Bezahlt die Krankenkasse bei erneuter Arbeitsunfähigkeit sofort Krankengeld?

3 Antworten

Hallöle!

In Deinem Fall steht diesmal sofort das Krankengeld an, weil seit der letzten Erkrankung die relevanten Fristen noch nicht abgelaufen sind:

Lohnfortzahlung bei Fortsetzungserkrankungen:
Liegen mehrere Arbeitsunfähigkeitszeiten infolge derselben Krankheit vor, hat der Mitarbeiter grundsätzlich nur Anspruch auf Entgeltfortzahlung für maximal sechs Wochen, auch wenn er zwischendurch an seinem Arbeitsplatz war und seinem Job nachgegangen ist. Die einzelnen Phasen der Arbeitsunfähigkeit werden also addiert.

Es gibt zwar zwei Ausnahmen, unter denen doch weitergezahlt wird, aber die treffen in Deinem Fall nicht zu.

Oben zitieren Text, die Ausnahmeregelungen und weitere Infos findest Du übrigens hier: https://www.absolventa.de/karriereguide/vertragsarten/arbeitsrecht-3-entgeltfortzahlung-im-krankheitsfall#lohnfortzahlung

Gute Besserung!

wölfin

Das könnte vielleicht schon weiterhelfen


http://www.kanzlei-hasselbach.de/2015/anspruch-auf-krankengeld-bei-arbeitslosigkeit-und-kuendigung/04/

Falls der Link mal Down gehen sollte hier der entsprechende Auszug aus dem Text.


1. Was ist Krankengeld und wer zahlt es?

Krankengeld wird von der gesetzlichen oder privaten

Krankenversicherung des Arbeitnehmers insbesondere dann gezahlt, wenn er
über sechs Wochen hinaus aufgrund derselben Erkrankung arbeitsunfähig
krankgeschrieben ist.

In den ersten sechs Wochen (42 Kalendertage) der Arbeitsunfähigkeit wird
die Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber übernommen. Dies ist im
Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) festgelegt. In dieser Zeit besteht zwar
schon ein Anspruch auf Krankengeld gegenüber der Krankenkasse, dieser
ruht allerdings für den Zeitraum der vorrangigen Entgeltfortzahlung
durch den Arbeitgeber.

Nach Ablauf der sechs Wochen erlischt die Zahlungsverpflichtung für den
Arbeitgeber. Der erkrankte Arbeitnehmer muss jedoch keinen kompletten
Einkommensausfall befürchten, da ab diesem Zeitpunkt der Anspruch auf
Krankengeld gegenüber der Krankenkasse auflebt und diese die Zahlung des
Krankengeldes übernimmt.

Die Höhe des Krankengeldes liegt bei der gesetzlichen
Krankenversicherung bei 70 Prozent des Bruttolohns, höchstens aber bei
90 Prozent des Nettolohns. Nachdem die sechswöchige Entgeltfortzahlung
durch den Arbeitgeber geendet hat, müssen sich gesetzlich versicherte
Arbeitnehmer also in jedem Fall auf Einkommenseinbußen einstellen.





Ja, du bekommst dann Krankengeld von KK, sobald du die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei deiner KK eingereicht hast.

PS: In solchen Fällen und auch andere, erhält der AG von der KK Kosten für Krankengeld erstattet. Am Hungertuch nagen die Chefs nicht, nur weil ein AN über einen längeren Zeitraum ausfällt.

42

erhält der AG von der KK Kosten für Krankengeld erstattet

Das sollte öfters mal angemerkt werden!

Um aber genau zu sein:

Das gilt nicht für "Arbeitgeber" generell, sondern nur für solche mit nicht mehr als 30 Arbeitnehmern (ohne Azubis); die Erstattung beträgt 80 % im Krankheitsfall und 100 % beim Mutterschaftsgeld und beim Entgelt bei Beschäftigungsverboten.

0

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Einige Tage später war ich noch einmal mit dem sog. "Auszahlungsschein" für das Krankengeld dort, reichte diesen dann zusammen mit der Krankschreibung persönlich bei der Krankenkasse ein.

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