Betrunken Unfall gebaut mit 4 weitern Mitfahrer und Soldat?

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3 Antworten

Das was von Seiten der BW auf Dich zukommen kann hat @Alpako995 ja schon dargelegt - da kenne ich mich auch nicht aus.

Du wirst mit einem Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs rechnen müssen.
Der BAK-Wert ist für die Einordnung zunächst nicht weiter wichtig, schon mit mehr als 0,3‰ und Unfallfolge zählt es als Straftat.

In den nächsten 2-4 Monaten wirst Du einen Strafbefehl mit dem Urteil erhalten, mündlich verhandelt wird nur selten.
Zu rechnen ist mit einer Geldstrafe von 30-60 Tagessätzen, also dem 1-2 -fachen Deines Monats-Netto-Soldes.
Außerdem ist mit der Entziehung der Fahrerlaubnis zu rechnen, vorläufig wurde das ja wohl schon getan? Anschließen wird sich eine Sperrfrist von etwa 12 Monaten.

Vor Neuerteilung der FE kann eine MPU gefordert werden.

Sollte jemand verletzt worden sein kann es auch ohne Anzeige der Betroffenen ein Strafverfahren diesbezüglich geben - das wird aber meist folgenlos eingestellt.

Für den Fremdschaden wird Dich die KFZ-Haftpflicht bis zu 5000€ in Regress nehmen. Den Sachschaden am eigenen Auto ersetzt Dir niemand.

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Kommentar von ElTurco32
29.05.2016, 21:01

Ich werde eh alle Konsequenzen akzeptieren da es ein Riesen Fehler von mir war und ich selbst dran schuld bin. Mir einzigste sorge ist mein Job bei der Bundeswehr den will ich aufgarkeinfall verlieren :/

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Eine Entlassung kann gemäß § 55 Abs. 5 Soldatengesetz innerhalb der ersten 4 Dienstjahre erfolgen, wenn der Soldat seine Dienstpflichten schuldhaft verletzt und sein weiteres Verbleiben im Dienst die militärische Ordnung ernstlich gefährden würde. 

Zwar wurden die Dienstpflichten schuldhaft verletzt (uns zwar § 17 Abs. 2 Satz 2 Soldatengesetz). Allerdings besteht bei einer erstmaligen außerdienstlichen Trunkenheitsfahrt nochg keine ernstliche Gefährdung der militärischen Ordnung. Ich vermute, der Kamerad wird einen sogenannten "Ausdrücklichen Hinweis" bekommen, was soviel ist wie eine Abmahnung. 

Eine einfache Disziplinarmaßnahme kann wegen § 16 WDO nicht verhängt werden. Für ein gerichtliches Disziplinarverfahren reicht der Sachverhalt nicht aus. Sollte die Wehrdisziplinaranwaltschaft Vorermittlungen aufnehmen (z.B. um Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft zu bekommen), dann wird es vermutlich eine Absehensverfügung geben. Angeschuldigt wird die Sache aber sicher nicht. 

Insofern wird dienstlich wohl außer einem statusrechtlichen Ausdrücklichen Hinweis nichts passieren. 

Übrigens; Der Verlust des Führerscheins muss dem KpChef gemeldet werden. Der BW-Führerschein muss vom Chef ans Militärkraftfahramt zurückgeschickt werden. Nach Ablauf der Sperrzeit kann aber die militärische Fahrerlaubnis auch wieder zurückerlangt werden.  

www.bundeswehrforum.de/forum/index.php?topic=32020.0

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Kommentar von ElTurco32
29.05.2016, 20:58

Ich habe noch keinen Dienstführerschein gehabt aber danke für die ausführliche Antwort ich gehe morgen früh gleich mit meinem VP zu meinem KpChef und Schilder ihm alles so wie alles zustande kam und werde die Konsequenzen auch akzeptieren müssen.

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mindestens 1-2 Stunden gedauert hat bis mir Blut abgenommen wurde

die Zeit spielt keine Rolle, kann locker hochgerechnet werden; ausgehend vom Körperabbau von 0,1 %o/h

Auch im Zivilbereich ist der Lappen mind. ein Jahr weg. 

in manchen Bundesländer ist das bereits eine Straftat. 

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