Beule am Bein die nicht weg geht?

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2 Antworten

Am Schienbein gibt es nur sehr wenig Fett- und Muskelmasse, die einen Stoß/ Tritt/ Sturz abfedern könnten. Deshalb werden dort liegende Gefäße und das Gewebe unmittelbar gegen den Schienbeinknochen, der vergleichsweise dicht unter der Haut liegt, gequetscht und verletzt. Auch die Kochenhaut kann dadurch relativ leicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Durch die fehlende Polsterung beschränkt sich die stumpfe Gewalteinwirkung auf ein relativ kleines Areal und die geringere Druckverteilung führt somit zu deutlicheren Schädigungen. Blut und Lymphflüssigkeit sammeln sich an der Verletzungsstelle, was zu einer Schwellung führt, die wegen der oben beschriebenen Faktoren sehr ausgeprägt erscheint. Sind Blutgefäße verletzt, verfärbt sich die Schwellung zunächst. Die hartnäckige Beule bleibt wegen folgender Gründe teilweise jahrelang bestehen: 1. Bluterguss und Lymphflüssigkeit werden nur sehr langsam abgebaut, weil am Schienbein nur wenige Muskeln mit ihren pumpenden Kontraktionen für den Abtransport der überschüssigen Flüssigkeiten sorgen können. 2. Die Verletzungen am Gewebe/ den Gefäßen/ der Knochenhaut werden zunächst durch einen Überschuss an neuem Gewebe repariert, der sich jedoch durch die alltägliche Nutzung der betroffenen Körperregion wieder reguliert. Dies geschieht durch die normale Beanspruchung der Muskeln, Sehnen des umliegenden Gewebes, was jedoch am Schienbein - genau - nur marginal zum Einsatz kommt. 3. Die beweglichen Flüssigkeiten sind nach einiger Zeit abgebaut, Bluterguss und Knochenanbau aber verhärten und bilden eine relativ feste Schwellung, die auf das umliegende Gewebe mit seinen ungepolsterten Nerven drückt und dadurch Mißempfindungen wie Ziehen/ Spannen bei Bewegung und/ oder Taubheitsgefühle hervorruft.

Erste medizinische Maßnahmen: http://www.med-library.com/prellung-schienbein-behandlungsformen-ueberblick-vergleich-therapieformen/

"Eine Prellung des Schienbeines gehört zu den häufigsten Verletzungen beim Sport und bei Unfällen. Richtig behandelt, können die Schmerzen bald gestillt und ein Abschwellen des Hämatoms unterstützt werden. Idealerweise soll bei einer Prellung des Schienbeines die Behandlung zeitnah erfolgen. Dazu gehört, das Bein ruhig zu stellen, hoch zu lagern und zu kühlen. Das Bein sollte die nächsten Tage nicht belastet werden. Ein Eisbeutel sollte jeweils nicht länger als 20 Minuten aufgelegt werden, um keine Verschlimmerung zu bewirken. (...) Auch Eisspray oder kaltes Wasser kann regelmäßig eingesetzt werden. Außerdem ist ein Kompressionsverband sinnvoll. Eine Ruhigstellung des Beines ist trotz Kompression erforderlich und Sport sollte nicht ausgeübt werden. Wer gleichzeitig kühlen möchte, sollte zuerst die Kompression anlegen und darüber den Kühlbeutel. Bei einer schweren Schienbeinprellung kann eine Punktion durch einen Arzt erforderlich werden. Auch eine Operation (Drainage) kann in Frage kommen. Zu unterlassen sind bei einer Schienbeinprellung jegliche Massagen am schmerzenden Bein. Auch Wärme kann zu Schädigungen führen. Auf ein Vollbad sollte bei einer akuten Schienbeinprellung daher zunächst möglichst verzichtet werden. Eine zu lange Ruhigstellung des Beines über Wochen hinaus kann sich negativ auf die Beweglichkeit auswirken. Daher sollte nach einer bzw. zwei Wochen angefangen werden, das Bein vorsichtig zu bewegen."

Bildet sich die Schwellung nicht von allein wieder zurück oder bleiben Beschwerden bestehen, unbedingt einen Arzt aufsuchen! Erste Anlaufstelle ist der Hausarzt, der dann aufgrund seiner Fachkenntnis an einen Spezialisten überweist.

habe das selbe problem. scheinbar dauert der heilungsprozess sehr lange

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