Betriebliche Altersvorsorge- egal wo abschließen?

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6 Antworten

Wenn die Firma einen Gruppenvertrag mit der Versicherung abgeschlossen hat kommt es dir auch zu Gute. Verbesserte Annahmebedingungen zum Beispiel (ohne Gesundheitsprüfung). Grundsätzlich bist du frei in deinen Entscheidungen mit wem und wann...

Gesetzlich sieht es so aus, dass dein Arbeitgeber nur dazu verpflichtet ist dir eine betriebliche Altersvorsorge anzubieten. Wie diese durchgeführt wird ist alleine seine Entscheidung. Das er dabei vielleicht ein wenig mitverdient, .......könnte sein. Oftmals ist aber auch so, dass der Arbeitgeber dann auch bereit ist einen Anteil zu zahlen. Mathematisch gesehen haben wir schon sehr oft erlebt, dass sich diese Produkte nicht rechnen, da sie zum einen sehr niedrig verzinst sind und zum anderen bei einem Arbeitgeberwechsel oft Schwierigkeiten bereiten. Trotzdem kannst du es nicht ändern. Es ist, wie es ist.

Ein Tipp meinerseits: du schreibst, du würdest dich gerne da versichern, wo du eh schon bis zum Hals versichert bist. Vielleicht ist das auch nicht die richtige Variante, denn das spricht dafür, dass du einen Vertreter hast, der in der Abhängigkeit eines einzigen Versicherers tätig ist. Denke mal darüber nach.

Ich will mich mal nicht zuweit aus dem Fenster lehnen aber die meisten Antworten hier sind nur teilweise richtig oder besser gesagt falsch. Gut das hier keiner dafür haftet. 1. Laut Gesetz hat jeder Arbeitnehmer (AN) ein Recht auf bAV in Form einer Entgeltumwandlung. 2. Den Durchführungsweg bestimmt grundsätzlich der Arbeitgeber (AG). 3. Bei einer Direktversicherung (wie in diesem Fall) ist der AG auch der Versicherungsnehmer (VN) und kann daher auch darauf bestehen seine Versicherungswahl zu akzeptieren. Das bedeutet, dass Du grundsätzlich keine freie Wahl hast, außer wenn er dem zustimmt. 4. Die Beiträge Deiner bAV zahlt nicht Dein AG sondern Du selber (Arbeitnehmer finanziert). Es gibt da zwei Ausnahmen: AG finanzierte bAV und mischfinanzierte bAV wobei der AG entweder alles zahlt oder zumindest etwas dazugibt. Frag einfach mal nach welche Form bei Euch gewählt wurde.

Noch ein paar Worte zu der Wahl Deines AG. Er haftet für seine Wahl der bAV und hat sich deshalb für einen Weg bzw eine Versicherung entschieden. Warum gerade für die die er anbietet, will und kann ich nicht beurteilen. Ob Gruppenvertrag oder nicht ist egal aber er kann auch Deine Wahl akzeptieren. Muss er aber nicht.

Ach irgendwer schrieb noch etwas zu erleichterten Annahme (Gesundheitsprüfung oÄ). Das wäre nur dann wichtig wenn eine Berufsunfähigkeit mit abgeschlossen wird. Das halte ich persönlich aber für keine gute Wahl. Die sollte separat abgeschlossen werden. Eine Erklärung würde hier den Rahmen sprengen.

Ich hoffe ein wenig Licht ins Dunkel gebracht zu haben...!?

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Dein Chef hat einen Rahmenvertrag extra für die Betriebliche Altersvorsorge seiner Mitarbeiter mit genau dieser Versicherung. Das hat nichts mit Geld für Deinen Chef zu tun, im Gegenteil, er zahlt für die betriebliche Altersvorsorge seiner Mitarbeiter Beiträge und hat daher nur dieses Angebot. Als Arbeitgeber hat man nicht die Möglichkeit eine betriebliche Altersvorsorge für seine Mitarbeiter zu bieten und das dann aber individuell für jeden Mitarbeiter nach dessen Wünschen. Er musste sich irgendwann entscheiden, ob und wenn ja was er anbietet. Es ist keine Willkür seinerseits.

Leider ist es oft so, dass - möchte man sich aus den von Dir genannten verständlichen Gründen nicht anschließen - man keine andere Möglichkeit hat für die betriebliche Altersvorsorge. Dir werden vermutlich als Alternative nur die üblichen vermögenswirskamen Leistungen bleiben, wenn Dein Chef das überhaupt daneben noch im Angebot hat.

Dein Arbeitgeber hat zwei Rechte, zum einen kann er den Durchführungsweg, zum anderen den Anbieter, also den Versicherer, festlegen.

Dies ist deshalb auch sinnvoll, damit der Verwaltungsaufwand für das Unternehmen überschaubar bleibt. Äußerem kommt man auf diesem Wege auch häufig in den Genuß eines Gruppentarifes, also verbesserten Konditionen.

Das der Chef dabei mitverdient ist in den seltesten Fällen der Fall.

Meint er evtl den Pensionsversicherungsverein?

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