Betrifft Leukämie alle Blutzellen gleichermaßen?

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2 Antworten

Ja die entstehenden Leukämiezellen sind weiße Blutkörperchen (wenn auch funktionsuntüchtig). 

Es entstehen also viel zu viele Leukozyten, diese verdrängen dann alle anderen Blutbestandteile (Blutplättchen und roten Blutkörperchen ) wodurch es zu Anämien und Gerinnungsstörungen kommen kann.

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Biofrage123 04.01.2016, 17:23

Vielen Dank für deine Antwort! Einmal muss ich aber noch nachhaken: die funktionsuntüchtigen Leukozyten ("Leukämiezellen") stammen ja von einer (myeloischen oder lymphatischen) Vorläuferzelle ab.

Sieht man sich aber die myeloischen Vorläuferzellen an, so sieht man ja dass von diesen auch Thrombo- und Erythrozyten abstammen. Wieso werden diese nicht ebenfalls in erhöhtem Maße gebildet? Liegt die Mutation so, dass nur für den Fall, dass aus der Vorläuferzelle ein Leukozyt wird, eine funktionsuntüchtige Zelle entsteht, die sich unkontrolliert vermehrt?

Danke für deine Hilfe!

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Biofrage123 04.01.2016, 17:24
@Biofrage123

Zur Erläuterung noch eine Grafik dazu - vielleicht wird so einfacher deutlich was ich in diesem Fall meine:
http:/ /bit.ly/1R7oovT

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Leukozyten SIND weiße Blutzellen. Auch ihre Vorläuferzellen laufen unter dem nicht wirklich fachsprachlichen Begriff 'Weiße Blutkörperchen/-zellen'.

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Biofrage123 03.01.2016, 22:11

Danke für deine Antwort! Das habe ich schon verstanden, aber mein Problem ist im Moment, dass ich nicht verstehe, wehalb von "weißem Blut", also einer großen Menge an LEUKOZYTEN die Rede ist, wo doch alle Arten Blutzellen von Leukämiezellen "verdrängt" werden, die aus Mutierten Vorläuferzellen entstanden sind?

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Biofrage123 03.01.2016, 22:12
@Biofrage123

Oder anders gefragt:

"Leukämien zeichnen sich durch stark vermehrte Bildung von funktionsuntüchtigen Vorläuferzellen der weißen Blutzellen aus. Diese werden auch Leukämiezellen genannt."

Warum nur Vorläuferzellen der weißen Blutzellen? Es kommt doch auch zu Anämie und Gerinnungsstörungen, eindeutig Probleme die mit Thrombo- bzw. Erythrozyten zu tun haben?

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mibimta 03.01.2016, 22:18

Im Knochenmark wird die Bildungsstätte aller Blutzellen von der entarteten Zellline überwuchert/verdrängt, die Produktion von Thrombo- und Erythrozyten läuft nur noch unzureichend. Deren Zellzahlen gehen zurück. Die Menge der wuchernden Leukozytenlinie lässt das Blut milchig-weiß erscheinen.

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