Bewährung aber gegen die Auflagen verstoßen.

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3 Antworten

In § 56f StGB heißt es:

Das Gericht widerruft die Strafaussetzung, wenn die verurteilte Person

  1. in der Bewährungszeit eine Straftat begeht und dadurch zeigt, daß die Erwartung, die der Strafaussetzung zugrunde lag, sich nicht erfüllt hat,
  2. gegen Weisungen gröblich oder beharrlich verstößt oder sich der Aufsicht und Leitung der Bewährungshelferin oder des Bewährungshelfers beharrlich entzieht **und dadurch Anlaß zu der Besorgnis gibt, **daß sie erneut Straftaten begehen wird, oder
  3. gegen Auflagen gröblich oder beharrlich verstößt.

Bei der Auflage, den Abschluß zu machen bzw. die Schule zu besuchen, handelt es sich genau genommen um eine "Weisung", nicht um eine "Auflage". Der Unterschied besteht - deshalb hab ichs fett gemacht - darin, daß der Verstoß dagegen alleine noch nicht ausreicht, um die Bewährung zu widerrufen. Es muß gleichzeitig die Befürchtung bestehen, daß Du neue STraftaten begehen wirst, WEIL Du Dich nicht an die Weisung hältst. Wenn es gegen Dich keine neuen ERmittlungsverfahren gibt, brauchst Du Dir deshalb keine allzu großen SOrgen machen. Sollte es tatsächlich zu einem Widerruf der Bewährung kommen, solltest Du DIch SOFORT an einen REchtsanwalt wenden und gegen den Beschluß dann sofortige Beschwerde einlegen.

Theoretisch ja, weil du ja eine Straftat begangen hast, für die du nur nicht ins Gefängnis musst, weil du dich bewähren sollst. Da du es aber nicht geschafft hast, dich zu bewähren, könnte man dich ins Gefängnis stecken - ob das getan wird, ist eine andere Frage ... Aber ich würde mich an deiner Stelle schonmal damit abfinden, dass du ins Gefängnis musst ...

Wenn Du gegen die Auflagen verstoßen hast, können sie das. Und von DIREKT ins Gefängnis kann ja nicht die Rede sein, immerhin gab's erstmal Bewährung.

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