Bewusst auf Glücklichsein verzichten?

6 Antworten

Du willst es jedem recht machen und ziehst daraus Stolz und Zufriedenheit. Du hältst dich für einen besseren Menschen als die meisten anderen Menschen. Du siehst dich in der "Opferrolle" und hast diese zu deinem Lebensinhalt gemacht, um dir nicht eingestehen zu müssen, dass du dich anderen Menschen gegenüber nicht ebenbürtig und gleichberechtigt empfindest. Deshalb ordnest du dich ihnen und ihren Wünschen freiwillig unter.

Ich denke, Sie missverstehen das. Da haben Sie etwas gesehen, was nicht da ist.

0
@LenaMitHund

Nein, das glaube ich nicht. Die Fragestellerin hat nach meiner Auffassung in der Frage und auch in ihren Kommentaren alles betätigt, was ich schrieb.

0

Ich würde denken, dass Dein Verhalten Dich doch irgendwo "glücklich" macht, bzw. befriedigt, auch, wenn Du es nicht so bezeichnen würdest oder dich eigentlich unglücklich fühlst, insofern, dass das Belohnungszentrum im Gehirn durch Dein Handeln aktiviert wird und Du deshalb weiterhin so handelst.

Das klingt, als hättest du ein niedriges Selbstwertgefühl. Als würdest du dich selbst nicht genug lieb haben, sodass dir deine eigenen Bedürfnisse weniger wichtig sind, als die der anderen.
Und es ist eine tolle Eigenschaft, sich um andere zu Sorgen und sich auch mal selbst hinten anzustellen - solange man sich dabei wohlfühlt und sich selbst nicht vernachlässigt.

Dass du diese Frage hier stellst, bedeutet ja, dass dich das beschäftigt, also kann es sein, dass du das Gefühl hast, oft zu kurz zu kommen, dich dein schlechtes Gewissen aber dazu treibt, dich weiterhin hinten anzustellen?

Ich kenne das Gefühl sehr gut, bin quasi so aufgewachsen, dass ich mich immer hinten anstellen musste. Mir hat sehr geholfen, offen darüber zu reden. Natürlich erstmal mit vertrauten Personen, aber irgendwann auch mit anderen.

z.B. könntest du der Person mit wenig Geld sagen, dass du dir gerne etwas teureres kaufen würdest, aber ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen hast. Meiner Erfahrung nach wollen die Personen um einen herum genau so, dass man selbst glücklich ist, wie man selbst möchte, dass sie glücklich sind, aber merken gar nicht, dass man verzichtet. Wahrscheinlich würde sich die Person sehr freuen, wenn du dir einen Wunsch erfüllen kannst. Vor allem wenn du vorher mit ihr darüber gesprochen hast wird sie dich bestimmt verstehen.

Und auch wenn du auf ablehnung triffst, sei dir bewusst: Deine Bedürfnisse sind genau so wichtig wie die der anderen. Wenn eine andere Person deine Bedürfnisse einfach so ablehnt, dann stellt sie ihre Bedürfnisse ganz bewusst über deine, statt miteinander zu reden und eine Lösung zu finden mit der beide glücklich sind, das ist doch ziemlich mies, oder nicht? Da bist du also nicht die Person, die falsch handelt.

Bei mir ist das schlechte gewissen schon extrem ausgeprägt...für sachen, für die ich gar keine verantwortung zu tragen habe...

Z.b. stehe ich morgens auf und schreibe oft mit meiner schwester, die schwierigkeiten hat morgens aus dem bett zu kommen...wenn ich das mal "auslasse", sie verschläft und ärger im job bekommt, zerreisst mich mein schlechtes gewissen...sie macht mir ja keine vorwürfe wegen dem, aber ich mir, dass ich ihr den ärger hätte ersparen können, hätte ich mir nur die 2 min genommen, zum ihr schreiben..."wieso hab ich nicht?"...das ist schon nicht ganz "normal" :S

1

Das ist schon etwas drüber. Du solltest an Dir arbeiten.

Soweit bin ich schon selber gekommen :) weiter?

0
@NicoleMaria

Jemand hat Ihnen eingeredet, anerzogen, dass Sie für die Bequemlichkeit Ihrer Angehörige verantwortlich sind. Die Sache mit "Wecker zu spielen" ist sehr bezeichnend und typisch für solche Familien. Sie wurden eigentlich zum Stand einer Sache degradiert. Sie sind ein Wecker. Hören Sie einfach sofort damit auf. Mit allem aufhören! Ihr Gewissen, das wohl von Ihren Angehörigen sehr strapazier wird, sollen sie sofort auf sich selbst beziehen. Sie sind für IHR Wohl verantwortlich. Sie können wie keiner sonst das Leben von ... wie heissen Sie? .. gestallten und Sie sind verpflichtet, es gut zu machen. Weil alle Menschen verdienen ein schönes Leben. Sie haben vergessen, dass auch Sie ein Mensch sind und dass Sie es auch sich selbst schulden - Schutz, gute Laune, Luxus, Freude, Erholung. Viele Empathen vergessen einen Menschen, lassen ihn im Regen stehen - sich selbst. Das ist so ungerecht! Da Sie in erster Linie für sich verantwortlich sind ( Sie haben diesen Körper und diese Seele bekommen als Geschenk), sollen Sie für sich gut sorgen. Für andere - danach und wenn sie das schätzen. Sonst ist es eine Verschwendung.

2

Ernest DU auch diese Empathie von anderen wenn es dir schlechter geht?

Erntest ,nicht ernest

0
@Dobal43

Es kommt oft viel dank vobei ich mich vor "gegenleistungen" wehre oder diese nicht annehmen möchte...

..."wenn es mir schlecht geht"...naja..das ist schwierig zu beantworten...da ich ja an mir selber merke, was es auswirkt, jemanden unglücklich zu sehen, zeige ich das praktisch nie nach aussen oder rede nicht davon, wenn mich etwas bedrückt...meine probleme sollen die anderen ja nicht belasten...

Mein gott bin ich verkorkst :)

0

Was möchtest Du wissen?