Bevindet sich die Firma im Lieferverzug?

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3 Antworten

eigentlich nicht, steht unverbindlicher Liefertermin? dieser Termin kann locker überschritten werden

wenn stehen würde Verbindlich und die Ware kommt nicht zum Datum, das wäre ein Lieferverzug.

Theresa12345 30.06.2017, 15:16

Es stant dort das Aus gemacht war das die ... Firma bis zum 02.07.2017 lifern sol. Und das wir eine Auftrags bestätigung erhalten haben.

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Mojoi 30.06.2017, 15:22
@Theresa12345

Wäre aus dem T-Shirtaufdruck zu erkennen, dass es eine Terminware ist?

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Theresa12345 30.06.2017, 15:26
@Mojoi

Es würde das Fierman logo und "1. Bamberger Unther nemens lauf" drauv stehn.

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Der Kaufvertrag enthält nur einen normalen Liefertermin. Es gibt zwar den sogenannten "Fixkauf", aber dafür hätte das Wort "fix" beim Liefertermin stehen müssen.

Heute ist erst der 30.6. - das ist noch vor dem eigentlichen Liefertermin. Der Lieferant hat erklärt, dass er zu diesem Termin nicht liefern kann. Das ist eine "Selbstinverzugsetzung". Der Lieferant befindet sich also im Lieferungsverzug.

Du kannst jetzt vom Vertrag zurücktreten. Außerdem kannst du einen "Schadenersatz durch Nichterfüllung" geltend machen. Dazu brauchst du aber einen "Schaden" - weil du dir z. B. die T-Shirts woanders machen lässt und das teuerer für dich wird. 

Das sieht mir ein wenig nach Legasthenie aus. Dafür hast du den Sachverhalt aber ziemlich gut und verständlich rübergebracht. Kompliment!

Der Lieferant kann sich nur bei höherer Gewalt aus der Affäre ziehen. Nun sagt er ganz lapidar, dass die Maschine kaputtgegangen ist.

Sie kann aus tausenderlei Gründen kaputtgegangen sein. Einer davon ist ein Meteoriteneinschlag (=höhere Gewalt) und ein anderer unterlassene (aber vorgeschriebene) Wartungen (keine höhere Gewalt).

Hier muss man ein bisschen herbeifabulieren: Wenn es höhere Gewalt gewesen wäre, hätte der Lieferant das sicherlich explizit erwähnt und auch glaubhaft gemacht. Daher muss man hier eher unterstellen, dass der Lieferant den tatsächlichen Ausfallgrund kaschieren möchte, was nur bei selbstverschuldetem Ausfall plausibel ist.

Wir unterstellen also, dass der Lieferant schuldhaft in Verzug gerät, und somit die negativen Konsequenzen zu tragen hat.

Die naheliegendste: Mit einem angemessenen Zeitfenster ankündigen, dass man sich die T-Shirts anderweitig erstellen wird und etwaige Mehrkosten dem Lieferanten aufbürdet.

Angemessener Zeitrahmen: Bis zum erwarteten Fertigstellungstermin sind es nur noch drei Arbeitstage. Da ist kein Zeitrahmen mehr, um auf eine Reaktion des Lieferanten zu warten. Deswegen kann man das Zeitfenster auf weniger als einen Tag beschränken - im heutigen Kommunikationszeitalter kein Problem mehr.

Hinzu kommt: Wenn der Lieferant erst heute mitteilt, dass die Maschinen für die Auftragsfertigstellung zum 02.07.17 ausgefallen sind, dann hat er ohnehin viel zu spät mit der Produktion beginnen wollen. Ein sehr starkes Indiz, dass da was im Argen liegt.

Eine zeitliche Verschiebung der Fertigstellung musst der Auftraggeber auch nicht hinnehmen, da die beauftragte Sache für einen einmaligen, unverschiebbaren Termin vorgesehen ist.

 

Theresa12345 30.06.2017, 15:20

Danke für die Antword. Ja ich habe Legasteni.

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Mojoi 30.06.2017, 15:24
@Theresa12345

Eins noch: Durch die unbedingte Terminvereinbarung wird sich der Lieferant am 02.07.2017 in Lieferverzug befinden, ohne dass der Auftragnehmer in ausdrücklich in Verzug setzen muss.

Spätestens ab 3.7.17 darf der Auftraggeber im obigen Sinne tätig werden.

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