betriebsbedingte Kündigung als Kündigung ohne Angabe von Gründen deklariert

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3 Antworten

Mit welcher Begründung glaubst du, eine Abfindunge zu beanspruchen. Nach 8 Monaten Betriebszugehörigkeit? Wenn die Kündigung fristgemäß erfolgt ist, kannst du das vergessen.

Melde dich arbeitssuchend und stelle den Hartz IV Antrag. Da du ja vorher selbständig warst, hast du in der Tat keinen Anspruch auf AlG 1.

Wenn du selbständig warst, warst du in KEINEM Arbeitsverhältnis. Das widerspricht sich ein bisschen.

rrandi 29.03.2012, 13:52

Ich war als freiberuflicher Berater für eine Finanzdienstleistungsgesellschaft tätig. Der Auhebungsvertrag hat die Ansprüche gegenüber Kunden geregelt die ich in dieser Zeit übernommen, bzw. aquiriert habe. Eine Abfindung finde ich gerechtfertigt, da ich vor den drei umsatzstärksten Monaten des Jahres gekündigt wurde, für das neue Beschäftigungsverhältnis die Möglichkeit (eben durch den Aufhebungsvertrag) aufgegeben habe in meinen alten Job zurück zu kehren und außerdem vereinbart wurde, den Vorschuss den ich mir habe auszahlen lassen in Raten bis zum Jahresende zurückzuzahlen (wurde leider nicht schriftlich fixiert) im Endeffekt ist es jetzt so, dass mir aufgrund einer unternehmerischen Fehlplanung Hartz IV droht...

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Zunächst stellt sich berechtigt die Frage, ob Du wirklich freiberuflicher Berater warst, oder scheinselbstständig. Gerade in der Branche wird eine Scheinselbstständigkeit leider oft als freie Beratertätgkeit bezeichnet. Das kann nur im Einzelfall anhand der Verträger und des Arbeitsprozesses geprüft werden. Sollte hier eine Scheinselbstständigkeit vorgelegen haben, hättest Du mit einer Klage gegen die Kündigung gute Chancen auf eine freiwillige oder gerichtlich entschiedene Abfindung (siehe auch www.abfindunginfo.de/anspruch.htm).

Sollte jedoch wirklich eine freie Beratertätigkeit vorgelegen haben, so ist diese vermutlich als Tätigkeit eines Handelsvertreters gem. HGB einzuschätzen. Dann stellt sich die Frage, in welchem Rahmen Du gem. HGB § 89b einen "angemessenen Ausgleich" verlangen kannst.

Ich vermute mal aus Deiner Schilderung, Du hast Dich in der Hinsicht auch schon in Deiner vorherigen Firma über den Tisch ziehen lassen. Deshalb empfehle ich Dir dringend, jetzt einen fachlich versierten Anwalt zu Rate zu ziehen. Wie heißt es doch so schön: Guter Rat ist teuer, schlechter noch viel teurer.

Auf ALG I nicht, auf ALG II schon.

Wenn du vorher selbstständig warst, wieso hast du bei einer Firma dann einen Aufhebungsvertrag unterschrieben? Scheinselbstständigkeit?

rrandi 29.03.2012, 13:33

Ich war als freiberuflicher Berater für eine Finanzdienstleistungsgesellschaft tätig. Der Auhebungsvertrag hat die Ansprüche gegenüber Kunden geregelt die ich in dieser Zeit übernommen, bzw. aquiriert habe.

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Reservist 29.03.2012, 16:00
@rrandi

Achso, sowas. Strukturvertrieb wie AWD o.ä.. Gut, da halte ich nichts von. Suche dir lieber was richtiges.

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