Bewerbung bei der Bundeswehr trotz vorstrafen?

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3 Antworten

Die Bundeswehr als Behörde wird vermutlich kein einfaches (belegart N), sondern ein ausführliches Führungszeignis (Belegart O bzw. P.)  einfordern.

Nach den von Dir geschilderten Aussagen dürfte die Bundeswehr danach kein Interesse mehr haben, Dich einzustellen. - Waffenrecht !!!

Des weiteren solltest Du dich auch mal selber Fragen, ob Du die nötige geitige Reife hast, die man in einem Verantwortungsvollen (?) Job benötigt, indem man nicht nur mit Waffen hantieren muß, sondern unter Umständen in Konflikten eingesetzt wird, in dem man auch Zivilisten und nicht nur anderen Militärs gegenübertreten muß.

Zur Verdeutlichung:

Du sprichst von falschen Freunden/ Umgang, tragischen Verlusten und der Hilfe eines Psychiaters!

Klingt schon fast nach Selbstmitleid und danach die Verantworlichkeit woanders, stat bei sich selbst zu suchen, um es mal streng benennen.

Glückwunsch, daß Du mit seiner Hilfe an einer Besserung Deiner Umstände arbeitest!

Das beste, was Dir im Hinblick auf Dein Führungszeugnis/ Bundeszentralregister Auszug passieren kann ist, daß die Anzeigen zu keiner Verurteilung führen und eventuelle Ermittlungsverfahren eingestellt werden. - Da kann man aktiv dran arbeiten, indem man einen Anwalt beauftragt.

Ich wünsche Dir trotzdem viel Erfolg und alles Gute, vielleicht stehe ich mit meiner "harten" Meinung auch nur alleine da!

Netten Gruß,

E.

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Wenn das alles in einem dreiviertel Jahr passiert ist, kam es da wirklich schön zu Verhandlungen? Bist du wirklich vorbestraft oder noch unter Anzeige?

Letztendlich ist der einzig richtige Weg, dich mit diesen Fragen an die Karriereberatung der Bundeswehr zu wenden.

Unabhängig davon kann ich dir nur dringend empfehlen, Wege zu erforschen, wie du das letzte Schuljahr nochmal nachmachen kannst. Ein Abitur kann dir im Leben vieles einfacher machen.

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§ 38 Hindernisse der Berufung


§ 38 hat 2 frühere Fassungen und wird in 14 Vorschriften zitiert

(1) In das Dienstverhältnis eines Berufssoldaten oder eines Soldaten auf Zeit darf nicht berufen werden, wer
1.
durch
ein deutsches Gericht wegen eines Verbrechens zu Freiheitsstrafe von
mindestens einem Jahr oder wegen einer vorsätzlichen Tat, die nach den
Vorschriften über Friedensverrat, Hochverrat, Gefährdung des
demokratischen Rechtsstaates oder Landesverrat und Gefährdung der
äußeren Sicherheit strafbar ist, zu Freiheitsstrafe verurteilt ist,
2.
infolge Richterspruchs die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzt,
3.
einer Maßregel der Besserung und Sicherung nach den §§ 64, 66, 66a oder § 66b des Strafgesetzbuches oder der Sicherungsverwahrung nach Bestimmungen des § 7 oder des § 106 des Jugendgerichtsgesetzes unterworfen ist, solange die Maßregel nicht erledigt ist.
(2) Das Bundesministerium der Verteidigung kann in Einzelfällen Ausnahmen von Absatz 1 Nr. 1 zulassen.

 

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Kommentar von Mirse87
03.06.2016, 00:16

Booooah... Diese Zitierfunktion -.-

Also oben haste den Gesetzestext nach Soldatengesetz.

Deine Straftaten werden erst bei der Sicherheitsüberprüfung relevant.
Das heißt da wird einer vom MAD (Militärischer Abschirmdienst) kommen und dich interviewen zu deinen Straftaten, dem Tathergang und den äusseren Umständen.
Wenn du dem glaubhaft versichern kannst, dass das alles passée ist und NIE WIEDER vorkommt, dann steht deiner Karriere nichts im Wege.

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Kommentar von YemotaY
03.06.2016, 00:17

Verstehe ich das jetzt richtig, da ich Keine Haftstrafe von über einem Jahr gekriegt habe sondern nur 80 Sozialstunden und Führerschein entzug, wäre ich gesetzlich noch erlaubt die Ausbildung anzutreten? Nur die Frage ob die mir eine Chance geben oder ob die direkt Nein sagen und mich gar nicht erst zu den Untersuchungen einladen.

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