Bewerbung, so in ordnung, oder?

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2 Antworten

Die Bewerbung ist ein klassischer Fall von: "Ich such mir irgend welche Standart-Formulierungen und sage eigentlich nichts über mich aus".

mit großem Interesse habe ich ihre Anzeige in der Anzeige JOBBÖRSE der Argentur für Arbeit gelesen und um diesen Ausbildungsplatz möchte ich mich hiermit bewerben.

wo Du die Anzeige gelesen hast, bzw. auf was Du dich beziehst, kommt nur in den Betreff.

Die Verwendung von Konjunktiven, wie "möchte" sind ein No-Go!

Du möchtest Dich nicht bewerben, sondern Du bewirbst Dich.

Insbesondere die Einleitung, bzw. der erste Satz ist für den weiteren Inhalt wichtig. Ist dieser negativ oder langweilig, verliert der Leser schnell das Interesse und überfliegt den Rest nur noch.

 Dieser Beruf spricht mich an, da ich einen handwerklichen Beruf nachgehen möchte sowie ich gerne in einem Team arbeite.

Die Begründung wäre mir zu schwammig. Es gibt doch etliche andere Handwerksberufe, die hier zutreffend wären. Warum gerade als Maler und Lackierer?

Welche Besonderheiten gefallen Dir an dem Job besonders? Warum nicht Tischler?

Meine Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Hilfsbereitschaft und Teamfähigkeiten hat sich positiv in meinem einwöchigen Praktikum als Malerin und Lackiererin bei Maler Gloe ausgewirkt.

Es ist schon einmal ein Vorteil, dass Du Praktikumserfahrungen vorweisen kannst. Nicht gut ist jedoch, dass Du dich hier gar nicht auf dieses Praktikum beziehst.

Was hast Du dort gelernt? Welche Kompetenzen konntest Du erlernen und ausbauen? Pünktlichkeit und Hilfsbereitschaft sind Dinge, die man schon im Kindesalter erlernt. Damit Punktest Du bei keinem Personalchef.

Ergo solltest Du hier fachspezifische Stärken benennen, bzw. kurz erläutern, was Du in dem einwöchigen Praktikum schon gelernt hast und was Dir Freude bereitet hat.

Zudem habe ich mich im Internet über die Aufgaben und Chancen einer Malerin und Lackiererin ausführlich informiert.

Spätestens jetzt würde ich die Bewerbung zur Seite legen. Überleg doch mal: Ist es nicht logisch, dass Du dich vor dem Schreiben der Bewerbung über den Beruf informierst? Du bewirbst Dich doch nicht für etwas, dass Dir unbekannt ist.

Gerne möchte ich sie in einem Vorstellungsgespräch persönlich von meinem Stärken überzeugen. Über eine Einladung daher würde ich mich sehr freuen.

Auch hier wieder die Konjunktive...

Schreib sinngemäß: Gern überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch von meinen Stärken.

Ich würde Dir empfehlen, hier nochmal komplett von vorn anzufangen. Du machst hier überhaupt keine Werbung von Dir, obwohl das eigentlich der Sinn und Zweck einer Bewerbung ist.

Ich bekomme vielmehr den Eindruck, dass Du hier eher Wert auf einen guten Ausdruck, als auf den Inhalt gelegt hast. Der Inhalt ist hier extrem oberflächlich.

Besser so:

"Sehr geehrte Frau xxxxx,

mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige in der Anzeige JOBBÖRSE der Argentur für Arbeit gelesen und um diesen Ausbildungsplatz möchte ich mich hiermit bewerben. Dieser Beruf spricht mich an, da ich einem handwerklichen Beruf nachgehen möchte. Natürlich arbeite ich gerne im Team. Es gefällt mir gut, meine praktischen und gestalterischen Stärken beruflich nutzen zu können. Zurzeit besuche ich die 10. Klasse der Grund- und Gemeinschaftsschule in St. Michaelisdonn, die ich im Sommer mit einem Realschulabschluss verlassen werde. Meine Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Hilfsbereitschaft und Teamfähigkeiten haben sich bereits positiv in meinem einwöchigen Praktikum als Malerin und Lackiererin bei Maler Gloe herausgestellt. Zudem habe ich mich im Internet über die Aufgaben und Chancen eines Maler und Lackierers ausführlich informiert. Gerne möchte ich Sie in einem Vorstellungsgespräch persönlich von meinem Stärken überzeugen. Über eine Einladung dazu würde ich mich sehr freuen. 

Mit freundlichen Grüßen"

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