Bewerbung bei chronischer Erkrankung und einhalten von Ärztlichen Gutachten?

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6 Antworten

Bei einem Minijob würde ich das nicht publik machen.

Die meisten AG zahlen ja bei Minijobs gesetzwidrig ohnehin keine Lohnfortzahlung.

Du solltest aber versuchen, auf diese Weise deine 36 Pflichtbeiträge zusammen zu bekommen, um einen Erwerbsminderungsrentenanspruch zu haben.

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Kommentar von sternschluppen
30.07.2016, 12:05

Das mit dem Erwerbsminderungsrentenanspruch hab ich noch garnicht gewusst, vielen Dank für den Tipp. Geht das auch mit einem Nebenjob?

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Wenn dein Gutachten aussagt, was du noch machen kannst, solltest sowohl du dich selbst danach richten, als auch der potentielle AG. Sprich, bewirb dich von Haus aus nur auf Jobs, die deinen Einschränkungen entsprechen.

Darfst du zum Beispiel nur noch 10kg heben und du hievst den ganzen Tag Gewichte von 20 und mehr Kilos, sind mögliche gesundheitliche Konsequenzen auch nur dein Problem.

Was bedeuten könnte, dass zum Beispiel eine Reha oder Kur nur noch anteilig übernommen würde, wenn man dir nachweist, dass du selbst dafür gesorgt hast, dass du (wieder) verstärkte Beschwerden hast.

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Grundsätzlich besteht kein Anrecht des Arbeitgebers auf die Benennung von chronischen Erkrankungen, allerdings gibt das BAG drei Fallgruppen an, in denen die Persönlichkeitsrechte des ggf. neuen Arbeitnehmers gegenüber den Interessen des Arbeitgebers zurücktreten (BAG DB 1984, 2706):

1. Es liegt eine Krankheit vor, die so schwerwiegend ist, daß
die Eignung des Bewerbers für die vorgesehene Tätigkeit auf Dauer
ausgeschlossen oder in periodisch wiederkehrenden Abständen
eingeschränkt ist.

2.Die Aufnahme der Arbeit ist wegen krankheitsbedingter
Arbeitsunfähigkeit zum Dienstantritt oder in absehbarer Zeit unmöglich
(z.B. Operation, Kuraufenthalt).

3.Es besteht ein besonderes Gesundheitsrisiko für Arbeitskollegen oder Dritte (z.B. Ansteckungsgefahr).

Hier ist wahrscheinlich die Fallgruppe 1 betroffen.

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Kommentar von sternschluppen
30.07.2016, 12:23

ja es wäre das erste, 
also sollte ich es doch schon in der Bewerbung angeben, oder?

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ich finde, dass sich das schlecht machen würde.

im vorstellungsgespräch erfährst du, was das für eine tätigkeit genau ist. und dann solltest du für dich überlegen, ob du das machen kannst/darfst oder nicht.

möglicherweise wirst du sowieso gefragt, warum du einen mini-job willst. und da kann deine erkrankung noch früh genug thema sein.

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@sternschluppen,

wenn du uns nicht informierst um welche Tätigkeit es sich handelt, kannst du auch nicht erwarten, dass wir deine Frage beantworten.

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Kommentar von sternschluppen
30.07.2016, 11:54

achso, ich Dödel ;)

also ich suche momentan eine Arbeitsstelle im Büro, evtl Callcenter, oder etwas ähnliches, also schon eine leichte Tätigkeit aber auch da kann es ja Abweichungen vom Gutachten geben

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Welchen Inhalt hat denn das Gutachten? Bist du berufsunfähig?

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Kommentar von sternschluppen
30.07.2016, 11:52

ja das bin ich. aber z.B.: wenig bis garnicht stehend, nicht bücken, keine Lasten heben, nicht bei Hitze oder kälte arbeiten usw.

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