Bewertung eines gebrauchten Hauses

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6 Antworten

Hier sollte eine Verkaufswertberechnung durchgeführt werden. Mann ermittelt zuerst die heutigen Baukosten für das Haus einschließlich Baunebenkosten und rechnet vom Wert die Abschreibung ab. Besondere Bauteile, wie Garagen können dann noch zum Zeitwert hinzugerechnet werden. Weiter wird das Grundstück mit dem derzeitigen Wert für erschlossene Grundstücke ermittelt und dem derzeitigen Hauswert zugeschlagen. Das ist nun der Wert den das Haus zur Zeit hat. Nun muss geschaut werden, was gleichwertige Häuser in dem Gebiet derzeit am Markt kosten. Meist liegt der Wert der Häuser leicht unter dem errechneten Wert. Man spricht dann vom sogenannten Marktwert, also der Wert der am Markt für das Haus erzielbar ist. Ein Makler sollte diese Berechnung doch durchführen können.

Der Wert des Hauses richtet sich nach der Nachfrage und nicht nach den Baukosten. Hier ist vor allen Dingen der Erhaltungs- und Pflegezustand wichtig und durch die Energiediskussion auch der Energieverbrauch.

Energieausweise sind erforderlich! ..aber leider oft auch nachteilig, da die Bedarfsberechnungen sehr oft viel höher liegen als der tatsächliche Verbrauch.

Hier bitte nachlesen http://de.wikipedia.org/wiki/Energieausweis#Deutschland:_Energieausweis_nach_Energieeinsparverordnung_.28EnEV.29 und auch hier Angebote einholen. Vielleicht ist ein Sachverständiger in der Lister der Aussteller, der gleich nebenher mal eine Aussage zum Preis macht.

Auf jeden Fall würde ich den tatsächlichen Verbrauch der letzten 3 - 5 Jahre dokumentieren.

Zu Wertermittlung helfen Vergleiche mit Angeboten in der Zeitung und im Internet und ganz grob: die derzeitigen Neubaukoosten, abzüglich 1, 5 - 2.0%pro Jahr (Bei Pappschachtelhäuser mehr) von den heutigen Baukosten die sicher um einiges höher liegen als 1994. Dann noch eventuelle Reparaturrückstände abziehen oder Sanierungen bewerten.

Mancher Makler meint vielleicht auch eher weniger, da er so besser verkaufen kann, Eine Hilfe war mir immer, ein Gespräch bei der örtlichen bank und Preisspiegel der gemeinde bzw. Nachfrage bei der Gemeinde. Die bekommen nämlich immer die Notarverträge von Verkäufen. Ein Wertgutachten ist nach meiner Erfahrung für den Verkauf eine Hilfe, für die Preisermittlung aber nicht immer hilfreich..

Zu Besichtigung, sollte das Haus wirklich auch schön herausgeputzt sein,

Viel Glück

Patentrezepte gibt es da nicht. Zuerst musst Du zwischen Sachwert, Bodenwert und Verkehrswert unterscheiden. Nach Wertermittlungsverordnung müssen dann wegen besonderer örtlicher Verhältnisse und dem Bauzustand Abschläge angesetzt werden. Vergleichswerte nützen da nichts. Außerdem ist die Interessenlage von Kaufinteressenten zu berücksichtigen.

Hilfestellungen (mehr nicht) gibt ein öffentlich bestellter Gutachter für Wertermittlung. Die werden auch von den Gerichten, Gemeinden, Finanzämtern und den Gutachterausschüssen beauftragt.

Wenn es um Versicherungswerte geht werden wieder andere Berechnungsmethoden angewandt.

Also: Einen "amtlichen" Wert gibt es nicht, sowas kann Dir auch niemand ermitteln.

ja, du müsstest irgendwo durchschnittswerte finden

das sollte dann ne tabelle mit ausstattungsmerkmalen und baujahr sein und daneben entsprechende preise pro cbm oder auch pro qm ist gebräuchlich

du kannst auch beim "gutachterausschuss für bodenrichtwerte" (die machen auch bebaute grundstücke) anrufen, bei uns erreicht man den bei der kreisveraltung, einfach bei stadt anrufen dich verbinden lassen

die haben durchschnittspreise, die erzielt wurden, in den letzten 10 jahren, für ein haus deines baujahrs und ausstattung

die leistung ist bei uns kostenlos, aber das variiert, habe schon von 80€ gehört, aber dafür bekommst du ne beratung im büro mit auswertung etc, bei uns sagen se dir halt kostenlos nen preis pro qm wohnfläche am telefon

aber 80€ sind allemal weniger als nen gutachter und als ansatz für den verkäufer reicht das, bevor du 1,2% für ein gutachten ausgibst

DAS ist eine kompetente und hilfreiche Antwort!

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Nehmt euch einfach einen unabhängigen Gutachter!

Das kostet uns einen Haufen Geld und bringt oft nicht viel da man speziell bei einem individuellen Haus bei 3 Gutachten 3 verschiedene Bewertungen bekommt. Ausserdem sind mir ca 2000 E zuviel für eine Meinung. Trotzdem vielen Dank

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@Shirtman55

recht haste...

kannst ja mal beim Gericht anrufen, Vielleicht hatten die Verstegerungen in Deiner Nähe und da gibt es Gutachten als Richtwert --- von Häusern mit oft Reparaturrückständen, aber es sind auch Anhaltspunkte..

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Nein. Laßt euch ein Wertgutachten machen. Sowas ist preiswerter als ihr denkt.

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