Bewerbung für ein FSJ in einem Heim für autistische Menschen, was soll da rein?

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5 Antworten

In die Bewerbung gehören, sofern es bei dir zutrifft:

  • Wie du auf ausgerechnet dieses Heim bzw. auf Autismus aufmerksam geworden bist
  • Eventuelle Vorkenntnisse aus dem Privatleben
  • Dass du deinen Horizont erweitern und dich beruflich orientieren möchtest
  • Dass du dich gut in andere Menschen hinein versetzen kannst und diese Fähigkeit ausbauen möchtest
  • Dass du belastbar und immer offen für neue Sichtweisen bist

Es gibt effektivere Wege der Berufsfindung, als die der klassischen Bewerbung.

Der Vortrag ist leider sehr lang, lohnt sich aber allemal, da er speziell auch für schüchterne Menschen gemacht wurde. — Ich fasse jedoch gerne zusammen:


Theorie

Drei Viertel der Menschen bewerben sich auf übliche Weise und greifen auf ein Viertel der verfügbaren Berufe zu. Die meisten Stellen werden durch persönliche Kontakte vergeben.

Während üblichen Gesprächen mit zukünftigen Vorgesetzten fühlt man sich meist untergeordnet, was jedoch für eine aussichtsreiche Beschäftigung schädlich ist.

… denn Du willst etwas von ihm!

Folgende Technik baut genau auf diesen wichtigen Aspekten auf.


Schritt 1

Es wird ein Profil mit sechs Punkten ausgefüllt, zuerst drei Punkte zur eigenen Person:

  • Eigenschaften — Verb
  • Tätigkeiten — Adjektiv
  • Wissen — Substantiv

Als zweite Hälfte folgen für sich nötige Aspekte des zukünftigen Betriebs.

  • Randbedingungen — wo, wann, wie, woran, …
  • Werte — Moral, Ethik, …
  • Interessen — welches Gut vermehren?

Es ist nun das Ziel, einen Betrieb zu finden, welcher mit dem Profil übereinstimmt.


Schritt 2

Gesucht werden müssen Berufe, welche in Frage kommen könnten. Im Anschluss wird zu Personen, welche diesen Beruf erfolgreich ausüben, persönlich gegangen.

Ich habe sechs Fragen ausgearbeitet und würde sie Ihnen gerne stellen. Das ganze wird maximal 11 Minuten dauern. Hätten Sie Zeit?

  1. Wie sind Sie dazu gekommen?
  2. Was finden Sie positiv in Ihrem Beruf?
  3. Was finden Sie negativ in Ihrem Beruf?
  4. Wie stellen Sie sich die Zukunft Ihres Berufs vor?
  5. Was muss ein Mensch für diesen Beruf mit bringen?
  6. Kennen Sie weitere erfolgreiche Personen dieses Berufs?

oder

Ich habe vier Fragen ausgearbeitet und würde sie Ihnen gerne stellen. Das ganze wird maximal 7 Minuten dauern. Hätten Sie Zeit?

  1. Wie sind Sie dazu gekommen?
  2. Was finden Sie positiv in Ihrem Beruf?
  3. Was finden Sie negativ in Ihrem Beruf?
  4. Kennen Sie weitere erfolgreiche Personen dieses Berufs?

Laut Statistik sagen dem rund 90 % zu. Mit der Zeit lernt man dazu, kann die Fragen immer freier und lockerer stellen, muss sich irgendwann kaum noch an diese Struktur halten.


Schritt 3

Wenn genug Menschen befragt wurden und Wissen gesammelt wurde, ist man zu der Wahl von Betrieben für Bewerbungsgespräche in der Lage. In der Regel wird zugesagt, da man im vornherein positiv aufgefallen ist.

Es ist wichtig, alternativen zu haben — mindestens drei Betriebe werden empfohlen.

Vorbereitung sorgt dafür, dass ihr dem Arbeitgeber etwas bieten könnt. Habe Ideen und stelle eigene Stärken positiv da. Sei weiterhin ehrlich und verschweige nicht krampfhaft negative Punkte, sollte danach gefragt werden.


Wirkung

Durch diese Methode tritt man viel sicherer auf. Das bemerken auch die Gesprächspartner, welche zudem diese Vorbereitung des Fragenden zu schätzen wissen werden. So baut man sich schließlich nach und nach immer mehr Kontakte auf.

Sowohl die Interviews als auch die Bewerbungsgespräche können durch diese Technik auf Augenhöhe stattfinden, da zu Beginn nichts vom Arbeitgeber gewollt wird sowie im Folgenden einige Alternativen vorhanden sind.

Der Arbeitgeber will euch!

Somit wurde der Spieß umgedreht.


Verantwortliche

Das Profil wurde von Richard Bolles erfunden.
Daraus hat Daniel Porot die Technik entwickelt.
Dies ganze wurde von John Web in Deutschland verbreitet und gelehrt.
Deshalb kam Peter Müller dazu, Seminare darüber abzuhalten.


Dies ist lediglich eine Zusammenfassung des Vortrags. Darin werden viele weitere Dinge beschrieben, welche nicht unwichtig sind. Schaue ihn Dir unbedingt bei Zeit an.

Setze Dir selbst keine Grenzen!

Vielleicht, warum es dich interessiert, insbesondere mit Autisten zu arbeiten.
Oder warum dich ansonsten ausgerechnet die Arbeit in genau diesem Heim reizt.
Etwas über eventuelle Vorkenntnisse, ob nun durch private Pflege in der Familie oder wenn du schon Autisten kennst oder sowas.
Wenn du dir dadurch einen Einblick in einen möglichen Berufswunsch erhoffst, etwas darüber.

Ich weiß ja nun auch nicht, warum du da gerne arbeiten möchtest.

genau das, was du schon gesagt hast. Dass du gerne mit Menschen arbeitest und helfen magst. Die sind eh froh um jede Arbeitskraft die sie bekommen können.

Das hab ichs chon formuliert, das reicht doch nicht...

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