Beweist Österreich-Ungarn, dass Multi-Kulti nicht funktioniert?

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4 Antworten

Wer sagt, dass das nicht funktioniert hat? Das Vielvölkerreich lebt heute noch - in der Mentalität der Bewohner.

Der Grund für den Zerfall des Habsburgerreiches ist in der Ignoranz des Herrscherhauses zu suchen und nicht in der Verschiedenheit der Ethnien.

Österreicher haben ein nicht von ungefähr über Jahrhunderte gewachsenes Zusammengehörigkeitsgefühl mit Slawen, Magyaren, ein bisschen auch mit den Romanen, mehr als mit den "Deutschen", die angeblich die gleiche Sprache reden.


"Kneisser" stimmt; eigentlich müsste es "Gneisser" heißen.

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@gottesanbeterin

"Servus!" - Gottesanbeterin
Das mit der korrekten Schreibung ist so eine Sache:
Freilich habe ich die Schreibung mit "G" auch vor Augen, aber da ist ein Wurm drinnen!
Wenn (Ost)österreicher ein K aussprechen, klingt es meistens wie ein G. Das heißt aber nicht, dass man es auch so schreibt oder schreiben soll.
Ich bin ein Verfechter der Schreibung "ZwetschKe" und nicht ZwetschGe", obwohl es (fast) klingt wie ein G.
Sonst müsste ich auch schreiben: Glingel, Glang, Anger, ...
;-) lG Kneisser

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Der Schlüssel zum Verständnis der Ungarn ist der Text ihrer Nationalhymne:

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Herr, segne den Ungarnmit Frohsinn und mit Überfluss.Beschütze ihn mit deiner Hand,Wenn er sich mit dem Feind schlägt.Denen die schon lange vom Schicksal nicht verschont,Bring ihnen eine bessere Zeit.Denn dies Volk hat schon gebüßtFür Vergangenes und Kommendes.Du hast unsere VorfahrenZu dem heiligen Karpatengipfel gebrachtDurch dich haben wir die schöne Heimat gewonnenFür Bendegúz’ Söhne und Töchter.Und dort wo die Wasser rauschenDer Theiß und der DonauDort sprießt und erblühtDie Saat des Helden Árpád.///
Diesen Text nehmen die Ungarn wörtlich: Sie haben in den vergangenen Jahrhunderten viel Elend gekannt, und wollen es in Zukunft nicht wiederholen (müssen). 

Lese mal das Buch von Lendvai: "Die Ungarn. Tausend Jahre Sieger im Verlieren".  Die Ungarn sind ein starkes Volk. Ihre Kultur ist durch und durch christlich geprägt, und ihre Sprache einzigartig. Sie identifizieren sich auf Basis ihrer gemeinsamen Geschichte und der Sprache. 

Das Zwangskonglomerat "Habsburger Reich" hat sehr viele Reibungskonflikte mit sich gebracht, weil die Völker nicht einfach ihre Identität aufgeben wollen, und nicht Deutsch als Sprache übernehmen wollten. Gerade in Zeiten in dem eine Vereinheitlichung angestrebt wird, und somit künstlich übergestülpt wird, erwacht der Nationalismus, und gibt es Gegenwehr. In sofern war das Habsburger Kaiserreich in Sachen "gescheitertes Multi-kulti" eine Vorstufe von Europa, obwohl es natürlich ein Vergleich ist, der hinkt, denn Europa ist ja entstanden aus Staten die sich angeschlossen haben, und nicht erobert und vererbt wurden. 

In Ungarn gibt es wohl die Stelle in Europa, wo die Gegenwehr am ausgeprägtesten ist. Diese Leute werden immer ihr Volk und ihr Territorium höher schätzen als ein grenzenloses Europa.

Das Recht, Ungarn nur für die Ungarn zu erhalten, entnehmen sie den Satz: "Dort sprießt und erblüht die Saat des Helden Arpad". Zwar war Arpad nur einer der sieben Führer von Stämme die das Pannonische Becken besiedelt haben, aber dennoch: nur dessen Nachfahren sollen in Ungarn wohnen.

Natürlich sind die Ungarn auch ein Mischvolk, aber sie empfinden stark national, und pflegen Sprache, Geschichte und Traditionen. Sie werden ihr Land und Nation immer verteidigen, und sich ganz sicher nicht einem europäischen Diktat beugen, weder unter Orban, noch unter irgendwelchen anderen Staatsführer. Sie sind einfach so.

Multi-Kulti ist gescheitert unter den Habsburger, und in Europa funktioniert es auch nur bedingt und immer seltener. Manche Länder wagen nicht, das aus zu sprechen, andere schon. In Ungarn werden erst gar keine Experimente zugelassen. Auch das ist keine Feindseligkeit, sondern eine Form der Klugheit, wenn man aus den Fehler der anderen lernt, ohne sie erst selber zu machen.


Österreich - Ungarn existiert nicht mehr. Das wirst du hoffentlich wissen.

Da hat es nicht funktioniert, weil es ein Zwang war. Ein
Zwang mit dem Volk der Unterdrücker zusammen zu leben. Und ein Zwang mit den anderen unterdrücken Völkern zusammen zu leben. Die waren sich ja nicht alle grün. Und bei weitem liebten nicht alle Franz J. Da hassten ihn welche bis zum tot. Recht hatten sie, war ein Unterdrücker.

Jetzt kannst du dich ja fragen ob das zu heute passt.

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