Betriebsbedingte Kündigung rechtmäßig?

6 Antworten

lerne daraus, dass auch eine "betriebsbedingte" kündigung nicht unangreifbar ist. wenn es in kleineren betrieben keine arbeitnehmervertretung gibt und sich der chef auskennt oder sich von einem anwalt beraten lässt, dann kommen gerne solche stategischen kündigungen heraus. nur die wenigsten trauen sich dann, gegen fadenscheinige "betriebsbedingte" gründe vorzugehen. auf jeden fall hättest du in deinem fall schon beim gütetermin diese neue stellenausschreibung vorweisen können oder zumindest deinen chef damit gehörig ins schiwtzen gebracht, da er dann diese stelle nicht mit jemand anderem hätte besetzen können.

Richtig, solche "fingierten", angeblich betrieblich bedingten Kündigungen bekäme der Arbeitgeber vom Gericht um die Ohren gehauen - das würde ich gerne einmal "in natura" erleben!

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Wenn die drei Wochen um sind, kannst du NICHTS mehr machen. Du hättest doch genau so gut SCHRIFTLICH gegen die Kündigung klagen können.

Zwar kann ein gekündigter Arbeitnehmer auch noch nach Verstreichen der 3-wöchigen Klagefrist eine Kündigungsschutzklage nachreichen, wenn er trotz aller Bemühungen und aus nciht von ihm zu vertretenden Gründen diese Klagefrist nicht einhalten konnte (Kündigungsschutzgesetz KSchG § 5) - Verhinderung wegen Urlaubs (oder zeitliche Kollision mit einer gerade anzutretenden Kur zählen) zählt nach entsprechenden Urteilen allerdings nicht dazu.

Es ist völlig verständlich, dass Du das nicht auf Dir "sitzen lassen" und etwas für sozusagen Deine "Psycho-Hygiene" tun willst, aber es gibt keine Handhaben mehr - jedenfalls keine rechtlichen.

Fristlos gekündigt weil AU nicht an Krankenkasse geschickt.

Hallo Community. Ich bin seit knapp 9 Jahren in einem Unternehmen mit ~160 Mitarbeitern beschäftigt. Gefehlt habe ich nur selten in den ersten 6 Jahren. Vor ca. 3 Jahren bekam ich Probleme mit meinen Beinen, worauf ich letztes Jahr eine 4 Wöchige Kur (alles Ordnungsgemäß beantragt und genehmigt) machte.

Nach meiner Rückkehr merkte ich ziemlich schnell dass meine Arbeitskraft nicht mehr erwünscht ist. Ich wurde gemieden, mein Arbeitsplatz wurde herabgestuft und auch Informationen wurden mir falsch vermittelt oder gar nicht mitgeteilt. Dieses Jahr hatte ich dann ein Jahr in dem ich öfters mal krank war (ca. 34 Tage). Allerdings nicht am Stück sondern je nach Krankheit immer mal 3-5 Tage. Einmal 13 Tage am Stück. Die AUs wurden immer ordnungsgemäß beim AG abgegeben. Da das ja nie eventuelle Lohnfortzahlungen der KK betraf habe ich die Durchschläge nie an die KK geschickt.

Vor zwei Tagen nun bekam ich einen Anruf des Chefs (Bin diese Woche bis einschließlich heute wegen Grippe krankgeschrieben) das ich am darauffolgenden Tag zwecks Mitteilung an mich im Büro zu erscheinen habe. Als ich gestern dann zum vereinbarten Termin erschien wurde ich sogleich als Betrüger beschimpft und mir vorgeworfen ich hätte der Firma aufgrund der Nichteinreichung der AUs bei der KK geschadet. Deshalb sei mir mit sofortiger Wirkung fristlos gekündigt. Weil das aber ja sehr schlecht in einem Arbeitszeugnis wäre, und sie mir nichts schlechtes wollen, seien sie bereit eine Kündigung auf gegenseitigem Einverständnis zu akzeptieren. Ich soll am Montag kommen und die Kündigung unterschreiben. Das hieße doch aber dann dass ich 3 Monate Sperre vom Arbeitsamt bekäme. Für mich erscheint das Ganze als ein vorgeschobener Grund um eine Abfindungszahlung an mich zu umgehen.

Was soll ich denn jetzt tun?

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Mein Mann kam am 30.11.15 nach Hause und hatte die Kündigung dabei. Er war 2,5 Jahre in der Firma nie einen Tag krank. Im Sommer kam er und meinte der Betrieb möchte, dass bis Weihnachten Überstunden gemacht werden 40 Stunden pro Monat. Auch dies hat mein Mann anstandslos mitgemacht. Nun hat er eine betriebsbedingte Kündigung erhalten er ist 41 Jahre alt und wir haben eine 8 jährige Tochter. Mit ihm wurden noch 2 gekündigt beide Single und allein stehend bzw. wohnen noch bei den Eltern. Mein Mann war bereits am 1.12.15 auf dem Arbeitsamt und beim Rechtsanwalt, wegen Kündigungsschutzklage. Heute morgen hat er mich dann angerufen und gesagt es wurden im Betrieb wieder Leute eingestellt für die Nachtschicht. Er ist gelernter Werkzeugmacher und war für das Lager zuständig. Und er hat mitbekommen, dass Leute im Betrieb behalten wurde die jünger sind wie er keine Kinder haben und später als er angefangen haben. Ich habe versucht beim Anwalt anzurufen dieser ist aber heute nicht da. Klar als Werkzeugmacher findet er bestimmt wieder arbeit er hatte auch schon 2 Vorstellungsgespräche gestern und ich arbeite ja auch 60%. Aber ist diese Kündigung gerechtfertigt? Was kann da der Grund für die Kündigung sein? Betriebsbedingt ist diese ja wohl nicht erfolgt, wenn Neueinstellung statt gefunden haben. Was kann der Anwalt tun? Er hat am 1.12. 15 gesagt, bei betriebsbedingten Kündigungen kann man nicht viel machen. Aber im diesem Fall sieht es ja jetzt wohl anders aus oder?

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