Betriebliche Altersvorsorge: nur Arbeitnehmeranteil ruhen lassen - ist das möglich?

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3 Antworten

Geht das?

Jede Änderung an der bAV ist ein Eingriff in einen bestehenden Arbeitsvertrag. Da dein Arbeitgeber Versicherungsnehmer ist kannst du einseitig keine Änderung bewirken.

Wenn du das möchtest, heißt es also hinsetzen mit dem Arbeitgeber und darüber sprechen.

Wenn Ihr Arbeitgeber mit Ihrem Vorhaben einverstanden wäre, könnte man es so machen. Insoweit verweise ich auf die Ausführungen meiner Vorschreiber.

Aber dann muss auch der Versicherungsvertrag verändert werden. Davon würde ich abraten, denn wenn es eine Kapitalversicherung wäre, würde sich bei einer Änderung auch der Ganrantiezins auf Dauer reduzieren und

zum anderen könnten auch steuerliche Nachteile entstehen,  z.B. die verringerte Besteuerung von Altverträgen bei Auszahlung entfällt. 

Wenn Sie keinen unabhängigen Vermittler als Berater haben, sollten Sie einen Versicherungsberater aufsuchen. Vielleicht kann der Ihnen auch aufzeigen, ob Ihr Abnehmeranteil von der Familienhilfe übernommen wird oder ob es andere Möglichkeiten gibt.

TerhorstAgentur 21.06.2015, 12:36

Hilfe !!!!
Antwort vom Fachmann:

Wenn Ihr Arbeitgeber mit Ihrem Vorhaben einverstanden wäre, könnte man es so machen.

Das ist Voraussetzung

Aber dann muss auch der Versicherungsvertrag verändert werden. Davon würde ich abraten, denn wenn es eine Kapitalversicherung wäre, würde sich bei einer Änderung auch der Ganrantiezins auf Dauer reduzieren und zum anderen könnten auch steuerliche Nachteile entstehen,  z.B. die verringerte Besteuerung von Altverträgen bei Auszahlung entfällt. 

1. Der Garantiezins verändert sich nur wenn der Vertrag novelliert wird, das ist der Fall wenn die Beiträge erhöht werden, nicht bei Verringerung der Beiträge.

2. Da es sich um eine Direktversicherung nach § 3 Nr.63 EStG bzw. 40 b EStG handelt, ist die Steuer Grundsätzlich nachgelagert. Dadurch würde es zu keiner Änderung kommen.

3. bei einer späteren Beitragserhöhung, würde je nach Gesellschaft und Bedingungen der Vertrag novelliert werden müssen und sich dadurch der Garantiezins ändern. Das lässt sich jedoch umgehen in dem man den bisherigen Vertrag mit geringerem Beitrag auch langfristig fortführt und für den dann neueren höheren Beitragsteil einen zusätzlichen Vertrag nach neuen Bedingungen einrichtet. Alternativ lassen sich auch Beitragsverringerungen mit der Gesellschaft vereinbaren, die später automatisch wieder angehoben werden.

4. Da dieser Vertrag bereits während der Babypause ruhend war, glaube ich nicht, das die Gesellschaft eine Wiederaufnahme der Beitragszahlung ohne Novellierung annehmen würde. Daher wird es sinnvollerweise auf einen neuen, zusätzlichen Vertrag hinauslaufen. Der bestehende Vertrag bleibt dann bis zu seinem Ablauf weiterhin Ruhend.

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ich meine, es muss immer von beiden Seiten kommen. Sonst ruht es.

Sprich: es ist unumgänglich an den Arbeitgeber-Anteil gebunden. Jedenfals erklärte man mir das mal so bei früherer Firma.

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