Betrug von Dentasmile

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5 Antworten

Sollen wir dies weiterhin ignorieren oder was sollen wir nun tun?

Das kann man (bis dann ggf. ein gerichtlicher Mahnbescheid kommt) auch ignorieren. Man kann dem Inkassounternehmen aber auch mitteilen, dass der Vertrag widerrufen worden ist. Je nach Zeitpunkt des Vertragsschlusses reicht hierzu die bloße Rücksendung der Ware nicht mehr aus.

Hinsichtlich des Medikaments dürfte es wohl aber schon an einem Vertrag mangeln.

mepeisen 08.09.2014, 23:31

Je nach Zeitpunkt des Vertragsschlusses

Möchte das nochmal betonen. Denn da hat sich im Zuge der Angleichung innerhalb der EU für uns deutsche Verbraucher leider vor Kurzem etwas zum Negativen verändert. Das Einfache Rücksenden genügt nicht mehr aus. Man muss nun auch seinen Widerruf explizit erklären. Stichtag ist der 13. Juni 2014.

Das bezieht sich wohlgemerkt nicht auf den unverlangt zugesandten Artikel, sondern nur auf die Zahnpasta...

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Auf der website ist nichts zu finden, dass ein wieteres Medikament mitversendet wird. Wenn das mit dem Medikament irgendwo "Versteckt" steht, dann ist das nicht legitim. Für alle Fälle solltet ihr aber eine Rechtsberater aufsuchen oder euch an den Verbraucherschutz selbst wenden, bestimmt seid ihr nicht die einzigen.

Turbomann 08.09.2014, 22:48

@ Latexdoctor

Ich habe auf der Seite auch nichts gefunden, aber wenn hier von Facebook (wird in der Frage oben erwähnt) aus, über einen Werbelink bestellt wurde, dann sieht das doch anders aus oder?

Müssten in dem Link nicht auch AGB zu finden sein, oder irre ich mich hier?

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mepeisen 08.09.2014, 23:37
@Turbomann

AGB sind irrelevant. Wenn der Preis nicht klar ausgezeichnet ist, kann das bereits Betrug sein.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Beteiligten das auch wissen und nach einem deutlichen Wink auch aufgeben. Klagen werden sie vermutlich nie, dazu müssten sie einen nie geschlossenen Vertrag beweisen.

Ich würde dem Inkasso folgendes schicken per Einschreiben: "Wertes Inkassobüro. Ich habe mich informiert. Ihre Mandantin hat mir unverlangt Ware zugesandt. Diese habe ich zurückgeschickt. Ihre Mandantin begeht auch nach Ansicht des BGH Betrug, da Sie sich jede Mühe gibt, Preise u.ä. zu verschleiern. Das bedeutet, dass Sie Beihilfe zum Betrug begehen. Ich bin gerne bereit, das Aufsichtsgericht zu informieren und Strafanzeige gegen Sie zu erstatten, so dass Sie ihre Inkassolizenz verlieren, denn sicherlich wissen Sie von den unseriösen Geschäftsbegehren ihrer Mandantin. Ich untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien. Weitere Bettelbriefe werde ich nicht beantworten."

Damit ist alles gesagt und so das Inkasso von den Problemen weiß, wird es relativ schnell aufgeben. Die wollen bestimmt nicht, dass sich ein Gericht das Ganze anschaut.

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Die Frage ist, ob auf der Bestellseite irgendwo stand (evtl. kleingedruckt als Fußnote), dass weitere Kosten anfallen werden, und ob ihr die Produkte schon verwendet oder ungeöffnet zurückgeschickt habt (innerhalb der Widerrufsfrist).
Die geforderte Mahngebühr ist auf jeden Fall völlig übertrieben.

mepeisen 08.09.2014, 23:33
Die Frage ist, ob auf der Bestellseite irgendwo stand (evtl. kleingedruckt als Fußnote), dass weitere Kosten anfallen werden,

Irrelevant. Stichwort: Preisauszeichnungspflicht. Wer sich Mühe gibt, so etwas durch Kleingedrucktes oder gar in den AGB zu verstecken, kann nach Ansicht des Bundesgerichtshofs durchaus bereits Betrug begehen.

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Wiederspruch einlegen, beruft euch auf das Rückgaberecht innerhalb 30 Tagen. Als Händler ist er verpflichtet es zurück zu nehmen...

Und Grundsätzlich: immer wiederspruch einlegen. Per einschreiben mit Rückschein, im zweifel Anwalt übergeben. Also Name und strasse reichen eigendlich nicht aus, muss auch noch geburtsdatum eingegeben worden sein.

Mein Tipp ware gefällt nicht, zurücksenden, nichts ignorieren immer darauf Wiederspruch einlegen, ist etwas nervig aber sinnvoll der wiederspruch sonst gibt mal ein Schriftliches verfahren, wo ihr nicht drauf reagiert, und müsst zahlen ob ihr wohlt oder nicht, also Immer Wiederspruch einlegen....

Habe Fertig

jurafragen 08.09.2014, 21:24
Und Grundsätzlich: immer wiederspruch einlegen

Und zuallererst mal in den Duden gucken, um zu sehen, wie man den Widerspruch richtig schreibt.

Also Name und strasse reichen eigendlich nicht aus, muss auch noch geburtsdatum eingegeben worden sein.

Nein, es muss nur klar sein, wer gemeint ist, nicht mal der Name muss richtig sein.

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DieterWilhem 06.07.2015, 13:14

dieser Verein gibt nur ein Postfach an, meine Tochter hatte die Sache dahin zurück geschickt und dafür sogar noch 6,99€ Paket-Gebühr bezahlt!' Sache kam einfach wieder mit neuer Rechnung zurück!' Und Empfänger dann Inkasso Verein, das ist nur um Menschen von vornherein einzuschüchtern, diese Wurfsendungen, sollte man einfach wegwerfen, da man dem Postbeamten dafür nicht unterschreiben muss!' Der Staat sollte diesen Verbre..... Endlich mal das Handwerk legen!'

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Sieht nach klassischer Abzocke aus. Meiner Erfahrung nach ist denen bewusst, dass die sich in juristisch unsicheren Gewässern bewegen. So muss bspw das Medikament als ungewollt mitgelieferter Artikel gem. §214a I nicht bezahlt werden. Einfach mal ne Mail schreiben und erwähnen, dass man rechtliche Schritte einleitet reicht oft aus. Sonst ist ne gute Ansprechoption die Verbraucherzentrale.

Kampfgeist92 08.09.2014, 21:31

Entschuldigung, kleiner Tippfehler meinerseits, meinte § 241a I BGB

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