Bewerbung als Steuerfachangestellter mit Vorstrafe

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4 Antworten

Wenn Du nach Vorstrafen gefragt wirst, mußt Du zu 100 % korrekt antworten.

Ansonsten droht Dir nach bekanntwerden Deiner Vorstrafe die fristlose Entlassung!

Überlege doch mal logisch: Steuerfachangestellter und vorbestraft wegen Deinen Delikten, für mich ein absolutes no go!

Ist aber nur meine private Meinung und soll Dich vor einer Bewerbung nicht zurückhalten.

Danke für deine schnelle Antwort! Ich habe beim obigen Kommentar meine Frage noch einmal ein wenig präzisiert.

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Wahrheitsgemäß musst du auf rückfrage nur antworten wenn es Thematisch und Fachlich zusammenhängt. Das kann in diesem Fall durchaus der Fall sein.

Entgegen weitläufiger Meinung bist du nicht verpflichtet ein polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen, auch wenn danach verlangt wird.

In deinem Fall ist die wahrscheinlich groß, dass der Arbeitgeber ein zu begründbares Interesse hat diese Vorstrafe zu wissen.

Viele Dank für deine Antwort! Soweit mir bekannt ist, gibt es da eben schon einen gewissen Auslegungsspielraum des Wortes "einschlägig" und "thematischer und fachlicher Zusammenhang". Und definitiv hat ein Arbeitgeber aus den steuerberatenden Berufen wahrscheinlich auch ein begründetes Interesse von einer solchen Vorstrafe zu erfahren. Aber ich habe als Steuerfachangestellter jetzt bspw nicht mit Firmengeldern, Kontenzugriff etc zu tun.. ich meine, der Fall läge für mich klarer auf der Hand, wenn ich mich jetzt in einer Bank bewerben würde. Über alle arbeitsrechtlichen Konsequenzen bei einer Verletzung der Aufklärungspflicht bin ich mir auch bewusst. Ich komme um meine Frage weiter zu konkretisieren nur mit der rechtlichen Auslegung des Satzes "Vorstrafen, soweit sie die vorgesehene Tätigkeit berühren" nicht ganz klar.

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@23JJ23

Die wahrscheinlichkeit in deinem Fall würde ich als gross einschätzen, vorallem im Blick auf die Urkundenfälschung. Wenn du lügst und sie es erfahren, sehe ich für Dich eher geringe Chancen wenn es vor Gericht kommt.

Meine Empfehlung: Frag deine ehemaligen AG ob sie sich als Referenzpersonen zur Verfügung stellen. Das kommt wieder gut an in den Personalbteilungen und kann durchaus für dich sprechen.

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@Blattmann

Danke für die Empfehlung. Ich habe von den vorherigen AG auch immer sehr gute und gute Zeugnisse bekommen und die Tat an sich war in meinem Fall leider auch eine dumme, dumme Verzweiflungstat und kennzeichnet jetzt nicht meinen grundsätlichen Charakter oder meine Moralvorstellungen. Aber gut, die Tat ist nun mal von mir begangen wurden, es ist aufgeflogen und ich wurde dafür zur Rechenschaft gezogen. Es zeichnet nur, für mein ganz persönliches Empfinden, in keinster Weise meine bisherige oder zukünftige Arbeit in einer Kanzlei aus. Ich habe vorhin aber auch noch ein bissel die Rechtsthematik gelesen und da findet man schon Beispiel von Buchhaltern vs. Vermögensdelikte (Kreditbetrug). Also auf Nachfrage muss ich es auf jeden Fall angeben - ob ich es ungefragt erzählen muss habe ich bis jetzt noch nicht rausgefunden.

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Du musst das schon erwähnen aber die Chance auf einen Arbeitsplatz verringert sich so oder so

Was kam denn raus? Hast du einen Job gefunden?

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