Beweise vor Arbeitsgericht--> Arbeitszeugnis?

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3 Antworten

Vorlegen musst du erst einmal gar nichts und solltest du auch nicht. Du bzw. dein Anwalt müssen erst einmal eine schlüssige Klage formulieren. Beweismittel sind prozessual erst der nächste Schritt. Vor dem Arbeitsgericht wird auf Klageeinreichung erst einmal ein Gütetermin bestimmt. Bis zu diesem Termin müssen keine großartigen Schriftsätze ausgetauscht werden. In dem Gütetermin geht es einzig und allein um die Frage ob eine gütliche Einigung möglich ist. Scheitert diese, kommt es zu einem Kammertermin. Bis zu dem Kammertermin muss jede Seite dem Gericht vortragen.

Wenn der Arbeitgeber dir ein Zeugnis mit der Bewertung vier ausgestellt hat, ob liegt es ohnehin grundsätzlich dem Arbeitgeber darzulegen und zu beweisen warum nur eine ausreichende Benotung. Umgekehrt ob liegt dir der Beweis respektive die Darlegung dafür, wenn du eine Benotung besser als befriedigend wünschst.

Deine Position klingt erst einmal nach einer Führungsposition. Da ist ein ordentliches Zeugnis für dein Lebenslauf absolut zielführend. Ich würde erst einmal den außergerichtlichen Weg ausreizen. Schlage dem Arbeitgeber ein konkret durch formuliertes Zeugnis vor. Dieses Zeugnis solltest du dir von einem Profi erstellen lassen. Vorlagen im Internet findest du viele, aber diese Vorlagen werden einer Führungsposition noch nicht einmal ansatzweise gerecht.

Anbei ein Link mit einigen vertiefenden Informationen zum Zeugnis

http://www.kanzlei-mudter.de/zeugnis.html

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Du kannst alles vor Gericht vorlegen. Bevor du klagst, solltest du den AG informieren. Evtl. knickt er dann doch ein. Richter sind idR Arbeitnehmerfreundlich und Zeugnisse müssen wohlwollend ausgestellt sein. Das wird dein AG wissen.

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Kommentar von User48572
09.02.2017, 22:21

Ja, wohlwollend ist eine gute 3. Damit kann ich gut leben. Allerdings nicht mit einer 4 oder gar einer 5 und schlechten Formulierungen zum Abgang. Daher denke ich, dass ich da auf jeden Fall Klage erheben werde. 

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Kommentar von Hemingways
09.02.2017, 22:25

Du kannst ihm auch Korrekturen zusenden, wie du es gerne hättest.
Und ihm ankündigen, dass du rechtliche Schritte einleiten wirst, falls er nicht darauf eingeht.
Hoffentlich hast du eine Rechtschutzversicherung.

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die brauchst du gar nicht, ein rundweg negatives Zeugnis darf gar nicht ausgestellt werden.

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Kommentar von User48572
09.02.2017, 22:16

Ich habe alles getan, was notwendig ist. Du hast bereits geantwortet. Anschließend wurde ich fast rausgeboxt und mit Burnout. Ich möchte auf jeden Fall durchsetzen. 

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