Bewegungsapparat und Muskulatur des Pferdes unter Einfluss verschiedener Reitweisen, Erfahrungen, Vorstellungen?

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5 Antworten

Ich würde Dich bitten, von Disziplinen und Reitweisen weg zu gehen. In jeder Reitweise und jeder Disziplin gibt es schwarze Schafe, die wissend was falsch machen und unzureichend ausgebildete, die unwissend Fehler machen und überall gibt es auch gute, die in ihrem Fach gesundheitsfördernd unterwegs sind.

Hier eine Reitweise oder eine Disziplin für Förderung oder Schwächung der biomechanischen Gesundheit verantwortlich zu machen, ist eine schwarz-weiß-Malerei, die die Reiterwelt seit inzwischen 20 Jahren zu einer Streiterwelt machen. Wichtig wäre, mit diesem Schubladendenken aufzuräumen und aufzuzeigen, dass es egal ist, was man macht, wenn man es nur so macht, dass Pferd und Reiter gesund bleiben.

Du findest Barockpferde, die unter 10 Jahren Knieprobleme haben, weil hier ein Missverständnis vorliegt und jemand meint, barock = künstlich absolut aufgerichtet, die Hinterhand nicht ordentlich drunter geritten und dann aber piaffieren und passagieren ... das ist für mich "Barock als Ausrede für schlampiges Reiten" ... und Du fandest bei Olympia in London einen 24jährigen Schimmel, der - sich bester Gesundheit erfreuend - die Vielseitigkeit mitlief und das nicht weit abgeschlagen.

kruemel84 13.02.2016, 11:32

Könntest du mir vielleicht den Namen des Schimmels verraten,der bei Olympia in der Vielseitigkeit mitlief?

Ich finds über google leider nicht....bin neugierig geworden;-)

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sukueh 13.02.2016, 12:06
@kruemel84

Das war auch mein erster Gedanke.... Eigentlich und theoretisch sollte die "Grundsatzreitlehre", die meiner Meinung nach durch die unterschiedlichen Reitstile verwässert oder gar ignoriert wird, ja dafür sorgen, dass sich ein Pferd gesund reiten lässt. 

Die Schäden, die eine bestimmte Disziplin bei einem Pferd hervorrufen mag, sind ja in der Regel dem Menschen geschuldet, weil der die Ausbildung oder das Reiten an sich nicht genug sorgfältig ausübt. Oder eben am Gewinndenken des Menschen. 

Deshalb gibt es ja heutzutage sowohl Freizeitpferde, die noch sehr jung ein Rentendasein fristen müssen wie auch Turnierpferde, die sich auch in einem höheren Alter noch aktiv reiten lassen oder gar an Turnieren teilnehmen können. 

Das liegt aber am Menschen/Reiter/Ausbilder/der Gewinnorientierung und meiner Meinung nach weniger an der Disziplin.

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Das ist eine Doktorarbeit, aber bestimmt keine Facharbeit für die Schule. Damit überforderst du dich komplett. Oder darfst du FAcharbeiten von 500 Seiten abgeben.

Also, da würde ich mit dem/der Lehrerin noch mal reden. Vermutlich ist er/sie kein Reiter, sonst hätte man dir das ausgeredet.

Hallo,

ich denke du solltest das Thema eingrenzen, denn diese Abhandlung würde bei weitem den Rahmen einer Facharbeit sprengen ;-) Dressur und Springen, etc. sind ja auch keine Reitweise, das "normale" Springen und die "nromale" Dressur bezieht sich ja meistens auf die englische Reitweise, ebenso wie der "Durchschnitts" Freizeitreiter. Reitweisen wäre, z.B. klassisch-akademisch, englisch, Legerte, alt kalifornisch, usw. usf. Also solltest du zuers entscheiden ob du über die verschiedenen Disziplin oder die verschiedenen Reitweisen berichtest.

Es beeinflusst definitiv den Muskelaufbau und die Art zu arbeiten. Ein sehr gutes Beispiel kann ich dir sogar von mir selbst geben: meine freundin und ich haben je einen Haflinger. Bei sind 10 Jahre alt und kommen aus der selben Zucht (sind väterlich sogar Halbbrüder) und wurde 2 Jahre vom selben Bereiter geritten. Dabei ging es um hübsch in Form gepresst werden. Balance und Lösung kannten die nicht. Ich bin dann zu meiner TGT Trainerin gegangen und habe bei ihr Dressurstunden genommen. Sie ist zu einer sehr beliebten Dressurtrainerin gegangen. Jetzt habe ich ein gut trainiertes Pferd das wirklich nach einem Sportpony aussieht und das meiner Freundin ist noch immer top in Form gepresst, läuft zwar optisch schön ist allerdings noch immer nur kaum und wenn an den falschen Stellen zu stark bemuskelt. Wir starten in den selben Prüfungen (E und A) und man kann wirklich immer sagen, dass ich vor ihr liege und das obwohl ich ,,nur" eine TGT und sie eine richtige Dressurtrainerin hat ...

Vielen Dank für die lieben Antworten, meine Lehrerin ist selber auch Reiterin und mittlerweile ist die Facharbeit auch schon lange hinter mir (und konnte mir eine gute Note einbringen ;) ) 

Selbstverständlich weiß ich, dass es sich nicht auf jeden Reiter beziehen lässt, allerdings sollte ich den allgemeinen Aufbau sowie die Einwirkungen nennen und dazu ein paar 'schwarze Schafe' einbringen, um die Maße der Auswirkung auch für einen Nicht-Reiter einschätzbar zu lassen 

Nochmal danke an alle ♥

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