Betriebliche Instandhaltung?

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2 Antworten

kommt drauf an, wie die systeme und Anlagen aufgebaut sind. so bald du was an oder abklemmen musst, was über 24 volt hinaus geht, bedarf es zumindest einer entsprechenden einweisung. alles was elektrisch gesehen gesteckt ist, darfst du ohne fachliche ausbildung.

schwieriger wird es bei druckleitungen. hier brauchst du für trinkwasser auf jeden fall eine entsprechend fachliche ausblldung. bei anderen flüssigkeitsleitungen nicht zwangsläufig als installateur, fachkundenachweis muss aber auch erbracht werden. ganz kritisch wird es bei leitungen für brennbare gase.

lg, Anna

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Apex1989 18.07.2017, 12:27

Danke für die Antwort, 

ist das ganze irgendwo in einem Gesetzestext verankert? Ich finde hier leider nichts passendes... 

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Peppie85 19.07.2017, 00:14
@Apex1989

das war früher alles mal einfacher. das EU recht hats etwas verkompliziert...

fakt ist, für arbeiten, wo strom, trinkwasser (als lebensmittel) innerte gase, die unter einem höheren druck als 10 Bar stehen, brennbare Gase etc. im spiel sind, gelten entsprechende verordnungen, um deren einhaltung zu gewährleisten muss jemand die verantwortung übernehmen.

das wären dann wenn du hilfsarbeiter bist, dein vorarbeiter. an sonsten der arbeitgeber. oder eben du, wenn du einen entsprechenden  sachkundenachweis erbracht hast z.B. eine ausbildung als Gas- und wasserinstallateur, den Sprengstoffschein (für druckluft über 10 bar) oder eben eine ausbildung im elektroteschnischen bereich.

das leicht kurriose daran ist, dass du als Telekomonikationselektroniker, wir sagen immer telekomiker, oder informationselektronkier (früher radio- und fernseh servicetechniker) an Niederspannungsschaltanlagen weit im 3stelligen Amperebreich herumschrauben darfst, ob wohl du abgesehn davon dass du vielleicht mal auf montage eine steckdose anklemmen musst oder so, davon nur in der berufschule mal gehört hast.

wie dem auch sei, ob abgeschlossene berufsausbildung oder nur fachliche unterweisung. fakt ist, irgendwer muss die verantwortung für das was du da tust tragen. im zweifelsfall leider du.

ich würde mich an deiner stelle mal bei der IHK über den genauen umfang von solchen unterweisungen erkundigen. es es gibt da z.b. den "küchenelektriker"

das ist eine mehrtägige weiterbildung bei der IHK, bei der man lernt wie man einen elektroherd anschließen muss, jedenfalls unter optimalen bedngungen. ob das dann auch reicht zum maschinen an und abklemmen, das müsste man mal abklären. aber eigendlich sollte es. drehsttrom und wechselstrom, die 5 sicherheitsregeln, allgemeine gehscichten zum thema sorgfalt beim arbeiten etc... müsste alles dabei sein... ich weiß es aber eben nicht genau.

noch was zum thema verantwortung tragen, ein guter bekannter von zwei freundinen von mir, der hat vor ein paar jahren einen tödlichen arbeitsunfall verursacht, weil er im stress die falsche fernbedienung für seinen kran erwischt hatte.

ich will und kann den mann nicht von seiner (teil)schuld freisprechen, aber ein im kranbereich stehendes Schreibpult für den getroffenenen mitarbeiter, keine eindeuitige farbliche kennzeichnung der fernbedienungen, keine kranfahrtwarnungen etc...

unterm strich also eine mehr als mangelahfte sicherheitssituation und trotzdem war er allene wegen fahrlässiger tötung dran!

wie dem auch sei...

ich würde dir übrigens dringend raten, mal den chef zu fragen, ob es im betrieb eine fachkraft für arbeitssicherheit gibt. diese person müsste in der lage sein, dir zu sagen, welche arbeiten du mit welcher qualifikation ausführen darfst und sich um entsprechende unterweisungen kümmern!

lg, Anna

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In welcher Firma arbeitest du da? Kann sich dieser Betrieb keine Elektrofachkraft leisten, oder wollen die nur an jeder Ecke sparen?

Ohne Fachkenntnisse könntest du dich zwar in einiges rein arbeiten. Kenntnisse erwerben durch geschicktes recherchieren. Aber letztlich wirst du im Schadensfall im Zusammenhang mit Körperverletzung oder Todesfolge dran sein.

Ich würde dir jetzt zu gerne raten, frage doch mal bei der zuständigen Berufsgenossenschaft nach. Aber du willst sicher deinen Arbeitsplatz behalten und ein gutes Betriebsklima.

Ohne Fachkenntnisse würde ich das nicht übernehmen wollen!
Das kann sehr stressig für dich werden und frustrierend wohl auch, weil du die betrieblichen Bedürfnisse nicht innerhalb relativer Arbeitszeit erbringen kannst und deine fachlichen Qualitäten dementsprechend ausfallen.

Sollst du das alles selbstständig machen, oder leitet dich eine Elektrofachkraft?

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Apex1989 17.07.2017, 16:16

Zweiteres, die Firma möchte an jeder Ecke sparen.

Da ich in der Vergangenheit einen minderen Fehler kurzfristig beheben konnte und somit der Firma schon viel Geld sparen konnte, der Chef mich natürlich darauf angesprochen hat und er dadurch herausgefunden hat das ich diese Tätigkeiten in vorherigen Unternehmen schon zur genüge gemacht habe möchte er jetzt das ich dies bei uns in der Firma mache.

Aber wie du es schon selbst geschrieben hast, zu dieser Zeit wurde ich durch eine Elektrofachkraft begleitet, bzw. er trug die Verantwortung und hat danach kontrolliert.

Am nötigen Wissen mangelt es hier nicht, das dürfen ist die Frage... Leider sind die verschiedenen Gesetzestexte so unterschiedlich, dass es leicht ist diese misszuverstehen.

Auch mit der Berufsgenossenschaft ist es so ein Ding, ich möchte sicherlich nicht auf dem Abstellgleis landen, deshalb muss ich mich hier erstmal Ordentlich erkundigen bevor ich an meinem Chef herantrete und Ihm bitte dafür jemanden einzustellen.

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