Betriebskosten von 110 auf 150€?

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8 Antworten

Im Mietvertrag, den ihr unterschrieben habt, stehen 100 €. Eine Erhöhung ist erst zulässig nach der ersten Jahresabrechnung, die eine entsprechende Nachzahlung enthält.

Ihr könnt das so dem Vermieter mitteilen und er muss sich damit zufrieden geben. Gleichzeitig legt ihr aber jeden Monat schon mal vorsorglich 50 € zur Seite, denn mit einem Betrag zwischen 500 und 600 € als Nachzahlung im kommenden Jahr müßt ihr dann rechnen.

Aber: Wollt ihr so Euer Mietverhältnis beginnen? Überleg mal: Euer Vermieter wird glauben, dass Euch die Wohnung von Anfang an zu teuer ist und ihr womöglich bald wieder umziehen werdet, weil ihr die Kosten nicht tragen könnt. Ihr werdet Misstrauen von Anfang an ernten.

Demgegenüber: Da ihr sinnvollerweise sowieso 50 € im Monat zur Seite legen solltet, könnt ihr dies doch auch so machen, dass ihr tatsächlich von Anfang an 40 € mehr an den Vermieter zahlt. Ob das Geld bei ihm bis zur Jahresabrechnung aufgehoben wird oder bei Euch selbst, ist angesichts der 0 Zinsen, die man derzeit bekommen kann, doch völlig egal.

Meine Erfahrung als Vermieter ist, dass sich Mieter jedesmal sehr freuen, wenn sie aufgrund einer korrekten Abrechnung ordentlich Geld zurück bekommen, aber jedesmal eher mies gelaunt sind, wenn sie nachzahlen müssen. Wie stellst Du Dir Dein Gesicht lieber vor, wenn Du an den Moment denkst, wo Du zum ersten Mal die Jahresabrechnung aus dem Umschlag ziehst: Gut gelaunt, weil unerwarteter Zuschuss zum Urlaub kommt oder mies gelaunt, weil ihr Euch aufgrund der Nachzahlung "unerwartet" einschränken müsst.

Überleg Dir, was für Euch besser ist.

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Ihr hattet schon mal Glueck, dass die Miete selbst nicht erhoeht wurde. Das haette naemlich durchaus passieren koennen.

Erhoeht wurden aber lediglich die Betriebskostenvorauszahlungen. Das ist fuer deinen Geldbeutel aber voellig egal weil die sowieo erst nach Ablauf des Geschaeftsjahres abgerechnet werden. Je mehr du vorauszahlst, desto weniger musst du dann nachzahlen. Uebersteigt die summe aller Vorauszahlungen die tatsaechlich zu zahlenden Betriebskosten, kriegst du die Differenz natuerlich zurueck. Es ist also am Ende voellig schnuppe, ob du nun monatlich 110 oder 150 Euro an Vorauszahlungen geleistet hast.

Aber natuerlich darf der Vermieter die Betriebskostenvorauszahlungen hoeher als beim Vormieter ansetzen, wenn sich die Betriebskosten inzwischen erhoeht haben. Muss er sogar. 

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bei einem neuen Mietvertrag und bei jeder Jahresabrechnung kann der Betrag geändert werden. Natürlich mit Begründung. Der monatliche Betrag für die Nebenkosten ist eine Abschlagszahlung, der Vermieter darf nur genau das berechnen was er bezahlt hat und muss bei mehreren Mietern das nach genau vom Gesetzgeber festgelegten Vorgaben aufteilen.

Die Kosten steigen leider noch schneller als die Mieten, die Gemeinden langen zu bei Müll und Grundsteuer, hier ist es der Hausmeisterservice, der auch wenn war taugt nicht billig ist. 

Wenn er die Erhöhung nicht macht, obwohl nach der letzen Abrechnung und nach dem neuen Hausmeistervertrag abzusehen ist, das es einiges Mehr wird, dann bekommt ihr in einem Jahr eine Nachzahlung von vielleicht 500 Euro... also nichts gewonnen, wenn man jetzt noch etwas weniger zahlen müsste.

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Ist der Mietvertrag mit 110 € Nebenkosten abgeschlossen kann der Vermieter das nicht einfach einseitig ändern.

Höhere Kosten kann er nur bei einer Abrechnung über die Nebenkosten geltend machen.

Die Vorabinfo das die NK höher werden könnten als veranschlagt ist aber nett vom Vermieter. Denn das hätte er nicht tun müssen.

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Warten Sie in jedem Falle die kommende Nebenkostenabrechnung ab und folgen Sie dann einem evtl. berechtigten Verlangen des Vermieters auf Angeleichung der Nebenkostenvorauszahlung und einer evtl. Nachzahlung.

Zunächst soltle das gezahlt werden, was gemäß Mietvertrag auch an Bruttomiete schriftlich ab dem 01.08.2017 vereinbart wurde.

Niemand kann derzeit die Gesamtentwicklung des Nebenkostenverlaufes beurteilen, die sich erst aus den jeweils folgenden Jahresabrechnungen ergeben.

Vielleicht schaut ja auch für Sie aufrgrund sparsamen Verbrauches in anderen Bereichen  trotzt erhöhtem Hausmeistergeld dennoch eine Rückzahlung heraus!?!


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Ob der Preis gerechtfertigt ist, kann ich nicht beurteilen. Dass ihr für die Kosten aufkommen müsst, liegt für mich aber auf der Hand.

Wenn eine Firma A die Arbeit einstellt und Firma B springt zu einem höheren Preis ein, weil es vielleicht immer noch das günstigste Angebot ist, kann doch der Vemieter nichts dafür.

Und ob ihr die Kosten monatlich bezahlt oder erst mit der Jahresendabrechnung, spielt auch keine Rolle. 

Ich bin allerdings bei allen Abschlägen eher für gut angepasste monatliche Kosten als für einmalig hohe Nachzahlungen.

Aber was spricht dagegen, sich mal bei der Verbraucherberatung schlau zu machen?

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Es ist kaum nachvollziehbar, dass wegen Personaländerung plötzlich  die HM-Kosten  so massiv ansteigen. Das wären ja in Summe 1800 EUR/anno.

Das wäre allerdings erst mit der nächsten Abrechnung der Vorauszahlungen zu berücksichtigen und nachzuweisen.

Bei einem beidseitig unterzeichneten Mietvertrag ist eine Anpassung der Vorauszahlungen grundsätzlich ab übernächstem Monat nach Zustellung der Abrechnung zulässig. Das beträfe die Abrechnung für 2017.

Weise deshalb das Ansinnen zurück und    zahle den vereinbarten Betrag/Monat inHöhe von 110 EUR (was schon sehr hoch angesetzt ist).

Nach welchem Schlüssel werden lt. deinem Mietvertrag die HM-Kosten umgelegt?

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Skibomor 12.07.2017, 14:01

Es ist ja keine "Personaländerung". Ein Hausmeister arbeitet vielleicht für den Mindestlohn oder ein paar Euro drüber. Eine Hausmeisterfirma muss da ganz anders kalkulieren und von den berechneten Preisen den Hausmeister bezahlen und ihre eigenen sonstigen Kosten (z.B. die Sozialversicherungskosten für ihr Personal) decken - zudem will sie ja auch Gewinn machen.

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Betriebskosten sind Nebenkosten zu einer Miete, wenn diese steigen ist es rechtens sie weiterzugeben

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anitari 12.07.2017, 10:16

Aber frühestens nach der ersten Abrechnung. Falls diese eine Nachzahlung ergibt.

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