Betrugsanzeige welche Strafe?

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9 Antworten

Mal ganz ruhig.
Nur weil es eine Anzeige gibt, heißt das noch lange nicht, dass da auch was bestraft wird.
Formal wäre es zwar besser mit Anwalt hinzugehen, aber notfalls geht es auch ohne.
Du solltest halt nur die Fragen exakt so beantworten wie sie gestellt sind und im Zweifelsfall lieber detailliert nachfragen.

Wenn der Vertrag tatsächlich ein festes Ablaufdatum beinhaltet, dann sind beide Parteien daran gebunden.
Und deshalb würde ich - an Deiner Stelle - keine Anstalten machen die Summe vorher zu überweisen.
Ich denke mal, dass Du nichts zu befürchten hast, weil Du eben nichts falsch gemacht hast.

Es geht jetzt ausschließlich um eine Aussage. Vermutlich müsstest Du da nicht mal hingehen !
Die Polizei wird in gar keinem Fall irgendeinen Schuldspruch aussprechen.
Es geht ausschließlich darum, ab überhaupt Anklage erhoben wird.
Und davon würde ich - wie oben geschrieben - nicht ausgehen ...

Ach übrigends: Wenn Deine Ex mit Anwalt da ist, bist Du gut beraten dem Anwalt keine Fragen zu beantworten. Der bringt es nämlich u.U. fertig Dich als geständigen 'Sünder' darzustellen. Es ist ein Entgegenkommen von Dir, vorher die Summe zurückzuerstatten um der 'armen' Ex ein letztes Mal zu helfen !

Wenn es hart auf hart kommt, kommst Du um den Anwalt nicht rum.
Aber dafür kannst Du u.U. auch Prozesskostenbeihilfe beantragen. Aber soweit sind wir noch nicht, und ich glaube auch nicht, dass es dazu kommen wird.
Laß Dich nur nicht einschüchtern !

Viel Erfolg ...

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Wenn ihr einen Vertrag mit Zahlungsziel zum 31.12.16 hattet -> sehe ich da erst mal keinen Betrugsversuch durch dich. Die Frist ist schließlich nicht abgelaufen.

Außerdem: Deine Freundin verwechselt wohl Straf- und Zivilrecht. Selbst wenn die Ermittlungen einen Betrugs(versuch) ergeben -> über den Strafantrag kommt sie nicht an ihr Geld.

Mehr noch: Auf sie kann jetzt folgendes zukommen -> § 164 StGB

https://de.wikipedia.org/wiki/Falsche_Verd%C3%A4chtigung

So wie du deine Sicht schilderst gehe ich von einem versuchten Racheakt aus. Sie wollte dir jetzt noch eins reinwürgen. Das geht jetzt - basierend auf deinen Angaben - nach Hinten los.

Mag ja sein das die Staatsanwaltschaft derzeit noch von anderen Fakten ausgeht, evtl. ist das mit dem vereinbarten Zahlungsziel von deiner Freundin beim Erstatten der Anzeige »vergessen worden«.

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Grüß dich,

also ich seh hier keinen Betrug

Strafgesetzbuch (StGB)
§ 263 Betrug

(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

Wo sollst du denn die Absicht gehabt haben, dir einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, wenn du das Geld zurückzahlen wolltest und der Vertrag bis Ende dieses Jahres läuft?

Ich glaub auch eher, dass deine Ex-Freundin bei der Anzeigenerstattung dieses Detail (nämlich den schriftlichen Vertrag) "vergessen" hat.

Was jetzt schon noch interessant wäre: Wieso musst du gleich zur KriPo? Also wir (Wirtschaftsabteilung) machen sowas nicht, das ist eher was für den Ermittlungsdienst, sprich Schutzpolizei.

Unabhängig davon hat deine Ex wohl nicht verstanden, dass sie ihr Geld auch bei einer "Betrugsverurteilung" nicht von dir zurückbekommt... das ist Zivilrecht...

Also ganz ehrlich: In so einem Fall würde ich doch direkt ein Anzeige  "Vortäuschen einer Straftat" und "Verleumdung" ggü. deiner Ex in Betracht ziehen...

Und zu deiner Frage: Wenn das alles so ist, wie du schilderst, hast du überhaupt keine Strafe zu befürchten. Es liegt einfach keine Straftat vor!

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Kommentar von Hammer3339
08.09.2016, 14:37

Was mich ganz erhlich verwundert hat ist, dass sie meine Adresse nicht angegeben hat, und ich morgens dann von der Kripo aus dem Bett geschmissen worden bin, die haben sehr früh geklingelt und ich kam von der Nachtschicht heim. Als ich aufmachte fragten sie mich ob ich die Person sei und haben gefragt wann ich lust habe auf dem Revier vorbei zuschauen. Als ich so ein bisschen meine Sicht der Lage geschildert habe, waren sie sehr freundlich und sie wussten auch nichts von einem Vertrag, der wurde nicht eingereicht, als sie die Anzeige erstellt hat, nur ein bruchteil des E-Mail verkehrs. Als ich dann Mittags mit den Herren von der Kripo telefonisch gesprochen habe, um einen Termin auszumachen und Ihnen die Frist genannt habe, sagte er: "Oh da ist ja noch viel Zeit bis zum 31.12"

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Ich bin der Meinung, wenn ihr schriftlich (mit beiderseitiger Unterschrift) vereinbart habt, auf die Rückzahlung der kompletten Summe bis 31.12.2016, dann kann man nicht auf Betrug pochen.

Kommt halt auch darauf, wielange der Vertrag her ist und ob du nicht wenigstens mal anfangen hättest können, jeden Monat was zurückzuzahlen.

Wenn du nicht viel verdienst und dir einen Anwalt nicht leisten kannst, geht das dann, die Summe auf einmal zu zahlen? Je nachdem wird die Bank da auch nicht mitmachen, wenn du zu wenig verdienst.

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Kommentar von Hammer3339
08.09.2016, 14:03

Ich leihe mir das Geld von der Familie und muss es dort zurück zahlen. Was aber kein Problem ist. Ich habe versucht mich mit Ihr per Mail zu einigen, aber sie wollte erst eine monatliche Abstotterung, womit ich einverstanden war und dann wollte sie 30 minuten später den Betrag komplett bis zum 30.09.2016. Der Vertrag ist vom Juli 2016

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Du hast gar nichts falsch gemacht.
Einen Anwalt brauchst Du nicht.

Ich würde mir an Deiner Stelle überlegen die Ex wegen Vortäuschung einer Straftat o. ä. anzeigen würde.

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Ich schließe mich den bisherigen Meinungen an. Deine Freundin behauptet unwahre Dinge über dich, beschäftigt damit zu unrecht Staatsanwalt und Kripo nur um sich zu rächen. Dir wird nichts passieren. Sie aber wird ordentlich eine auf den Deckel bekommen.

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Wenn Du einen Vertrag mit der Deiner Ex hast, welche auch von Ihr Unterschrieben wurde und alles schriftlich belegen kannst, dann sehe ich keinen Grund, dass Du wegen Betrugverdachts in rechenschaft gezogen werden solltest.

Also ich würde ganz entspannt zur Kripo.

Die Polizei sind halt verpflichtet dieses Nachzugehen.

Es ist vielmehr zu prüfen, ob Du Deine Ex wegen Verleumdung und Falschaussage anzeigen kannst.

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Es kann Dir nichts passieren.

Unter den gegebenen Umständen würde ich auch das Geld noch nicht überweisen. Laut Vertrag hat da bis zum 31.12.2016 Zeit, kannst ihr ja ein Weihnachtsgeschenk machen und es am 22.12.16 überweisen.

Nimm den Vertrag mit zur Polizei. Dort kann eine Kopie zu den Akten genommen werden. Weiter solltest Du außer den erforderlichen Angaben zur Person nichts weiter zur Sache sagen.

Auf die hier empfohlene Gegenanzeige würde ich verzichten, das bringt nicht viel und macht Dich auch nicht glücklicher.

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Ich bin kein Anwalt, kann also keine rechtsverbindliche Auskunft geben.
Ich kenne aber aus meinem eigenen Leben ähnlich gelagerte Fälle.

Ihr habt einen schriftlichen Vertrag (sehr gut!!), und der läuft noch bis Ende des Jahres. Erst bis dahin musst du die Summe zurückgezahlt haben.
Du hast also bisher nicht gegen die Vertragsbestimmungen verstoßen, ergo liegt hier auch kein Betrug oder Betrugsversuch vor. Zumal es sich hier auch nicht um Betrug sondern höchstens um Unterschlagung handeln würde.

In meinen Augen kann dir deine Ex gar nichts wollen. Erst wenn der 31.12.2016 fruchtlos verstrichen ist, sprich du hast bis dahin nichts gezahlt, DANN kann sie rechtlich gegen dich vorgehen.

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