrift die Bezeichnung „Erzengel“ in der Mehrzahl. Die Bibel bezeichnet Michael als den Erzengel, was anzeigt, dass nur ihm diese Bezeichnung zukommt. Daher kann man logischerweise davon ausgehen, dass Jehova Gott einem einzigen seiner himmlischen Geschöpfe volle Autorität über alle anderen Engel übertragen hat.

Außer vom Schöpfer selbst wird nur von einer anderen treuen Person gesagt, dass ihr Engel untertan sind, nämlich von Jesus Christus (Matthäus 13:41; 16:27; 24:31). Der Apostel Paulus spricht ausdrücklich von dem „Herrn Jesus“ und „seinen mächtigen Engeln“ (2. Thessalonicher 1:7). Und Petrus sagt über den auferstandenen Jesus: „Er ist zur Rechten Gottes, denn er ging hin in den Himmel; und Engel und Gewalten und Mächte wurden ihm unterworfen“ (1. Petrus 3:22).

Obwohl in der Bibel keine Aussage zu finden ist, die Jesus eindeutig mit dem Erzengel Michael gleichsetzt, gibt es eine Schriftstelle, in der Jesus mit dem Amt des Erzengels in Verbindung gebracht wird. In seinem Brief an die Thessalonicher sagte der Apostel Paulus voraus: „Der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes, und die in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen werden zuerst auferstehen“ (1. Thessalonicher 4:16). In dieser Textpassage wird Jesus als derjenige beschrieben, der seine Macht als Gottes messianischer König angetreten hat. Außerdem spricht er mit der „Stimme eines Erzengels“. Man beachte auch, dass er die Macht hat, Tote aufzuerwecken.

lg bibi

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Der Kanon (und die Einteilung, was "apokryph" sein soll, und was nicht) entstand doch erst nach Lebzeiten der Autoren, insofern ist es nicht verwunderlich, dass die Autoren (zumindest ein Teil von ihnen) die "Henoch-Bücher" kannten. (Warum auch nicht?)

Dies sind drei verschiedene Schriften, die nicht von einem Autor namens "Henoch" stammen, sondern über einen Henoch berichten. Eines in Ge'ez verfasst (Altäthiopisch), eines in Kirchenslawisch, und das dritte in Hebräisch. Man kann verschiedene Autoren annehmen.

1 Henoch enthält erstmals eine Beschreibung der "Hölle", die den Juden unbekannt war. Insofern ist dieses Buch schon mal von theologischer Bedeutung.

Ich habe den Eindruck dass du da was verwechselst.

Henoch hat (laut der Bibel) tatsächlich gelebt. Das heisst aber nicht dass er ein Buch geschrieben hat, das zu den Apokryphen (Spätschriften) zählt. Die von dir geannten Bibelstellen aus dem NT beziehen sich alle auf den Henoch im AT, also den von Gen 5,18ff. Nicht auf den, der angeblich dieses Buch geschrieben hat. Somit ist auch deine Frage im vorletzten Absatz beanwortet.

Und um deine eigentlich Frage zu beantworten: Nein, es gibt keine Bibelstellen die sich auf die Apokryphen beziehen. Wie gesagt, auch die von dir geannten Verse tun dies ebenfalls nicht.

Dies ist auch der Grund, warum es die alttestamentarischen Spätschriften nicht in die meisten Bibelausgaben geschafft haben. Und das angebliche Buch Henoch erst recht nicht.

Hallo,

Was gegen ihre Kanonizität spricht. Wenn diese Schriften auch in manchen Fällen einigen historischen Wert haben, so entbehrt doch die Behauptung, sie seien kanonisch, jeder Grundlage. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß der hebräische Kanon mit dem Schreiben der Bücher Esra, Nehemia und Maleachi im 5. Jahrhundert v. u. Z. abgeschlossen wurde. Zu keiner Zeit gehörten die apokryphen Schriften zum jüdischen Kanon der inspirierten Bibelbücher, auch heute nicht.

Gemäß dem jüdischen Historiker Josephus, der im 1. Jahrhundert lebte, wurden allein diese Bücher (des hebräischen Kanons) anerkannt und als heilig betrachtet. Er schrieb: „Nicht Zehntausende von Büchern gibt es bei uns, die untereinander nicht übereinstimmen und einander widerstreiten, sondern nur 22 Bücher [die den 39 Büchern der Hebräischen Schriften gemäß der heutigen Einteilung entsprechen], die die Aufzeichnung des ganzen Zeitraums enthalten und mit Recht für glaubwürdig gehalten werden.“ Wie aus seinen weiteren Worten deutlich hervorgeht, wußte er, daß apokryphe Bücher existierten, daß sie aber vom hebräischen Kanon ausgeschlossen waren: „Seit Artaxerxes bis auf unsere Zeit ist zwar das einzelne aufgezeichnet worden, aber es wird nicht der gleichen Glaubwürdigkeit für wertgeachtet wie das Frühere, weil es an der genauen Aufeinanderfolge der Propheten fehlte“ (Gegen Apion, 1. Buch, Abs. 8; zitiert nach Theologischer Realenzyklopädie, Bd. III, 1978, S. 289).

Wenn die griechisch sprechenden Juden Alexandrias auch im Laufe der Zeit solche apokryphen Schriften in die Septuaginta einfügten und sie offensichtlich als Teil eines erweiterten Kanons heiliger Schriften ansahen, so läßt doch die bereits zitierte Erklärung des Josephus erkennen, daß sie nie in den Jerusalemer oder palästinischen Kanon aufgenommen und nur als nebensächlich und nicht als göttlichen Ursprungs betrachtet wurden. Deshalb schloß die jüdische Synode von Jamnia (um 90 u. Z.) alle solche Schriften ausdrücklich vom hebräischen Kanon aus.

Die Worte des Apostels Paulus in

(Römer 3:1, 2 = Worin besteht denn die Überlegenheit des Juden, oder worin liegt der Nutzen der Beschneidung? 2 In vielem, in jeder Hinsicht. Vor allem darin, daß ihnen die heiligen Aussprüche Gottes anvertraut wurden.)

zeigen deutlich, daß es angebracht ist, den jüdischen Standpunkt in dieser Sache gebührend zu berücksichtigen.

lg bibi

Aus Christlicher Sicht wird es wohl keine ernsthafte Bezüge geben weil die Apokryphen nicht zu der Heiligen Schrift gehören was teilweise wirklich wirrkürlich ist aber sonst würde das Buch auch noch größer sein als es jetzt schon ist.

Es wäre möglich das die Bücher Henochs deswegen nicht mit zu dem Kanon gehört weil es darin eigendlich nur um Engel geht, viele werden genannt,viele mit ihren Fähigkeiten, was vor der Sintflut anscheinend wirklich geschah was auf der Erde eigendlich los war mit den Nephilims denn, gefallenen engel ,denn Menschen, der Schande um es klar zu sagen.

Will man wirklich ein Glaubensbuch in dem es so lange und so viel nur um Schande geht, was der Grund war zur sintflut? Und zur Zeit der Festlegung des Kanon nahm man das mit der Engels Anbetung sowie schon so streng , keine falsche Götter anbeten , warum das dann in der Heiligen Schrift festhalten damit man Gefahr läuft die Menschen könnten rückfällig werden und wieder falsche Götter anbeten.

Also christlicher Bezug zum Apokryphen Henoch nein!

Du hast das zwar nicht als Thema angegeben Es gibt aber Biblisch/Apokryphe Bezüge im esoterischen okkulten ""uhhh" Bereich... unmengen...

OlliBjoern 24.01.2017, 00:14

"Aus Christlicher Sicht wird es wohl keine ernsthafte Bezüge geben weil die Apokryphen nicht zu der Heiligen Schrift gehören."

Der Satz macht schon deshalb wenig Sinn, weil zum Zeitpunkt der Niederschrift der Schriften, die später zur "Heiligen Schrift" gerechnet wurden, noch gar kein Kanon existierte.

Kein Schreiber wusste damals "ich gehöre später zum Kanon" oder "ich gehöre später nicht (mehr) zum Kanon". Insofern ist dies nun "das Pferd von hinten aufgezäumt".

Das "Henochbuch" (1 Henoch) ist übrigens die älteste apokalyptische Schrift. (die "Apokalypse des Johannes" wird auf 95 n. Chr. datiert). Es ist nicht so, dass das Material völlig unabhängig wäre, nur weil man später das Etikett "apokryph" drauf geklebt hatte. Vermutlich hat eher "Johannes" Material daraus genommen (als umgekehrt).

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elmotteck 24.01.2017, 12:23

was für die Christen zur heiligen Schriften und somit zum Kanon gehört würde um 400 endgültig festgelegt , davor waren es nur Sammelwerke.. die Schriftrollen vom toten meer stammen aus einer Zeit etwa 250v.Chr. worunter auch die henochfragmente zählen. zur Zeit der kanonisierung waren diese Schriften bekannt somit stimmt die Aussage das aus ich betone christlicher Sicht keine Bezüge zu denn apokryphen besteht. einige akzeptierten damals sogar die henochschriften darunter auch z.b. die äthiopische Kirche oder origenes... aber es ist nunmal so wie es ist

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elmotteck 24.01.2017, 12:29

kleine Korrektur origenes war auch da gegen das henochbuch mit in den Kanon zu nehmen sry

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Die Bibel bezieht sich nie auf die Apokryphen. Ich weiß einige "christliche Sekten und Strömungen" lieben diese Ansicht. Aber die Apogryphen wurden teils erst hunderte Jahre nach Jesu Tod verfasst.

Das Apogryphe Buch auf das du dich stützt wurde nach 200 unserer Zeitrechnung verfasst. Es wird zu den „Neutestamentlichen Apokryphen“ gezählt.

In der Bibel gibt es zwei Henoch. Der erste war Sohn von Kain nachdem dieser Abel getötet hatte. Der dritte in der Geschlechtsreihe von Adam. Er lebte im Flüchtlingsland und war der Ur-Ur Opa von Noahs Vater Lamech.

Der andere Henoch war der siebte in der Geschlechtsreihe von Adam. Ihm wurde Methusalah geboren. Auch wenn ihm einige das Bibelbuch Henoch aufbinden, wurde er von Gott im Tode entrückt vor der Sintflut. Papier gab es damals nicht und bei einer einjährigen Sintflut wären alle seine Aufzeichnungen nass geworden. Zwischen Henochs Tod und diesem Apogryphen Buch das in Griechenland geschrieben wurde vergingen wohl ganze 2900 Jahre!!!

In deinen vier genannten Bibeltexten ist also von verschiedenen Henochs die Rede. Ich schlage dir deshalb vor von einem kostenlosen Bibelstudium von Zeugen Jehovas Gebrauch zu nehmen um erst einmal die Biblischen und geschichtlichen Grundlagen kennen zu lernen.

So kannst du dann Theologische Ansichten (falsche Lehren), von der Bibel klar unterscheiden! Vielleicht merkst du dann, dass du einem griechischen Heiden aufgesessen bist, der dein Apogryphisches Werk einfach fälschte...

Also, entweder hälst du die Bibel beim Lesen falsch herum oder du setzt immer eine Sonnebrille mit tief dunkel gefärbten Gläsern auf.

Die von dir als "apokryphe Bezüge" angeführten Stellen aus der Heilgen Schrift haben weder diesen Bezug, noch zu irgendwelchen sonstigen Apokryphen (Geheimschriften).

Das schreibe ich eigentlich nicht dir, sondern den übrgen Lesern, damit nicht jemand deinen Unsinn nachplappert. Wenn du dich mit esoterischen Schriften beschäftigst, dann will dich niemand hindern. Nur deine Aussagen sehen aus, als wenn du da wirklich etwas Tolles in der Bibel entdeckt hast.

Dem muss entschieden widersprochen werden.

OlliBjoern 24.01.2017, 00:02

Apokryphen sind keine "Geheimschriften", diese kann man genauso nachlesen wie Schriften aus dem biblischen Kanon. Es sind Schriften, die nicht in den biblischen Kanon aufgenommen wurden.

Ob das nun "esoterisch" ist, oder nicht, sollte man jedem selber überlassen. Es gibt auch nicht wenige Menschen, die jedes einzelne Buch aus der Bibel als "esoterisch" bezeichnen (ich gehöre nicht dazu, aber ich weise auf diesen Umstand hin).

Natürlich stammen die "Henoch-Bücher" nicht von einem Autor mit diesem Namen, sie nehmen aber Bezug auf diese Figur.

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urikulm 24.01.2017, 15:22
@OlliBjoern

Der Duden:

Bedeutung Apokryphen

1. (Religion) zu den Apokryphen gehörend


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urikulm 24.01.2017, 15:27
@urikulm

2. (bildungssprachlich) zweifelhaft; nicht zum Gültigen, Anerkannten gehörend; unecht

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