Bezahlten urlaub bei Minijob?

4 Antworten

Hallo,

Urlaub ist ganz grundsätzlich eigentlich in dem Jahr zu nehmen, in dem er auch anfällt. Sofern kein wichtiger persönlicher Grund (beispielweise Krankheit) oder wichtiger betrieblicher Grund dagegen spricht, dass der Urlaub auch genommen wird, kann der Chef also durchaus darauf bestehen, dass man das so tut.

Ich vermute mal, dass du 4 Urlaubstage auf der Basis von Werktagen und nicht auf Basis deiner 3-Tage-Woche hast. Anders wären 4 Tage exorbitant viel und kaum zu erklären...

Davon ausgehend nimmt man bei etwas unregelmäßigen Arbeitszeiten üblicherweise die Ø Arbeitszeit der letzten 13 Wochen und setzt dann die Ø-Zeit pro Tag (hier also wahrscheinlich Werktag = Wochenarbeitszeit / 6 Tage). Da du noch keine 13 Wochen zusammen hast, bin ich nicht sicher, ob man hier einfach von der Ø Arbeitszeit der bisherigen Wochen ausgehen kann, oder ob es da einen Pauschalsatz gibt...

LG, CHris

Woher ich das weiß:Beruf – seit 2006 in verschiedenen touristischen Bereichen tätig

als Mini Jober hast eher kein Anspruch auf Urlaub ich hatte auch kein Urlaubsanspruch

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@Venus345

Auch du hattest Anspruch auf Urlaub - ob dir von einem skrupellosem Chef eingeredet wurde, dass du keinen Anspruch hättest, hat keine Auswirkungen darauf, dass du trotzdem welchen gehabt hättest.

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@Venus345
als Mini Jober hast eher kein Anspruch auf Urlaub

Wie kommst Du denn darauf.

Anspruch auf den gesetzliche Urlaub hat JEDER Arbeitnehmer, also selbstverständlich auch jeder Minijobber. Und dieser Anspruch ist zwingend und unverzichtbar!

Dein Arbeitgeber hat Dich schlicht und einfach betrogen! Wie lange ist das her? Eventuell kannst Du Ansprüche (Auszahlung des rechtswidrig vorenthaltenen Urlaubs) noch geltend machen.

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@Venus345

Dass Du selbst gekündigt hast, spielt für Deine Ansprüche keine Rolle.

Wenn es keine vertragliche Ausschlussfrist gab (einzelvertraglich mindestens 3 Monate), nach deren Verstreichen ab Fälligkeit eines Anspruchs dieser verwirkt ist, dann gilt die gesetzliche Frist von 3 Jahren nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 195 "Regelmäßige Verjährungsfrist", für einen Anspruch aus 2021 also bis zum 31.12.2024.

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@Familiengerd

ich habe da auch kein Arbeitsvertrag bekommen musste das Krankengeld selber bezahlen, ich hab da zu Anfang nur einmal die Woche gearbeitet später 2 tage dann 3 Tage die Woche

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@Venus345

Du hast nur keinen schriftlichen Arbeitsvertrag gehabt.

Das ändert nichts an Deinen Ansprüchen.

Für einen Arbeitstag, der wegen Erkrankung ausgefallen ist, hattest Du - wie beim Urlaubsanspruch unverzichtbaren - Anspruch auf Lohnfortzahlung.

Auch hier hat sich Dein Arbeitgeber also eklatant rechtswidrig verhalten, und Du kannst diese Anspruch gegebenenfalls auch jetzt noch einfordern.

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@Familiengerd

aber ich hab kein Arbeitsrechtschutz mehr und müsste die Anwaltskosten selber tragen

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@Venus345

Wenn Du Deine Ansprüche nachweisen, belegen und ihre Höhe beziffern kannst - und wenn Du Dir das selbst zutraust -, brauchst Du in der 1. Instanz eines Arbeitsgerichtsverfahrens (wenn es zu einer Klage kommen sollte) keinen Anwalt.

Bei niedrigem Einkommen (Familieneinkommen) hast Du aber Anspruch auf einen Beratungshilfschein (10 oder 15 €) für einen Anwalt.

Aber vielleicht muss es soweit gar nicht erst kommen: Schreibe (Einwurfeinschreiben!) Deinem früheren Arbeitgeber, verweise auf die gesetzlichen Bestimmungen (Bundesurlaubsgesetz BUrlG, Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG), nenne und beziffere Deine Forderungen mit Verweis auf die Verjährungsfrist, setze eine Zahmungsfrist von 10-14 Tagen und drohe für den Fall der Nichtreaktion bis zu dieser eingeräumten Frist oder der Weigerung mit rechtlichen Schritten bis zur Klage. Oft reicht das schon.

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@Familiengerd

darf ich dir ein Freundschaftsantrag schicken um alles genauer zu besprechen?

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@Venus345

Du hast auch als Minijobber Urlaubsanspruch. Viele Arbeitgeber bezahlen ihn aber nicht. Wo kein Kläger, da auch kein Angeklagter. Rechtlich stehen dir 4 Wochen pro Jahr zu. (Bei einer 2 Tagewoche also 8 Tage :))

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Hallo,

du hast bei einem Minijob die gleichen Rechte wie bei jedem anderen Job auch.

Natürlich hast du Anspruch auf bezahlten Urlaub und zwar anteilmäßig. Wenn es bei euch z.B bei einer 5 Tage Arbeitswoche 30 Tage Urlaub im Jahr gibt, so hast du Anspruch auf 18 Tage im Jahr.

Wenn du jeden Tag eine unterschiedliche Stundenanzahl hast, so muss für die Bezahlung deiner Urlaubstage die durchschnittliche Stundenanzahl genommen werden.

Dein Urlaub musst du ganz normal bezahlt werden. muss so bezahlt werden, als hättest du gearbeitet.

Woher ich das weiß:Beruf – Hilfestellung im ökonomischen Fragen

Hast du ein Arbeitsvertrag? da steht es drin ob dir Urlaub zusteht, mir stand kein Urlaub zu bei meinem Mini Job

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Die Chefin meinte persönlich zu mir das ich Urlaub habe und nehmen kann

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@curlyannyy

ob er auch Bezahlt wird, steht auf einem anderen Blatt Papier

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@Venus345

Ja das stimmt. Ich werde einfach mal fragen am Mittwoch

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@curlyannyy

ja tu das, aber mach dir keine Hoffnungen, schreib mir bitte ob die bezahlt werden

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@Venus345

Mach ich. Ich wollte das jetzt schonmal wissen darum hatte ich hier gefragt

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@curlyannyy

Lass dich nicht von Menschen verunsichern, nur weil sie selbst auf die Märchen eines skrupellosen Arbeitgebers reingefallen sind.

Jeder angestellte Arbeitnehmer hat in Deutschland einen Mindestanspruch auf 4 Wochen BEZAHLTEN Urlaub pro Jahr.

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Auch DIR stand Urlaub zu. Der steht in Deutschland jedem Arbeitnehmer zu - auch Mini-Jobbern. Wenn dein Chef dir erzählt hat, dass du keinen Anspruch hast und du ihm geglaubt hast, ändert das nichts an den gesetzlichen Bestimmungen.

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Dann hast du dich ganz einfach verarschen lassen.

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