Bewerbung in der elternzeit

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2 Antworten

Prinzipiell spricht nichts dagegen, wenn Sie während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten möchten.

Sie haben sogar Anspruch auf eine Teilzeitstelle bei Ihrem bisherigen Arbeitgeber, wenn in Ihrer Firma mindestens 15 Personen angestellt sind, Sie vor Ihrer Schwangerschaft länger als sechs Monate dort fest angestellt waren und Sie die Elternteilzeit rechtzeitig ankündigen. Sie müssen Ihrem Arbeitgeber den Teilzeitwunsch schriftlich mitteilen. Sie können und sollten Ihren Antrag auf Elternzeit direkt mit der Bedingung einer Teilzeitregelung verbinden.

Machen Sie Ihrem Arbeitgeber Vorschläge, wann Sie wieder einsteigen wollen, wie viel Sie arbeiten wollen und an welchen Tagen. Die wöchentliche Arbeitszeit muss dabei aber mindestens 15 und darf höchstens 30 Stunden betragen. Wenn sowohl Vater und Mutter in Elternzeit gehen, darf jeder diese Teilzeitstunden in Anspruch nehmen. Innerhalb der Elternzeit dürfen Sie Ihre Stundenzahl zweimal reduzieren, dazwischen müssen aber jeweils mindestens drei Monate Zeit vergehen.

Widerspricht Ihr Arbeitgeber der Elternteilzeit nicht innerhalb von vier Wochen schriftlich - und das darf er nur, wenn sehr wichtige Gründe vorliegen - dann können Sie zum gewünschten Termin wieder in den Beruf einsteigen.

Mit Zustimmung Ihres Arbeitgebers können Sie während der Elternzeit auch in einer anderen Firma arbeiten, oder Sie können eine selbständige Tätigkeit aufnehmen.

Wenn Sie in der Elternzeit arbeiten während Sie Elterngeld bekommen - also in der Regel die ersten 12 Monate nach der Geburt - wird Ihr Verdienst auf das Elterngeld angerechnet.

Sie bekommen dann 65% der Differenz von dem, was Sie vor der Geburt und während der Elternzeit verdienen. Geringverdiener, mit weniger als 1000 Euro Nettoeinkommen, bekommen 67% der Differenz.

Ein Beispiel: Sie haben vor der Geburt 2000 Euro netto im Monat verdient und arbeiten während der Elternzeit für 500 Euro netto monatlich. Damit bekommen Sie 65% von 1500 Euro (2000 minus 500) als Elterngeld. Das ergibt eine Summe von 975 Euro. Zusammen mit Ihrem Verdienst haben Sie also 1475 Euro zur Verfügung. Falls Sie nicht arbeiten würden, bekämen Sie ganz normal Elterngeld in Höhe von 1300 Euro (65% von 2000).

Es gibt allerdings bei der Berechnung eine Höchst- und eine Mindestgrenze. Die Höchstgrenze bezieht sich auf das monatliches Nettoeinkommen vor der Geburt, es werden maximal 2700 Euro angerechnet Die Mindestgrenze bezieht sich direkt auf das Elterngeld. Egal, wie viel Sie nun dazuverdienen, Sie bekommen mindestens 300 Euro Elterngeld.

Sollten Sie - zum Beispiel als Selbstständige - jeden Monat unterschiedlich viel verdienen, so wird ein Mittelwert aus den unterschiedlichen Verdiensten errechnet. Dieser Mittelwert wird dann als das durchschnittliche Einkommen nach der Geburt genommen.

Wenn Sie während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten möchten, so müssen Sie das Ihrer zuständigen Elterngeldstelle mitteilen. Die wird Ihnen auch bei der Berechnung des Elterngeldes helfen. Auch, wenn Sie als Minijobber auf 400 Euro-Basis arbeiten, müssen Sie das Elterngeldstelle mitteilen. Auch dieser Verdienst wird auf Ihr Elterngeld angerechnet.

Du kannst Dich jetzt schon arbeitssuchend bei der Agentur für Arbeit melden. Damit Du auch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen kannst, musst Du natürlich auch einen Kita Platz haben.

Versuch mal dir von der BA das bescheinigen zu lassen, dass Du ab jetzt arbeitssuchend bist und arbeitslos ab Feburar Arbeitslos und zeig es dem Kindergarten. Laut SGB III musst Du nämlich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, und ohne Kigaplatz bist Du es nicht. Der Arbeitsvermittler kann Dich ggf. für Februar schon für eine Maßnahme buchen, das wäre vielleicht auch hilfreich.

Die zweite Möglichkeit ist, sich jetzt aktiv zu berwerben und den Arbeitsvertrag vorher abzuschließen, mit Vertragsbeginn zum Februar.

Viel Erfolg

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