Beweggründe zur Religionskritik Feuerbachs

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Schau z. B. hier:

http://www.gottwein.de/Eth/RelKr01.php

Feuerbach war Materialist, der zunächst Theologie studierte und damit natürlich das nötige Rüstzeug für seine Kritik mitbekam. Er stellte schlicht und einfach den Menschen in den Mittelpunkt seiner weltanschaulichen Betrachtungen und kam zu dem Schluss, dass Gott nur eine "Reflexion" menschlicher Wünsche und Bedürfnisse ist.

Vielen Dank das hat mir sehr weitergeholfen.
Allerdings frage ich mich noch, was Feuerbach zu dieser religionskritischen Haltung brachte.

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@Gerstenk0rn

Dazu solltest Du jeden fragen, der sich gegenüber jeglicher Religion kritisch verhält.

Und: Du solltest unterscheiden zwischen Religionen, die jeder mal sehr kritisch hinterfragen sollte, und den aufrichtigen Gläubigen, die entsprechend ihres Glaubensbekenntnisses an irgendwas oder irgendwen glauben, und v. a. danach handeln!

Auch solltest Du fragen: wer von denen, die ein Glaubensbekenntnis ablegen, hält sich so richtig dran???

Zu letzterem wirst Du wahrscheinlich kaum jemanden finden!

Und: alle werden angeblich trotzdem von irgendeinem "Gott" geliebt!!!

Ist das nicht schrecklich lächerlich!!

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Ich wüsste nicht, dass es da ein entscheidendes Ereignis gegeben hätte. Die Zeit war einfach reif für seine Kritik. Interessant ist, dagegen die Theologie Schleiermachers zu halten, der im Grunde fast das gleiche geschrieben hat, das aber gar nicht als "Kritik", sondern als Fortschritt oder damaligen Stand der systematischen Theologie verstanden und das ganze sogar zum Teil apologetisch gemeint hat, wenn man seine Schrift "Über die Religion: Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern" liest.

Ansonsten stand Feuerbach einfach in der Tradition des deutschen Idealismus nach Kant und hat die ganzen Gedanken konsequent umgesetzt. Ich wünschte mir, noch heute hätten soge- und selbsternannte "Religionskritiker" so viel Verstand wie Feuerbach, Marx oder gar Nietzsche. Was von den angeblichen "Neuen Atheisten" wie Dawkins und Co. abgeliefert wird, lässt mich als Christ fremdschämen.

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