Beweggründe zur Religionskritik Feuerbachs

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6 Antworten

Schau z. B. hier:

http://www.gottwein.de/Eth/RelKr01.php

Feuerbach war Materialist, der zunächst Theologie studierte und damit natürlich das nötige Rüstzeug für seine Kritik mitbekam. Er stellte schlicht und einfach den Menschen in den Mittelpunkt seiner weltanschaulichen Betrachtungen und kam zu dem Schluss, dass Gott nur eine "Reflexion" menschlicher Wünsche und Bedürfnisse ist.

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Gerstenk0rn 24.03.2013, 20:23

Vielen Dank das hat mir sehr weitergeholfen.
Allerdings frage ich mich noch, was Feuerbach zu dieser religionskritischen Haltung brachte.

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StornoKing 24.03.2013, 23:52
@Gerstenk0rn

Dazu solltest Du jeden fragen, der sich gegenüber jeglicher Religion kritisch verhält.

Und: Du solltest unterscheiden zwischen Religionen, die jeder mal sehr kritisch hinterfragen sollte, und den aufrichtigen Gläubigen, die entsprechend ihres Glaubensbekenntnisses an irgendwas oder irgendwen glauben, und v. a. danach handeln!

Auch solltest Du fragen: wer von denen, die ein Glaubensbekenntnis ablegen, hält sich so richtig dran???

Zu letzterem wirst Du wahrscheinlich kaum jemanden finden!

Und: alle werden angeblich trotzdem von irgendeinem "Gott" geliebt!!!

Ist das nicht schrecklich lächerlich!!

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Ich wüsste nicht, dass es da ein entscheidendes Ereignis gegeben hätte. Die Zeit war einfach reif für seine Kritik. Interessant ist, dagegen die Theologie Schleiermachers zu halten, der im Grunde fast das gleiche geschrieben hat, das aber gar nicht als "Kritik", sondern als Fortschritt oder damaligen Stand der systematischen Theologie verstanden und das ganze sogar zum Teil apologetisch gemeint hat, wenn man seine Schrift "Über die Religion: Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern" liest.

Ansonsten stand Feuerbach einfach in der Tradition des deutschen Idealismus nach Kant und hat die ganzen Gedanken konsequent umgesetzt. Ich wünschte mir, noch heute hätten soge- und selbsternannte "Religionskritiker" so viel Verstand wie Feuerbach, Marx oder gar Nietzsche. Was von den angeblichen "Neuen Atheisten" wie Dawkins und Co. abgeliefert wird, lässt mich als Christ fremdschämen.

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Die psychologische Begründung des Atheismus u.a. ( Illusions-Theorie Freuds)

Anthropologischer, humanistischer, philanthropischer, material.

Atheismus

= Atheismus im Namen des Menschen, der wirklichen Humanität

Gott ist nur die Projektion (= das Spiegelbild) des Menschen und seiner Wunschträume von Unsterblichkeit, Glück und Seligkeit: Der Mensch schuf Gott nach seinem Bild und Gleichnis. Der einzige Gott des Menschen ist der Mensch selbst. „Homo homini deus“.

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Bloodyrainbow 24.03.2013, 20:49

Was ihn wohl auch dazu führte war die Freundschaft mit Carl Daub

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Bloodyrainbow 24.03.2013, 20:57
@Bloodyrainbow

Sorry Gf. klemmt heut bei mir.

.....Carl Daub war später scharfer Dogmakritiker . Auch hörte er sich viele Lesungen Hegels zur Logik an welchen er sehr bewunderte. Schon als er "Gedanken über Tod und Unsterblichkeit" schrieb machte sich sein Abkehr bemerkbar. Zudem war er auch Anthropologie vieles passte da mit seiner "Logik" von dem von ihn verehrten Hegel nicht mehr zusammen.

Alles in allem eben.

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Rudi1963 25.03.2013, 12:25

Wobei: "Gott" bedeutet auch so viel wie: "Hauptsache im Leben"; es kann auch etwas materialistisches sein - z.B. ein Auto oder Fußballverein.

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War Schüler Hegels. Führte einige Gedanken Hegels konsequent weiter

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bei google kannst du auch nichts geistiges finden.


die seele feuerbachs wurde aus dem geistigen heraus präpariert, das etablierte in religionen nicht mehr ausstehen zu können.


daher seine kritik

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