BETRIEBSKOSTEN EINFORDERN

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8 Antworten

Fordert den Vermieter auf, binnen zwei Wochen das Guthaben zu überweisen und kündigt dabei an, dass bei Verzug ihr den Betrag von der nächsten Miete in Abzug bringen werdet. Das, hieße aktuell. von Dezembermiete. Das ist euer gutes Recht. Ihr braucht da keinerlei Rechtsmittel (keinen Mahnbescheid, Anwalt, Mieterverein).

Natürlich könnt Ihr einen Mahnbescheid erlassen.

Oder einfach mit der nächsten Mietzahlung verrechnen.

Das aber der VMn schriftlich und nachweisbar per Einwurfeinschreiben mitteilen.

Da setz man den Vermieter nachweislich zugegangen (Einwurfeinschreiben) konkret in Verzug "erwarten wir nunmehr Zahlungseingang i. H. v. 266,00 € aus Betriebskostenabrechnung 2012 bis zum 15.12.2013 auf unserem Konto ..." und kündigt an, "nach fruchtlosem Fristablauf die Miet- und Betriebskostenvorauszahlung Februar 2014 entsprechend zu kürzen".

Spart Zeit, Geld, Nerven und ggf. erfolgloses Mahnbescheidverfahren.

Übrigens: Ein vorgetragener Ausschluss einer derartigen Verrechnungsmöglichkeit im Mietvertrag ist gem. BGH AZ.: XII ZR 54/05 als unwirksam ausgeurteilt.

Und: Schriftverkehr, Einlieferungsbeleg und Sendungsverfolgung sorgfältig aufbewahren, falls er euch mit Abmahnung, Mietrückstand usw. kommt.

G imager761

Es von der nächsten Miete abziehen, teilt ihr das vorher mit. Das ist eh so üblich.

(Möglicherweise hat sie selber ihre Erstattung noch nicht bekommen und wird das später verrechnen?).

bei uns ist das so, dass bei mietern, die per lastschrift bezahlen, die summe direkt vom vermieter bei der naechsten miete abgezogen wird. mieter, die per ueberweisung / dauerauftrag zahlen, muessen die summe selbst abziehen und fuer die naechste miete die verminderte miete ueberweisen. erkundige dich, wie das bei euch gehandhabt wird

Wie schon geantwortet wurde, ziehe es von der nächsten Miete ab. Wenn du nicht mehr dort wohnen solltest, kannst du auch ein Mahnverfahren einleiten. Das kostet ein paar Euro. Das kannst du natürlich auch, wenn du da noch wohnst, es belastet das Verhältnis aber enorm.

Nun, hier ist sehr wichtig, dass man dem Vermieter zunächst schriftlich eine Frist setzt, wann er den Betriebskostenüberschuss zurück zahlen muss, dann erst eventuell das Ganze einklagen...

katja1987april 04.12.2013, 09:02

das problem ist, das wir dort nicht mehr wohnen. sonst hätten wir das bereits mit der miete verrechnet. ich hatte nur bedenken, wenn ich jetzt ein mahnverfahren einleite, dass das dann nicht rechtens ist und sie wiederum gegen uns klagen kann

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schwarzwaldkarl 04.12.2013, 09:04
@katja1987april

Deshalb auf jeden Fall schriftlich eine Frist setzen und dann erst weitere Schritte in Erwägung ziehen... Vorher ist ein Mahnverfahren echt nicht möglich, bevor nicht zumindest eine Frist gesetzt wurde...

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katja1987april 04.12.2013, 09:13
@schwarzwaldkarl

fristen haben wir gesetzt. erst 4 wochen, dann 2 wochen, dann 7 tage. morgen ist der letzte tag an dem sie zahlen kann und dann werde ich das gerichtliche mahnverfahren eröffnen

vielen dank für eure antworten ihr habt mir wirklich sehr geholfen!!!!!!

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schwarzwaldkarl 04.12.2013, 09:25
@katja1987april

Na dann, würde ich es genauso machen, also wenn bereits so viele Fristen verstrichen sind... Blöde Frage, kann es sein, dass der Ex-Vermieter das mit eventuellen Reparaturen verrechnet oder wurde bei der Wohnungsübergabe nichts bemängelt ???

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Natürlich könnt Ihr das, wenn die Vermieterin sich offiziell in Verzug befindet, niemand hindert Euch...

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