Bewertung Mitarbeiter?

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9 Antworten

Wenn der MA nur vier Wochen gearbeitet hat und danach arbeitsunfähig war, kannst Du kein qualifiziertes Zeugnis ausstellen. Dann genügt auch ein einfaches Zeugnis.

Es ist toll, dass Du ihm kein schlechtes Zeugnis geben willst. Wenn Du ihn aber nicht wirklich beurteilen kannst, kann auch kein entsprechendes Zeugnis ausgestellt werden. Du müsstest Dir ja dann etwas zusammenfantasieren, wobei Du keine Ahnung hast, ob das dann auch so stimmt.

Überleg mal wie Du reagieren würdest, wenn Du einen MA einstellst der ein tolles Zeugnis hat und Dich später über seine Leistung wunderst. Irgendwann erfährst Du dann vielleicht dass der AN nur vier Wochen gearbeitet hat. Was würdest Du über den Zeugnisaussteller denken? 

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Kommentar von Nightstick
25.05.2016, 12:47

Über den würde ich nichts denken - den würde ich verklagen :))

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Hallo :)

Exakt solche "Probleme" kenne ich auch -----------> ich schreibe bei uns im Betrieb die Bewertungen für Praktikanten, die oft nur 1-2 Wochen da gewesen sind^^ das gerät als auch zur Zerreißprobe & endet meist mit Standartfloskeln ;)

Ansonsten würde ich in diesem "Fall" dazu raten, mal mit dem seinerzeitigen Ausbilder zu reden: Wie hat sich der Mann im Betrieb während der Lehre angestellt? War er zuverlässig, pünktlich, freundlich und sorgfältig? Oder faul, desinteressiert & muffig? Nahm er alles ernst oder war er sehr locker mit allem? Wie war er zu den Kollegen ---------> zuvorkommend oder arrogant? Wenn Kundenkontakt bestand: Wie verhielt er sich ggü. diesen, etwa am Telefon?

Das sind auch für mich immer die Fragen, die in meine Bewertungsberichte mit einfließen. Auch würde ich mit den Leuten reden, die diesen Menschen in den vier Wochen erlebt haben ----------> und das würde ich dann zu einem soliden Bericht verquicken!

Alles Gute ... hoffe, ich konnte helfen :)

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Hat er ausdrücklich ein qualifiziertes Zeugnis gefordert? Wenn nicht, schreibe ein einfaches Zeugnis, da wird ja dann nichts bewertet. Die Zeiten der Krankheit haben im Zeugnis nichts verloren - aber das weißt du ja sicher selbst.

Der Mitarbeiter hat bei uns seine Ausbildung gemacht und würde dann übernommen

Das kannst du ggf. zusätzlich erwähnen, aber da das zwei unterschiedliche Verträge sind, sind das auch zwei separate Zeugnisse.

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Grundsätzlich besteht jedoch ein Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis, das neben der Art und Dauer der Beschäftigung auch Aussagen über Leistung und Verhalten des Arbeitnehmers beinhaltet. Bei sehr gut ausgebildeten Arbeitnehmern wird darüber hinaus auch bei sehr kurzer Anstellung in der Regel ein qualifiziertes Zeugnis ausgestellt, da der neue Arbeitgeber insoweit ein qualifiziertes Zeugnis schlicht erwartet. Gleichwohl ist in dieser Konstellation zu berücksichtigen, dass Zeiträume bis zu drei Monaten kaum bewertbar sind und der Arbeitgeber sich lediglich unter dem Vorbehalt der Erwähnung des zu kurzen Beurteilungszeitraums auf die Erstellung eines qualifizierten Zeugnisses einlassen wird. Pauschal kann sich der Arbeitgeber jedoch nicht auf die Kürze der Einsatzzeit berufen und so generell den Anspruch auf ein qualifiziertes Zeugnis verweigern. Auch bei einer nur sehr kurzen Beschäftigungszeit hat der Arbeitnehmer Anspruch auf ein qualifiziertes Zeugnis (Landesarbeitsgericht Köln, 4 Sa 1485/00).

https://www.anwalt.de/rechtstipps/wer-hat-ab-wann-einen-anspruch-auf-welches-arbeitszeugnis_057322.html

  1. Zunächst einmal klärst du ab, ob ein einfaches Zeugnis genügt oder tatsächlich ein qualifiziertes gewünscht ist
  2. Ist Letzteres der Fall schreibst halt ein wohlwollend formuliertes Zeugnis über das, was im Zeitraum der tatsächlichen Tätigkeit zu berichten ist und baust (ohne auf den Krankenstand explizit hinzuweisen!) die obige Einschränkung geschickt ein. Dass der Arbeitnehmer aus dem Ausbildungsverhältnis heraus übernommen wurde, sollte auch erwähnt werden, weil das ein Pluspunkt ist. Die Leistungen während der Ausbildung dagegen gehören in das Ausbildungszeugnis.
  3. Wenn ihr mit den Leistungen, die er in den vier Wochen zeigen konnte, zufrieden wart, sollten in der Schlussbemerkung das Bedauern über das Ausscheiden, der Dank für die geleisteten ("guten", "stets guten" oder "außerordentlich guten" Leistungen (in Noten: 3, 2, 1) sowie Wünsche für "weiterhin Erfolg" bzw. "weiterhin viel Erfolg" nicht fehlen. Was nicht auftauchen sollte, sind Wünsche wie "alles Gute, auch in gesundheitlicher Hinsicht".
  4. Wenngleich die Leistungen während der Ausbildung in diesem Zeugnis nicht zur Sprache kommen sollten, kannst du dennoch auf die Erfahrungen dieser Zeit zurückgreifen, wenn diese sich im jetzt zu bewertenden Anstellungsverhältnis fortgesetzt haben.
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Kommentar von Everklever
25.05.2016, 11:59

5. Nicht vergessen: Hinweis, dass das Ausscheiden wegen Auslaufen des Vertrags erfolgte.

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Kommentar von Xeneo
27.05.2016, 08:43

In der Frage steht nur "Zeugnis" nicht "qualifiziertes Zeugnis" so btw..

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das Zeugnis sollte den Tatsachen entsprechen. Du solltest wahrheitsgemäß dem Mitarbeiter eine Beurteilung ausstellen, möglichst wertungsfrei und ohne Vorurteile. Es ist wesentlich einfacher ein Zeugnis auszustellen für einen Mitarbeiter, der kaum im Betrieb war, als für Jemanden, der 30 Jahre dort gearbeitet hat... sei froh...

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Ausbildungszeugnis und Arbeitszeugnis haben erstmal nichts miteinander zu tun. Du solltest aber erwähnen, dass er nach erfolgreicher Ausbildung befristet beschäftigt war.

Krankheitszeiten darfst du im Zeugnis nicht erwähnen. Trotzdem muss das Zeugnis wahrheitsgemäß sein. Wenn du ihn nicht richtig beurteilen kannst, fällt das Zeugnis halt entsprechend knapper aus. Und wenn er nicht ausdrücklich ein qualifiziertes Zeugnis gefordert hat, bekommt er halt nur ein einfaches Zeugnis.

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Du musst ihn ja nicht automatisch negativ bewerten, nur weil er nur 4 Wochen bei euch war. Logischerweise stützt du dich bei der Bewertung einfach auf diese 4 Wochen. Was er da geleistet hat, weißt du ja.

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Bewerte seine Leistungen innerhalb der gesunden Zeit und blende die Krankheitstage aus. "Er war immer (positiv) und (positiv) Wegen einer längeren Krankheitsphase konnte er diesen Eindruck leider nicht noch weiter ausbauen."

So würde ich es tun.

.

-Noctis

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Kommentar von DarthMario72
25.05.2016, 09:52

Wegen einer längeren Krankheitsphase konnte er diesen Eindruck leider nicht noch weiter ausbauen

NEIN. Das hat im Zeugnis absolut nicht das geringst verloren.

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Hallo,

aufgrund so wenig arbeitszeit würde ich garkeins schreiben, innerhalb von 4 Wochen lernt man einen Mitarbeiter nicht kennen, man lernt ihn lediglich ein... du kannst da nichts verfassen. Ansonsten, sag dem Mitarbeiter er darf sich selbst ein zeugnis schreiben und nehm dass dan.

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Kommentar von DarthMario72
25.05.2016, 09:51

aufgrund so wenig arbeitszeit würde ich garkeins schreiben

Auch wenn man ihn nach so kurzer Zeit kaum richtig beurteilen kann, hat er trotzdem Anspruch auf ein Zeugnis.

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Kommentar von Everklever
25.05.2016, 11:44

aufgrund so wenig arbeitszeit würde ich garkeins schreiben

Das ändert nichts am grundsätzlichen Anspruch auf ein qualifiziertes Zeugnis, auch wenn eine Beurteilung hier schwierig ist.

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