Beweisen die Schriftrollen von Qumran das Jesus gottes Sohn war?

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Nein, das wird keine Schrift jemals können, den dies ist und bleibt Glaubenssache.

 In Qumran wurden alttestamentarische Schriften gefunden, wie die Jesajarolle, Hoseafragmente und die Psalmen. Von Jesus wirst du da kein Wort finden. Es gibt auch Schriften, die die Sekten der Essener betrafen. Das waren die Leute, die die Schriftrollen verstecken. Was die Rollen zeigen, ist, dass bekannte jüdische Texte nahezu unverändert über die Jahrtausende überliefert wurde.

Die in Bezug auf Jesus deutlich spannendere Texte sind die im ägyptischen Nag-Hammadi gefundenen Schriften. Sie stammen von der Sekte der Gnostiker. Das Thomas-Evanglium oder das Philippus-Evangelium haben es nie in die Bibel geschafft und weichen zu Teil erheblich von den Bibeltexten ab. Manche dieser Texte zeigen einen deutlich menschlicheren Jesus.

Zunächst leugnet kein halbwegs vernünftiger Mensch die Existenz von Judentum, Islam oder Christentum, genauso wenig die Existenz der mythischen Vorstellungen vom Ort der Verdammnis (Siehe dazu Wikipedia). Alles, was in der Sprache allgemein präsent ist, existiert auch in irgend einer Weise.

Dass alle Propheten des Christentums sich nirgends widersprechen, nehme ich Dir erst einmal so nicht ab. Und soweit sie inhaltlich übereinstimmen, können sie voneinander abgeschrieben haben oder schlicht in gleicher Weise ihren jeweiligen nach Erlösung schreienden Zeitgeist getroffen haben.

Die Propheten sind auch zu keiner Zeit in der Welt ausgestorben. Dass die Bibel nicht ständig neue Propheten in ihre heiligen Schriften neu aufnimmt, liegt nahe, das widerspräche Tradition und Konsistenz. Einer der jüngeren Propheten brachte es sogar zu einer tragenden Rolle im Neuen Testament! Dazu Wiki:

"Johannes der Täufer .... war ein jüdischer Bußprediger, der um 28 n. Chr. in Galiläa und Judäa auftrat. ...... Johannes wird im von Urchristen in griechischer Sprache verfassten Neuen Testament als Prophet der Endzeit und Wegbereiter Jesu Christi mit eigener Anhängerschaft dargestellt. Im Anschluss daran verehren ihn viele Kirchen als Heiligen."



Auch im 6. Jahrh. n.Chr. tauchte ein weltbekannter Prophet auf:

"... Mohammed gilt im Islam als Prophet (nabī) und Gottesgesandter (rasūl Allāh), dem mit dem Koran das Wort Gottes (Allahs) offenbart wurde ...." 

Der Gedanke an den Beweis einer Vaterschaft der mythischen Vorstellung von einem allmächtigen Machthaber im Kopf vieler Menschen ist natürlich schon außerordentlich grotesk. Da können auch die Schriftrollen von Qumran schwerlich zur Klärung beitragen. Zu deren Entstehungszeit waren genbasierte Vaterschaftstests noch lange nicht in Mode.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Bibel Recht hat und dass die Textfunde von Qumran ein Beweis für die korrekte Überlieferung des biblischen Textes ist.

Dass sich in der Bibel eine Menge erfüllter Prophetie findet, ist z. B. hier recht gut erklärt und aufgeführt: http://vck-web.org/erfuellte-prophetien

Wenn ich deine Beiträge lese, kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass du ebenso davon überzeugt bist, dass die Bibel Gottes wahres Wort ist. Warum setzt du dich so unter Druck und versucht nicht einfach mal ganz entspannt, die Bibel zu lesen und Gott im Gebet zu bitten, dass er dir hilft, sein Wort zu verstehen.

Zuerst könntest du das Johannes-Evangelium und danach den Epheser-Brief lesen...

Wobei du natürlich auch zuerst 1. Johannes 1,9 und danach alle Stellen über die Gnade Gottes im Römerbrief lesen könntest.

Martin Luther drohte daran zu zerbrechen, dass Gott den Menschen zürnt und sie in de Hölle schickt. Als er auf Jesus am Kreuz blickte, erkannte er Gottes Liebe und im Römerbrief verstand er Gottes Gnade und Barmherzigkeit. Dass wir alle Sünder sind, war für Luther ganz klar. Er hat selbst einige heftige Fehlentscheidungen getroffen (z. B. bezüglich der Bauernkriege oder in seiner Haltung gegenüber Juden). Trotzdem bzw. gerade deshalb war ihm klar, dass der Mensch nur durch den Glauben allein und durch Gottes Gnade zu Gott kommen kann ("sola fide" und "sola gratia"). Auch wusste Luther, dass die Wahrheit nicht in Lehren von Menschen liegt, sondern nur in der Bibel ("sola scriptura").

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