Betriebliche Altersversorge - Zwang?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Bei uns ist das FREIWILLIG. Genauso ist es Dir überlassen, ob Du vermögenswirksame Leistungen in Anspruch nehmen willst, oder nicht. (Sollte man ruhig machen, kostet Dich nichts). Die Betriebliche Altersvorsorge ist - ähnlich Riester - gefördert. Eingeazhlt wird zum Beispiel 100 Euro. Die 100 Euro werden von Deinem Gehalt abgezogen, bevor es versteuert wird. Du bekommst also nicht ganz die Hälfte (bei ledigen) die Du einzahlst vom Staat geschenkt, da keine Steuern anfallen. Ich hoffe, ich konnte mich halbwegs verständlich ausdrücken? So eine Zusatzversicherung ist allerdings ohne Deine Einwilligung und Unterschrift auf der Police nichtig. Daher widerspreche ich der Aussage von smeagl. - Vielleicht meint er die "PFlegeversicherung"?

Endlich einer, der es richtig sagt.

Nur kleine Korrektur, die Unterschrift ist nicht auf der Police notwendig, sondern schon vorab im Antrag.

1
@catchan

Ich erinnere mich. Habe aber damit auch nicht mehr viel zu tun, zahle jedoch seit 13 Jahren das Maximum ein. Da kommt keine Lebensversicherung mit. ;-)

1

Die Zustmmung des Arbeitnehmers als versicherte Person ist zwingend erforderlich, da eine Entgeltumwandlung immer einen Eingriff in einen gültigen Arbeitsvertrag darstellt und dies einseitig nicht möglich ist.

Nein, ist es nicht. Betriebliche Altersvorsorge ist seitens des Arbeitnehmers eine völlig freie Entscheidung. Der Arbeitgeber ist per Gesetz allerdings gezwungen diese anzubieten und er darf auch den Durchführungsweg bestimmen. Ist der Arbeitnehmer allerdings der Meinung, dass die Form der Durchführung nicht seinen Wünschen und Vorstellungen entspricht, so kann er diese ablehnen. Als Arbeitgeger würde ich mir diese Verzichtserklärung sicherheitshalber mit einer Unterschrift des Arbeitnehmers gegenzeichnen lassen. So kann er auch sicher sein, dass sein AN nicht mit 67 kommt und behauptet, er hätte keine Möglichkeiten angeboten bekommen.

Was die 40 € angeht, so braucht es hier die Unterschrift von beiden Seiten. Wenn du 40 € weniger bekommst und deine Firma einen Zuschuss gibt, dann dürfte weit mehr als nur 40 € in die betriebliche Vorsorge fließen. Jedoch gilt auch hier, dass du unter Umständen nur dann den Zuschuss bekommst, wenn du eben diese Vorsorge in Anspruch nimmst. Zwar kann man sich per Gesetz auf ein Gleichhaltungsprinzip berufen, was bedeutet, dass du z. B. den Zuschuss in Form von 40 € VWL in einen Bausparer investieren möchtest, weil ja alle Anderen auch einen Zuschuss erhalten, ich würde mir jedoch diesen Weg gut überlegen. Das bringt fast immer Zoff. Wenn du also noch länger dort arbeiten möchtest, dann wäge Vorteile und Nachteile ab.

Du kannst natürlich auf die BAV verzichten und lieber 40 € mehr netto haben. Wie du dich steuerlich und finanzmathematisch besser stehst, sollte dir ein guter Makler sagen können, auch, wenn er nichts davon hat.

Hast du das nicht gestern erst gefragt? Wieso fragst du nicht bei deinem Arbeitgeber nach, was das soll? In eine betriebliche Altersvorsorge kann der AG einzahlen. Wenn er dazu allerdings Beiträge von deinem Gehalt abzieht, bedarf das natürlich deiner Zustimmung.

Definitiv NEIN! Altersvorsorge-Verträge sind zwischen drei Partnern abgeschlossene (abzuschließende!) Vereinbarungen. Das heißt: der Versicherer und der Arbeitgeber schließen den Vertrag, weil ja der Arbeitgeber die Vorsorge-Zusage gegenüber dem Arbeitnehmer abgibt. Der Arbeitgeber ist VERSICHERUNGSNEHMER. Der Arbeitnehmer ist VERSICHERTE PERSON, hier zugleich BEGÜNSTIGER DER VERSICHERUNGSLEISTUNG. Der Begünstigte unterschreibt (genehmigt) selbstverständlich auch, persönlich, eine anderweitige Verwendung (Abtretung) seiner Lohnbestandteile. Alles was der Arbeitgeber hier eigenmächtig übt, hat er auch selbst zu vertreten. Er kann einen Beweis dafür, daß die stringent erforderliche Einwilligung des Arbeitnehmers hier vorliegt, hat er nicht. So hat er die 40,- EUR im Zweifelsfall (wenn der Arbeitnehmer hier aufmerkt und handelt) selbst zu tragen und schuldet mithin dem Arbeitnehmer (auch nachträglich) die ordnungsmäße, soll heiße berichtigte lohnbuchhalterische Arbrechnung und Auszahlung des von ihm unbefugt umgelenkten Lohn-/Gehaltsanteils.

Arbeitgeber müssen eine Zusatzversicherung für die Arbeitnehmer machen, allerdings wird der Beitrag vollständig vom Arbeitgeber übernommen. Also mit dem Personalbüro sprechen und auf die Gesetzeslage hinweisen.

Sie müssen keine Zusatzversicherung für den Arbeitnehmer machen, sie müssen es ihm nur anbieten. Der Arbeitnehmer entscheidet dann, ob er das will oder nicht.

Außerdem muss er den Beitrag nicht voll und ganz übernehmen, das sind nur vereinzelte Tarifverträge vor. In der Regel ist es üblich, dass der Arbeitnehmer einen Teil seines Nettos dafür hernimmt.

2

minimik,

jeder mitarbeiter, auf dessen leben eine versicherung abgeschlossen wird, bedarf der zustimung des mitarbeiters. davon ausgehend, das dir 40€ im netto fehlen, muss davon ausgegangen werden, das eine entgeltumwandlung vorliegt. die bedarf ein nachtrag für den arbeitsvertrag, in dem vermerkt ist, wie in welcher form mitarbeiter auf lohn aus dem brutto verzichten und welche zuschüsse der arbeitgeber, auch vermögenswirksame leistungen zuzahlt.

liegt das nicht vor, ist der vertrag schwebend unwirksam. du solltest in der perspnalabteilung vorsprechen.

beste grüsse

dickie59

Er braucht dazu immer deine Zustimmung, auch wenn er den Beitrag ganz alleine zahlen würde.

Was mich verwundert ist, dass die Versicherungsgesellschaft dies macht ohne deine schriftliche Zustimmung (sprich Unterschrift).

Erkundige dich doch bei deinem Arbeitgeber darüber.

P.S.: Auch wenn dich die 40€ erst einmal irritieren, überlege einfach mal, ob du die betriebliche Alterversorgung nicht doch behalten willst. Höchstwahrscheinlich werden in den Vertrag mehr als 40€ einbezahlt.

Was möchtest Du wissen?