Bezahlen ohne Baugenehmigung?

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4 Antworten

Die Bezahlung der Leistung deiner Bauträgergesellschaft hat mit der Baugenehmigung nichts zu tun. Du hast der Gesellschaft einen Auftrag gegeben, du musst die Leitung bezahlen.

Luecke87 06.10.2016, 13:33

Aber was passiert mit der Zahlung,wenn es keine Baugenehmigung gibt für das Haus an dem Standort?! Das bereitet mir nämlich Kopfschmerzen!

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BrandnerKaspar 11.10.2016, 07:20
@Luecke87

Das ist dann dein Risiko. Aber ich denke,  es wurde vorher abgeklärt, ob das geplante Haus gebaut werden kann.

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Hallo,

da hilft nur ein Blick in den von dir unterschriebenen Vertrag. Steht da "nach Vorliegen der Baugenehmigung"?

Luecke:

Empfehlung: Schau dir § 3 MaBV (Makler-und Bauträgerverordnung) und den Inhalt des Kaufvertrags (Zahlungsplan) an .

Luecke87 06.10.2016, 13:45

(1) Der Gewerbetreibende darf in den Fällen des § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 Buchstabe a der Gewerbeordnung, sofern dem Auftraggeber Eigentum an einem Grundstück übertragen oder ein Erbbaurecht bestellt oder übertragen werden soll, Vermögenswerte des Auftraggebers zur Ausführung des Auftrages erst entgegennehmen oder sich zu deren Verwendung ermächtigen lassen, wenn

1.der Vertrag zwischen dem Gewerbetreibenden und dem Auftraggeber rechtswirksam ist und die für seinen Vollzug erforderlichen Genehmigungen vorliegen, diese Voraussetzungen durch eine schriftliche Mitteilung des Notars bestätigt und dem Gewerbetreibenden keine vertraglichen Rücktrittsrechte eingeräumt sind,
2.zur Sicherung des Anspruchs des Auftraggebers auf Eigentumsübertragung oder Bestellung oder Übertragung eines Erbbaurechts an dem Vertragsobjekt eine Vormerkung an der vereinbarten Rangstelle im Grundbuch eingetragen ist; bezieht sich der Anspruch auf Wohnungs- oder Teileigentum oder ein Wohnungs- oder Teilerbbaurecht, so muß außerdem die Begründung dieses Rechts im Grundbuch vollzogen sein,
3.die Freistellung des Vertragsobjekts von allen Grundpfandrechten, die der Vormerkung im Range vorgehen oder gleichstehen und nicht übernommen werden sollen, gesichert ist, und zwar auch für den Fall, daß das Bauvorhaben nicht vollendet wird,
4.die Baugenehmigung erteilt worden ist oder, wenn eine Baugenehmigung nicht oder nicht zwingend vorgesehen ist,
a)von der zuständigen Behörde bestätigt worden ist, daß
aa)die Baugenehmigung als erteilt gilt oder
bb)nach den baurechtlichen Vorschriften mit dem Vorhaben begonnen werden darf, oder,
b)wenn eine derartige Bestätigung nicht vorgesehen ist, von dem Gewerbetreibenden bestätigt worden ist, daß
aa)die Baugenehmigung als erteilt gilt oder
bb)nach den baurechtlichen Vorschriften mit dem Bauvorhaben begonnen werden darf,
und nach Eingang dieser Bestätigung beim Auftraggeber mindestens ein Monat vergangen ist.

Verstehe ich das richtig, das der Gewerbetreibende erst eine Zahlung von Auftraggeber (ICH) verlangen darf. Wenn die Baugenehmigung vorliegt?!

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Gustavolo 06.10.2016, 14:49
@Luecke87

Luecke: So ist es.

Bleibt für dich nur zu hoffen, dass

die Parzellierung des Grundstücks im Grundbuch bereits eingetragen ist,

für dich als Käufer eine erststellige Auflassungsvormerkung eingetragen ist,

die sach- und fachgerechte Bauausführung und die Fälligkeitsvoraussetzungen für die Folge-Raten auch von einem Fachkundigen, den du bestimmst, überwacht werden.

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Was wurde denn vertraglich mit dem Bauträger vereinbart, das ist doch das Entscheidende?


Luecke87 06.10.2016, 13:34

Vertraglich wurde es schon so vereinbart. 

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