Betriebswechsel oder was?

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3 Antworten

Bitte wende dich doch einmal an deine Industrie- und Handelskammer oder an die Handwerkskammer, je nachdem welche Lehre du machst. Diese koennen dir am besten weiterhelfen. Vielleicht besteht ja die Moeglichkeit, das dich ein anderer Betrieb uebernimmt, damit du deine Lehre fortsetzen kannst.

Schreib doch mal ein Beispiel - unter Chef ist frech, kann man sich nichts vorstellen. Ist der zu den anderen Kollegen auch so? Vielleicht könnt ihr ja gemeinsam mal ein Gespräch mit ihm führen.

Ja sorry man muss es wie erleben um zu wissen wie er tickt. Ja nicht nur zu mir auch zu den anderen, aber zu mir am meisten weil ich noch nicht so viel erfahrung habe! Er hat mich schon mehrmals angefasst also geschubst.

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@fckofeverything

So einfach kündigen kannst du ja gar nicht, weil du nicht mehr in der Probezeit bist. Wenn er dich mal wieder schubsen sollte, dann würde ich ganz laut "AUA" schreien und mir demonstrativ den Arm halten.

Du kannst bei der IHK oder der Handwerkskammer nachfragen, wie du dich verhalten sollst. Der Chef hat eine Ausbildungs- und Fürsorgepflicht gegenüber seiner AZUBIS.

... ein Ausbilder muss dafür sorgen, dass du weder körperlich noch psychisch geschädigt wirst (§14 Berufsbildungsgesetz). Er muss dich vor Gewalt, Mobbing oder sexueller Belästigung am Arbeitsplatz in Schutz nehmen. Er darf dir keine Aufgaben übertragen, die über deine körperlichen Kräfte gehen. Dein Ausbilder muss dir alle Regeln der Arbeitssicherheit genau erklären und der Betrieb muss sich an die Arbeitstättenverordnung und die Gefahrenstoffverordnung halten. Falls du körperlich bedroht wirst oder durch Mobbing oder sexuelle Belästigung psychischen Schaden nimmst, solltest du dich sofort an uns wenden. Wir helfen dir gerne:

http://www.azuro-muenchen.de/meta/kontakt/beratung-fuer-azubis.html

Ist zwar eine Adresse in München, aber evtl. können sie dir schreiben, wohin du dich wenden sollst oder wie du dich verhalten sollst.

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hmmmm...da musst Du durch - eben genau deswegen, weil DU es geschafft hast, diese Lehrjahre zu überstehen, wirst Du Dein ganzes Leben niemals als "Ungelernter" bezeichnet werden können. Das ist mit Respekt, besserer und leichterer Arbeit sowie einem bessrern Verdienst verknüpft.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre - ja, ich weiß, ein dusselig und alt klingender aber doch sehr wahrer Spruch !

Kopf hoch - denke Dir "jetzt erst Recht" und akzeptiere die Dienstverhältnisse.

Die Ausbildung geht schnell herum - schneller als Du denkst .

Mein RAT: Durchhalten !

Du musst lernen, Autoritäten und Regeln ohne Murren zu befolgen und im richtigen Moment auch mal zu schweigen.

Sage "Ja, Chef" , erledige die Arbeit auch zügig und korrekt - und denke Dir Deinen Teil.

Punkt.

Meinst Du, es "schmeckt" Anderen Menschen jeder Tag im Berufsleben ? Wer Geld und Anerkennung will, muss dafür ARBEITEN - das genau tust Du gerade.

Es gibt in der Welt NICHTS ohne Gegenleistung !

DU entscheidest, ob Du nun ein Mann bist, der das durchsteht - oder eine verweichlichte Memme, die sich außerhalb Mamas rosa Zuckerwatte nicht ganz wohl fühlt.

Willkommen im "wahren" Leben !

Ich drücke die Daumen !


P.S.: Dass viele Jugendliche heute Schwierigkeiten mit Autoritäten und Vorgesetzten haben, liegt an zu vielen Freiheiten während der Erziehung.

Hier waren offensichtlich viele Eltern nicht konsequent genug, den Kids auch mal eine feste Regel beizubringen.

Die Konsequenz ist, dass die Kids dann in Schule und Beruf nicht klar kommen weil sie nie gelernt haben, ohne Widersprüche und Diskussionen einfache Regeln und Anordnungen zu befolgen.

Amen.

Das musste ich hier mal los werden - passt ja auch perfekt.

Dies soll allen ein Denkanstoß sein, die damit befasst sind.

Ich danke dir das du dir alles durchgelesen hast, und ich weiss auch dass diese Lehrjahren nicht einfach sind und ich auch stress haben werde, jedoch ist es anders! Ich muss lernen können und gute Noten bringen aber wenn ich angst vor ihm habe mache ich nur fehler und bin schlecht gelaunt habe nie spass ! Ich will sowas nicht. Er hat mich beleidigt, bedroht und auch geschubst ich musste schon 3 mal fest weinen ich konnte es nicht mehr aushalten aber er war dann weg zum Glück. Er ist echt anders.. Sagen auch manche patienten nicht nur ich..meine mitarbeiterinnen meinen ich muss hier sofort weg sonst werde ich noch durchgeknallt. Ich fühle mich so nutzlos und down.!

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Zum Beitrag von Ballerbirne:

Was hast du denn für eine Einstellung? Kein AZUBI muss sich vom Chef beleidigen, schubsen oder bedrohen lassen. Hier wird ein/eine 15jährige(r) offensichtlich nicht korrekt vom Chef behandelt.

Du musst lernen, Autoritäten und Regeln ohne Murren zu befolgen und im richtigen Moment auch mal zu schweigen.

Du willst hoffentlich nicht damit sagen, dass man immer nur den Kopf einziehen und sämtliche Ungerechtigkeiten ohne aufzumucken ertragen soll. Wenn jeder nur noch kuscht und sich verbale und scheinbar auch körperliche Angriffe (schubsen) wortlos gefallen lassen, dann ist es kein Wunder, wenn Mobbing am Arbeitsplatz immer größere Ausmaße annimmt! Nicht umsonst gibt es heutzutage immer mehr Fälle von Depressionen und psychischen Erkrankungen auch schon bei Jugendlichen. Ich sage ja nicht, dass eine Ausbildung immer und jeden Tag Spass macht, aber nur noch mit Angst zur Arbeit zu gehen, ist wohl auch nicht erstrebenswert - oder?

Auch ich musste dies mal los werden!

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@Andrea1964

Nicht umsonst gibt es heutzutage immer mehr Fälle von Depressionen und psychischen Erkrankungen auch schon bei Jugendlichen. Ich sage ja nicht, dass eine Ausbildung immer und jeden Tag Spass macht, aber nur noch mit Angst zur Arbeit zu gehen, ist wohl auch nicht erstrebenswert - oder?

Mal langsam. Einige Deiner Argumente sehen so schnell so schön aus - ABER:

Die zunehmende Zahl von Depressionen in der westlichen Welt und bei Kindern / Jugendlichen im Besonderen hat Gründe - hier muss gesucht werden. Heute findet kaum noch wirklicher Sozialkontakt statt, der Kinder und Jugendliche aus sich heraus stark macht.

Wo ich in meiner Jugend mit 8 Jahren nachmittags ganz selbstverständlich mit dem Fahrrad einige Kilometer weit irgendwohin zum Spielen und Unsinn machen fahren konnte, werden die "lieben, zarten Kleinen" heute fast rund um die Uhr bespaßt, beschäftigt oder mit nutzlosesten Medieninhalten zugeblasen. Mama passt schon auf und ist immer in der Nähe - im Wattebäuschchen ist aber eine soziale Entwicklung schwer.

Dass man als Stift (heute Azubi) auch mal angeblafft oder herum geschubst wurde ist etwas grundlegend anderes als psychische oder körperliche Misshandlung. Das entspricht dem normalen, in einigen Bereichen rauen Umgangston und ist durch einen gesunden Menschen auch problemlos zu ertragen.

Die Kids sind heute nur in vielen Fällen völlig verweichlicht und im gleichen Alter im Vergleich zu früher viel weniger lebensfähig - den Helikoptereltern sei Dank.

Dazu kommt noch ein grenzwertig früher Medienkonsum und eine nicht unbedingt sozialen Zielen folgende Prägung auf Konsum, Kommerz, Äußerlichkeiten. Soziales Interagieren, auch und insbesondere innerhalb der Familie findet immer weniger statt. Statt Treffen nach den Hausaufgaben sind schon 11-jährige zu faul, das Haus noch mal zu verlassen, stattdessen wird in nutzlosen Internetecken die wertvolle Zeit verbracht. Wie soll da eine gefestigte, krisenerprobte Persönlichkeit entstehen ?

Im Zweifel ist darüber nachzudenken, ob dieser Jugendliche genügend persönliche und psychische Festigkeit verfügt oder lieber noch ein Jahr lang eine "Ehrenrunde" drehen sollte.

In diesem Fall kann und sollte man über einen schnellen Betriebswechsel durchaus nachdenken, so lange es keine andere Alternative gibt, gilt:

Augen zu und durch.

Auch meine Ausbildung war nicht einfach und nach heutigen Kuschelmaßstäben sicher heftiger als die Situation des Fragestellers - geschadet hat es nicht. Ich habe so richtig viel gelernt, auch wenn ich es damals noch nicht einsehen konnte, dass das gut ist.

Dass sich hier die Eltern nicht um den Fragesteller kümmern und in Kontakt zum Ausbildungsbetrieb treten, ist traurig und für mich nicht nachvollziehbar.

Dem Fragesteller sei Beides gewünscht: Durchhaltevermögen und die Erfahrung, dass nach harter Anstrengung auch Erfolg sichtbar wird - und das Bestehen seiner Berufsausbildung.

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