Bezahlt die Krankenkasse (TK) eine Abtreibung?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Schwangerschaftsabbrüche sind keine Kassenleistung, d. h. sie werden in der Regel nicht von der Krankenkasse bezahlt. Ausnahmen sind Abtreibungen nach Vergewaltigung, bei Gefahr für die Gesundheit der Mutter und bei embryopathischer Indikation - wenn also das Kind schwerbehindert oder nicht lebensfähig sind. In diesen Fällen zahlt die Krankenkasse.

Außerdem kann eine Frau mit einem geringen Einkommen eine Kostenübernahme bei der Krankenkasse beantragen - allerdings nur vor dem Eingriff. Verdient sie weniger als rund 1000 Euro (da gibt es in Ost und West leicht unterschiedliche Grenzen), übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

11

Das gilt für Deutschland. In der Schweiz ist Schwangerschaftsabbruch eine Kassenleistung. In Österreich hingegen in keinem Fall.

Übrigens ist da kein Unterschied zwischen dem ersten und weiteren Malen... Allerdings ist es ja selten, dass Frauen mehrmals abtreiben müssen.

0
49
@ditchwich

Sooo selten ist das leider nicht. Das ganze ist ja eine ziemlich komplizierte Sache, mit einfach "wer einmal abgetrieben hat, passt zukünftig besser aus" ist es leider nicht getan. Die Gründe, die zu der ersten Schwangerschaft geführt haben, sind ja nicht automatisch weg!

0
42
@ditchwich

Grosser Irrtum !

Das ist sogar recht häufig das Frauen mehrmalig abtreiben ......

(Es geht hier nicht um Verurteilung von Frauen die Abtreiben , sondern um die Fakten !)

0

Ja, liegt dein monatliches Netto-Einkommen unter 1036 € oder bekommst du staatliche Unterstützung wie ALG II, BaFöG etc.kannst du, wenn du gesetzlich krankenversichert bist, einen Antrag bei deiner Versicherung stellen. Diesen musst du aber noch vor dem Abbruch deinem Arzt vorlegen. Dein Wohnsitz muss in der Stadt liegen in der du auch den Antrag stellst. Was einige Menschen hier kommentieren ist einfach nur grausam, auch ich musste eine ungewollte Schwangerschaft beenden, da bei meinem Partner das Kondom gerissen ist und dann die verschriebene Pille danach bei mir nicht gewirkt hat, obwohl sie innerhalb von 24 h eingenommen wurde. Das hat nichts mit Rücksichtslosigkeit oder Besoffensein zu tun. Eure Einstellung ist einfach nur weltfremd. Wir können dankbar sein, dass in einem Land wie Deutschland auch Mittellose unterstützt werden!

Ich denke mal nicht, es sei denn, es ist aus medizinischen Gründen notwendig. Aber überlege dir gut, ob das wirklich die einzige Lösung ist. Ich vermute mal, es ist das übliche Problem. Du bist noch jung, vielleicht noch ohne Berufsausbildung, der Vater hat sich aus dem Staub gemacht usw. Aber bevor Du dich zu einer Abtreibung entscheidest, solltest Du evt. mit guten Freunden und Familienangehörigen sprechen und dich informieren, wo Du Hilfe bekommen kannst, wenn das Kind da ist. Es wächst da ein Wesen in deinem Körper heran, das ein Teil von dir ist. Wenn Du dich zu einer Abtreibung entscheidest, wirst Du das vielleicht später bitter bereuen. Du musst damit auch in psychischer Hinsicht umgehen können, was unter Umständen nicht so einfach ist.

Was möchtest Du wissen?