BETRUG bei NEBENKOSTENABRECHNUNG

7 Antworten

Normalerweise muß der Mieter spätestens 4 Wochen nach Erhalt der Nebenkostenabrechnung Einspruch bzw. Widerspruch beim Vermieter einreichen.

In diesem speziellen Fall würde ich raten dringend zu einem Rechtsanwalt, einer Verbraucherzentrale oder zum Mieterbund zu gehen. In der Regel muß aber jeder Mieter seine Ansprüche gegen den Vermieter für sich allein durchsetzen. Sammelklagen sind in Deutschland nicht möglich. Der Rechtsanwalt sollte abklären, ob die Verjährungsfristen nicht erst zu laufen beginnen, ab dem die Mieter Kenntnis von den Mauscheleien des Vermieters hatten.

Allerdings könnte der Vermieter einwenden: die Mieter hätten für die Überprüfung der Nebenkostenabrechnung zu jedem Zeitpunkt die Originalrechnungen bei ihm einsehen, bzw. Kopien der Originalrechnungen anfordern können.

Selbst wenn gegen den Vermieter Strafantrag gestellt wird, ist das noch keine Garantie das Geld wieder zurückzubekommen.

Also wenn ein Nachzahlbetrag geleistet wurde, kann ich nicht mehr über die Abrechnung meckern. Der Gesetzgeber hat aber dem Mieter das Recht gegeben, die Orginalbelege beim Vermieter einzusehen.Sicherheitshalber würde ich mir dann noch eine DigiCam mitnehmen und die Belege fotografieren.

ich bin nicht sicher aber:sobald die Abrechnung bezahlt wird,wird sie quasi anerkannt.Da muß man sofort nach Erhalt einer Abrechnung reagieren,bevor man zahlt!Okay,ihr Mieter habt euch jetzt zusammengerottet,das finde ich gut.Ist einer von euch im Mieterbund? Hat einer von euch eine Rechtschutzvers.für Mietsachen?

Das gilt nur, wenn keine Täuschung bei den Zahlen vorliegt. Wenn der Mieter davon ausgehen muss, dass die Zahlen stimmen ( er hat alles nachgerechnet und so weiter) gelten die Verjährungsfristen erst ab Kenntnis. Nur wenn der Mieter "schlampt" und ihm eine Rechenfehler in den Abrechnungen nicht auffällt, gilt die 12 -Monats.Frist. Ansonsten ganz normale Regelverjährung, und das heißt 3 Jahre ab ab Kenntniserlangung!!!!!

Ganz wichtig: ab zum Anwalt! Er wird die Verjährungsfristen genau bestimmen. Da die Ansprüche aus Delikt und nicht Mietvertrag stammen, gilt hier definitiv nicht die 12 -Monatsfrist!

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