Bewerbung für eine Ausbildung zur Mediengestalterin?

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2 Antworten

Heyo :)

Ich habe am Anfang genauso "dumm" dagestanden wie du jetzt... und habe leider von den falschen Leuten Tipps erhalten: Von Lehrern und vom Amt!

Was du auch tust: Schick KEINE normale Bewerbung hin! Das will keiner sehen! Die wollen was kreatives von dir, schließlich willst du einen kreativen Beruf ausüben!

Für meine erste Festanstellung habe ich mich dann "richtig" (also "anders"/kreativ) beworben: Ich habe eine relativ beeindruckende Falttechnik angewandt (eine Art Leporello), mit selbst gemachten Buchdeckeln und so weiter und sofort... Soetwas in einem Dokument anzulegen und sowohl theoretisch, als auch praktisch umzusetzen zeugt von räumlichem Vorstellungsvermögen und auch von handwerklichem Können. Da du Digital und Print machen willst, also genau die Richtung!

Ich würde dir empfehlen dir die Unternehmen, wo du dich bewerben möchtest, genauer anzuschauen: Was machen die für Produkte? Machen die Verpackungen, kannst du einen Karton gestalten und Kekse rein tun und auf dem Boden eine kurze Bewerbung einfassen (oder auf allen Seiten des Kartons, whatever ;) ).

Machen die Kleidung, kannst du dein Gesicht auf ein T-Shirt drucken und einen Spruch dazu schreiben ("Der neue Azubi!") und auf dem Rücken die Kontaktdaten.

Und falls sie Werbeplakate machen, lass dich in einer Druckerei in Lebensgröße plotten :D

Vor allem in der Bewerbung solltest du deine volle Kreativität ausleben, aber du solltest noch zu dir selbst stehen. Wenn du es nicht so krass auffällig magst, wähle einfach nur ein anderes Format (Din A4 lang, und dann einfach an einer Ecke mit einer Buchbinderschraube zusammengehalten) oder wähle neue Methoden (ich habe von einer Bewerberin gehört, die ihre Bewerbung zusammen genäht hat mit der Maschine... Weil nähen ihr Hobby ist^^). Oder nutze Holzbuchdeckel.

Spiel mit Material, Form, Farbe und vor allem: Gestalte!
Drücke dich selbst aus; Zeig, was in dir steckt.

Zum Bewerbungsgespräch solltest du dann eine "normale" Bewerbung mitbringen, mit Zeugnis, Lebenslauf, etc. Soetwas sehen vor allem größere Unternehmen gern.
Ich habe auch meine Abschlussarbeit als Arbeitsprobe mitgebracht (war ein größeres Projekt und eine meiner besten Arbeiten). Da entscheidet sich dann, ob die Chemie stimmt, im Gespräch.

Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg :)

ps.: Ich habe auch mal von einem Mann gehört, der sich bei der Post beworben hat... Hat seine Bewerbungsunterlagen um einen Stein gewickelt und direkt durch's Fenster geworfen. Titel der Bewerbung: "Meine Pakete kommen auf dem schnellsten Weg! ps.: das Fenster bezahle ich."

Viel Spaß ^__^

Saralovesfylou 15.09.2015, 07:06

wow das sind ja super Tipps vielen vielen dank :) ich werde mir was einfallen lassen ;)

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WithoutName852 15.09.2015, 12:15

Uh, völlig vergessen bei den ganzen Print Sachen: Digital ist auch voll im kommen!

Aber in meinen Augen etwas "gefährlicher" weil du nie siehst, was die Agentur später sieht...

Welche Schriftgrößen kann man noch lesen? Wie viele Wörter pro Zeile, etc.  Welche Bildschirme haben die? Größe, Kalibrierung? Wird alles so angezeigt wir auf meinem PC?
Welche Software? Können sie alles öffnen, Anzeigefehler?

Interaktive PDF? Oder alles statisch? Oder vielleicht doch eine Website? Und was, wenn sie die Programmierung prüfen?

Wie du merkst: ich bin kein Fan von Online Bewerbungen. Aber viele schwören drauf.
Ich persönlich hab es lieber, wenn das "Endprodukt" durch meine Hand als letztes läuft. Wenn ich auch mit meinen eigenen Händen arbeiten kann. Auf meine Art. Wenn nicht nur ein Weg der richtige ist (wie in der Programmierung, wo recht klare Strukturen sind).
Aber da ist jeder anders. An meinen jetzigen Job bin ich auch online gekommen. Nicht meine beste Leistung aber meine Chefin war begeistert :)

Wie gesagt: ich finde, das wichtigste ist, dass du selbst hinter der Bewerbung stehen kannst. Ich könnte nie in einem Unternehmen arbeiten, das mir nicht zusagt und wo ich mich verstellen muss. Meine Kollegen in der Berufsschule waren völlig entsetzt davon, dass ich lieber weiter Suche, als irgendwo jemand zu sein, der ich nicht bin. Aber der Chef wird dich einstellen, wenn du in als Team passt. Wenn dein Stil passt und deine Arbeitsmoral. (Naja und der Preis ;) )
Aber vor allem in der kreativ Branche kann man (meiner Meinung nach) nicht einfach irgendein CD erstellen und meinen das reicht. Es heißt Bewerbung, weil man Werbung macht. Für sich selbst. Da sollte man hinter stehen.

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Hallo,

was WithoutName852 schrieb hat alles Hand und Fuß, jedoch wird so eine Bewerbung mit einem Plakat von Lebensgröße nicht mal so günstig.
Auffallen ist gut, aber wenn es für die Arbeitgeber zu umständlich ist, ist das kein Vorteil. Der Arbeitgeber muss sich so um die Entsorgung kümmern und sowas nervt.

Erstelle dir ein Corporate Identity, baue darauf einen Flyer und bewerbe "dich" über diesen Flyer. So hat ein Arbeitgeber alle Infos auf einem Blick, wenn es dann auch noch gut ausschaut, umso besser!
Zudem solltest du auch eine normale Bewerbung beilegen, natürlich auch im ähnlichen schlichten CI anpassen. In diese kannst du deine Referenzen vorstellen. So hat der Arbeitgeber auch Unterlagen die er abheften kann.

So hab ich mich mit Erfolg beworben!

Viel Erfolg!

tonio47 15.09.2015, 09:23

ein CI und CD in einer Bewerbung? Alles klar!!! :-)))

Das ist doch Unsinn!!!

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tonio47 15.09.2015, 11:46
@fluffiknuffi

Ob jetzt ein CD aufgeschrieben steht oder nicht, denn sie möchte eine Ausbildung machen zur MGI da erstellt man nicht mal ein CI, das hatte ich damit gemeint.

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WithoutName852 15.09.2015, 12:03

Wohl wahr, aber herkömmliche Bewerbungen werden von einigen Agenturen ungesehen (!) in den Müll geschmissen.

Klar muss man auf den Preis achten. Ich habe mich bei meiner Falt-Bewerbung mit handgemachten Buchdeckeln auch immer ein bisschen selbst mit gehasst, weil ich Stunden bei einer Bewerbung bei war.
Aber dennoch eine großartige Arbeit für die ich noch immer viel Anerkennung erhalte.

Grundsätzlich soll jetzt auch keiner meine Ideen 1:1 umsetzen, sondern als Orientierung sehen. Denk außerhalb der Box, denk anders. Setz dich selber um!
Nicht jedermann nutzt riesen Formate oder backt Plätzchen...
Aber das waren mit Absicht etwas extremere Ideeansätze ;)

Der Job ist und bleibt kreativ. Ein nettes CD zu erstellen ist zwar nett... Aber naja, irgendwie... Weiß nicht. Die Frage ist halt, was man will: einen nine-to-five-job haben oder ein Kreativer sein. Agenturen wollen sehen, was du kannst, wie du denkst und wie viel es dir wert ist. (Nicht finanziell, sondern Aufwand, Idee, auch wie persönlich.. Warum ausgerechnet diese eine Agentur? Massenbewerbung bringt nicht viel...) und leider wollen Agenturen auch fast fertig ausgebildete Kreative... Wie in jeder Branche. "19 Jahre alt und 10 Jahre Berufserfahrung bitte!"

Und nun einmal zu der rechtlichen Seite: Die Bewerbung ist und bleibt Eigentum des Bewerber! Die Agentur entsorgt nichts! (Sollte sie zumindest nicht). Zurückschicken oder aber abholen lassen, wären die beiden anderen Optionen.

Kreativbewerbung ist ein ganz großes  Thema und völlig anders zu sehen als ne normale. Man muss auf viele Dinge achten. Geld, Größenordnung der Post, Aufwand, etc... Man muss Spannung aufbauen. Da schickt man keinen kompletten Lebenslauf mit, sondern lässt absichtlich dies offen, damit man im persönlichen Gespräch überzeugen kann.
Es kommt auch drauf an, wie oft man sich bewerben will. Wo wir wieder bei "Massenbewerbung" sind...
Wie gesagt: A4 lang und einmal durchbohren für eine Buchbinderschraube. Günstig, schnell, immer wieder ausdruckbar. Langweilig, kann aber einigen Agenturen schon reichen.

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