Betrugsversuch, wenn Minderjährig im Internet eingekauft?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

"ich habe angegeben, dass ich volljährig bin, obwohl ich ja minderjährig bin."

Das ist das Problem von Amazon.

Wenn der Anbieter keine eindeutigen Identifizierungsprüfungen hat, dann ist das sein Risiko - Dir kann nichts passieren - das Rechtsgeschäft ist von Anfang an schwebend unwirksam gewesen - die Eltern können ihre Zustimmung zu diesem Rechtsgeschäft verweigern; damit wird das Rechtsgeschäft unwirksam - daran ändert auch Deine Falschangabe des Alters nichts. Bei einem unwirksamen Rechtsgeschäft kann man auch nicht gegen die AGB verstoßen, weil sie schlicht irrelevant sind.

Zudem hast Du ja nicht gegen die AGB verstoßen sondern Amazon, wenn sie in Ihren AGB stehen hat, daß man an Minderjährige nichts verkauft - damit sie ihre eigenen AGB einhalten können, müssen sie auch entsprechende Identitätsprüfungen vornehmen.

Wie "Ronox" schon geschrieben hat, versucht man Druck aufzubauen - hier könnte ggf. sogar Nötigung vorliegen, da Amazon inzwischen ja über Deine Minderjährigkeit informiert wurde.

Deine Eltern sollten sicherheitshalber Amazon gegenüber schriftlich erklären, daß sie zu dem abgeschlossenen Rechtsgeschäft keine Zustimmung erteilen und damit das Rechtsgeschäft unwirksam ist - damit hat es sich dann...

Die Ware ist ja wieder zurückgegangen - Geld ist nicht geflossen, da das Konto nicht gedeckt war - sonst hätten sie das zurückzahlen müssen - es braucht übrigens auch kein Schadenersatz oder Aufwendungsersatz geleistet werden

Ein Betrug oder eine Betrugsabsicht liegt nicht vor.

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Super, vielen Dank für die ausführliche Antwort! ;)

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(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Zum Betrug wird es erst, wenn du dir durch diese falche Altersangabe das Produkt kostenlos sichern wolltest, handelt es sich um Betrug. Solange der Wille zur Zahlung vorhanden war.

Es war nicht deine Absicht einen Vorteil zu erlangen und du wolltest auch nicht das Vermögen eines anderen beschädigen.


Der fehlende Straftatbestand zum Betrug ist die Bereicherungsabsicht. Diese war bei dir ja nicht der Fall.  Ein falsches Alter anzugeben stellt alleine noch keinen Betrug dar, erst wenn man sich dadurch einen Vermögensvorteil zum Schaden anderer verschafft. Aber dann greift auch das Jugendstrafrecht.

Online mit Amazon Payment bezahlt, Zahlung fehlgeschlagen aber dennoch Email mit Zahlungsbestätigung erhalten, wieso?

Hi,

habe am Wochenende bei Amazon etwas gekauft und per Lastschrift bezahlt und gestern die nachricht erhalten, dass man den Betrag nicht abbuchen konnte, weil das Konto nicht gedeckt war. Die Versicherung hatte 3 größere Beträge abgebucht, die ich ganz vergessen hatte. Habe dann umgehend Geld auf mein Konto eingezahlt und den Betrag an Amazon überwiesen. Geld müsste frühestens heute drauf sein spätestens freitag. Habe dann vorhin versucht Gardinen bei einem Online Shop für Gardinen zu bestellen und wählte Amazon Payments aus Zahlungsart, da man dies anbot, daraufhin stand dort in rot, dass es ein Problem bei der Zahlungsart gab. Bekam dann zu meiner Überraschung eine E-Mail von Amazon, die besagt, dass ich eine Zahlung an den Onlineshop Jalousiescout genehmigt habe. Da steht außerdem, dass das Konto erst belastet wird, wenn Jalousiescout den Betrag einzieht. Was heißt das jetzt, hat jemand Erfahrung damit gemacht? Hat die Bestellung jetzt funktioniert oder nicht? Danke

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