Bewährung nur 2 Jahre?

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6 Antworten

Das geschieht in der Regel deshalb:


Strafgesetzbuch (StGB)
§ 56 Strafaussetzung


(1) Bei der
Verurteilung zu Freiheitsstrafe von nicht mehr als einem Jahr setzt das
Gericht die Vollstreckung der Strafe zur Bewährung aus, wenn zu erwarten
ist, daß der Verurteilte sich schon die Verurteilung zur Warnung dienen
lassen und künftig auch ohne die Einwirkung des Strafvollzugs keine
Straftaten mehr begehen wird. Dabei sind namentlich die Persönlichkeit
des Verurteilten, sein Vorleben, die Umstände seiner Tat, sein Verhalten
nach der Tat, seine Lebensverhältnisse und die Wirkungen zu
berücksichtigen, die von der Aussetzung für ihn zu erwarten sind.

(2)
Das Gericht kann unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 auch die
Vollstreckung einer höheren Freiheitsstrafe, die zwei Jahre nicht
übersteigt,
zur Bewährung aussetzen, wenn nach der Gesamtwürdigung von
Tat und Persönlichkeit des Verurteilten besondere Umstände vorliegen.
Bei der Entscheidung ist namentlich auch das Bemühen des Verurteilten,
den durch die Tat verursachten Schaden wiedergutzumachen, zu
berücksichtigen.

(3)
Bei der Verurteilung zu
Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten wird die Vollstreckung
nicht ausgesetzt, wenn die Verteidigung der Rechtsordnung sie gebietet.

(4)
Die Strafaussetzung kann nicht auf einen Teil der Strafe beschränkt
werden. Sie wird durch eine Anrechnung von Untersuchungshaft oder einer
anderen Freiheitsentziehung nicht



nicht.

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Weil im § 56 StGB durch den Gesetzgeber abschließend bestimmt ist, dass nur Strafen bis maximal 2 Jahre Gesamtdauer zur Bewährung ausgesetzt werden dürfen. Bei darüber liegenden Strafen geht der Gesetzgeber davon aus, dass der Verurteilung eine (oder mehrere) so schlimme Straftaten zugrunde liegen, dass der Täter eine zweite Chance (Bewährung) nicht verdient hat.

Man kann sicher politisch diskutieren, ob diese Grenze angehoben werden soll, zum Beispiel auch auf drei Jahre. Die aktuelle gesetzliche Situation macht aber bei zwei Jahren den Deckel drauf, sodass sich die Gerichte an diese Obergrenze halten müssen und keinen Spielraum haben.

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Das ist situationsabhängig, unter Anderem von der Straftat. Eine Bewährung muss mindestens 2 Jahre betragen. Aber es gibt durchaus Bewährungszeiten von 3 Jahren, kann sogar bis zu 5 Jahren gehen.

Festgelegt wurde das in § 56a STGB, dort kannst du es nachlesen.

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Weil das StGB dies nicht hergibt.

Bei Freiheitsstrafen von mehr als 1 Jahr gibt es auch nicht in allen Fällen Bewährung.

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Kommentar von marcussummer
21.07.2016, 11:01

Bei unter einem Jahr ist eine Bewährungsaussetzung auch nicht Pflicht, sondern nur der Regelfall.

1

Irgendwo muss man ja eine Grenze ziehen oder will man bei Mord sonst lebenslänglich auf Bewährung geben?

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Kommentar von lsfarmer
21.07.2016, 10:57

nein mur es wird ja in der Praxis nur 2 jahre angewendet.

0

§ 56a StGB
Bewährungszeit

(1) Das Gericht bestimmt die Dauer der Bewährungszeit. Sie darf fünf Jahre nicht überschreiten und zwei Jahre nicht unterschreiten.



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Kommentar von Barolo88
21.07.2016, 10:55

falsche Antwort auf die Frage

1
Kommentar von oki11
21.07.2016, 10:58

Doch - leider falche Antwort


Der Fragesteller wollte wissen, warum es die 2 Jahresgrenze gibt - also warum man nur bis 2 Jahre Strafe auf Bewährung bekommt und nicht ggf. auch bei 3.

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