Betrieb verstößt gegen Berufsausbildungsvertrag

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10 Antworten

Klar kann man sich beschweren.

Die IHK reagiert auch,aber Dein Arbeitgeber auch.

Je nach dem was man macht sollte man überlegen ob es sich nicht negativ auswirkt.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre.

Die meistens von uns mussten Dingen verrichten,die nicht im Ausbildungsvertrag stehen.

Brötchen einkaufen, Bier holen,Wagen vom Chef waschen etc.

Bringt uns das um?NEIN.

Nur wenn man nichts vermittelt bekommt,sollte man sich an die IHK wenden!

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Kommentar von suchender1989
06.10.2011, 19:00

das macht er schon, naja ich warte bis die 3 Jahre rum sind.

bye

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Deine Frage ist sehr dürftig mit Informationen in Bezug auf deine Berufsausbildung und die damit verbundenen Nebenarbeiten versehen,sodass man kaum darauf antworten kann. Nur soviel : Man darf bei der Auslegung der Verordnung für die Berufsausbildung nicht päpstlicher als der Papst sein,und wenn du dich gegen die ausbildungsfernen Tätigkeiten zur Wehr setzt,wird deine restliche Ausbildungszeit kein Zuckerschlecken.Natürlich wäre ein Gespräch mit der Jugend- und Auszubildendenvertretung oder direkt mit dem Betriebsrat,soweit vorhanden, nützlich.Auch die zuständige IHK ist für die Beseitigung von eventuell vorhandenen offensichtlichen Missständen zuständig.Aber überlege dir gut,ob es dir etwas bringt,Staub aufzuwirbeln.Wie gesagt,genau beurteilen kann man deine Situation ohne weitere Informationen nicht.

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Tja, das sind ein bisschen wenig Informationen. Wenn du hier nicht sagen möchtest, was für eine Berufsausbildung du machst und was die "ausbildungsfernen" Tätigkeiten sind, wird dir wohl keiner wirklich einen Rat geben können.

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Anscheinend geht es hier um eine Kollektiv-Anfrage. Leider aber zu unkonkret und ohne nähere Details zur Ausbildungsrichtung und den angesprochenen unliebsamen Tätigkeiten. Insofern ist es nicht einfach, einen eindeutigen Ratschlag zu geben. Die IHK berät Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen. Denn jede Partei verfolgt ja eigene Interessen. Aber unter den Tisch gekehrt wird grundsätzlich nichts.

Ich rate Dir daher, sich zunächst an Deinen IHK-Ausbildungsberater zu wenden um die Situation zu schildern und aus deren Sicht die weitere Vorgehensweise vorgeschlagen zu bekommen. Alle anvertrauten Details werden vertraulich behandelt und nur wenn Du damit einverstanden bist - Du wirst danach gefragt - wird man sich mit dem Lehrbetrieb in Verbindung setzen.

Unabhängig davon, würde ich andere Stellen noch befragen, die auch neutral Jugendlichen in Ausbildung mit Rat weiterhelfen können.

Was wichtig ist, sprich von Deiner eigenen Wahrnehmung und Deiner eigenen Ausbildung. Ich halte nichts davon, wenn Du sozusagen als Wortführer Deiner Kollegen auftreten möchtest. Wem was nicht passt, der soll auch selbst die Sache in die Hand nehmen.

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Sicher kannst du dich beschweren! Dazu hast du ein Recht!

Allerdings solltest du dir über die Folgen im Klaren sein!! Es könnte sogar schlimmstenfalls so auslaufen, daß dein Lehrbetrieb dich nicht mehr weiterbeschäftigen will und dich während deiner Ausbildungszeit kündigt oder sowas. Die Frage ist, ob du überhaupt einen anderen Betrieb findest, der dich weiter ausbildet. Wer will schon jemand, der den Betrieb anscheißt?

Falls es nicht ganz so schlimm kommt, könnte es auch sein, daß dein Ausbilder dich nur die blödesten Arbeiten verrichten läßt, die zwar zum Inhalt deiner Ausbildung gehören, aber wo du nicht wirklich was lernst.

Ich würde dir raten, dich in deiner Berufsschule an deinen FAchlehrer zu wenden, vielleicht kann der dir raten. Aber solange es nicht soweit kommt, daß es -überhaupt- nicht mehr aushalten kannst, würde ich da nichts offizielles anbahnen!

Mein Sohn hat einen kaufmännischen Beruf erlernt und mußte Waschmaschinen anschließen, außerdem Samstags und auch mal Sonntags arbeiten sowie unbezahlte Überstunden machen. Mit der Zeit hat er es hingekriegt, daß er wenigstens einen Großteil der Überstunden abfeiern darf. Aber er hat diese Ausbildung durchgehalten, einen wirklich guten Abshcluß hinbekommen, ordentlich Muskeln bekommen durch das Tragen von Haushaltsgeräten und ist voll fit in Lampen wechseln und Waschmaschinen und Kühlschranke anschließen ;-) - Jetzt studiert er, weil es auch fertig ausgebildeten Kaufleuten in anderen Betrieben auch nicht viel besser geht und er auf diesem Stand nicht bleiben wollte.

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Da war jene Schwesternschülerin in der Ausbildung im Krankenhaus Celle. Sie war im ersten Lehrjahr. Kurz vor dem abendlichen Feierabend wurde von ihr verlangt, einen Kontrasteinlauf bei einer Patientin operationsvorbereitend durchzuführen. Er gehört als Röntgenvorbereitung in das Berufsbild der Medizinisch-Technischen Assistentin..

Sie wollte nicht. Sie wurde sowohl von der Stationsschwester, der Oberin der ausgebildeten Schwestern als auch von Stationsarzt und Oberarzt dazu genötigt. Sie hat sich also mehr als ein Mal zur Wehr gesetzt. Sie wurde gezwungen diese Tätigkeit auszuführen. Es wurde ihr aber das Deckenlicht noch ausgeschaltet. Sie traf falsch. Es fiel bei der Betrachtung der Bilder nicht auf.

Am nächsten Tag wurde die Patientin operiert. Gynäkologisch. Es war schon damals üblich, alle halbe Stunde eine Wundkontrolle nebst Blutdruck und Puls durchzuführen. Das wurde unterlassen. Als am nachmittag der Ehemann kam war die Patientin schon fast verblutet.

Es kam zum Prozess nach ihrem Ableben.

Das Amtsgericht verurteilte den Oberarzt zu Gefängnis und Geldstrafe. Der Stationsarzt wurde zur Zahlung von 10.000,- DM verurteilt. Die Schwesternschülerin ging straffrei aus.

Das Krankenhaus ging in Revision. Ergebnis:

Der Oberarzt ging straffrei aus. Der Stationsarzt wurde zur Zahlung von 10.000- DM verurteilt. Die Schwesternschülerin wurde zu Gefängnis verurteilt.

Die Angehörigen wollten in Revision. Die ÖTV erklärte der Schwesternschülerin, wenn sie dies nicht verhindere werde sie ihre Ausbildung nicht beenden können, nirgendwo mehr Arbeit finden egal in welchem Beruf. Gehe sie aber ins Gefängnis werde sie ihre Ausbildung beenden können und anschließend eine Stelle finden. Es kam zu keiner Revision.

Das wurde 1978 in dem Magazin "Die Schwester - Der Pfleger" veröffentlicht. Bis heute hat sich an diesen Zuständen nichts geändert.

Ich weiß nicht ob Du in diesem Bereich lernst.

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Da müsstest Du hier schon ein bisschen konkreter werden. Was für "ausbildungsferne" Tätigkeiten in welchem Berufsbild? So kann man ja kaum eine sinnvolle Antwort geben. Ggf. wäre ein Betriebsrat (wenn es so etwas gibt) ein Ansprechpartner für Dich oder Du wendest Dich an die zuständige Handelskammer.

Ansonsten ist es wohl ziemlich normal, wenn man auch einmal ausbildungsferne Tätigkeiten ausführen muss. Genauso wie Angestellte tw. nicht dem Berufsbild zugehörige Tätigkeiten machen (müssen), ganz einfach, weil es das kollegiale Miteinander erleichtert.

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Einmal in det Woche fegen ist schon okay. Ich hab ein FH Diplom und bring auch mal den Muell raus.

Falls es gravierend ist, könnt Ihr Kontakt zur IHK aufnehmen.

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4-8 mal im Monat "ausbildungsferne" Tätigkeiten - nach Deiner eigenen Definition - sind ja noch keine "ausbildungsfremden" Tätigkeiten und aus meiner Sicht noch lange keine Grund, hier gleich einen Aufstand zu machen.

Falls Du darauf aber wert legen solltest, dann bleibt erst einmal ein Gespräch mit dem Ausbilder oder dessen Chef und im Notfall nur der Weg zur zuständigen IHK.

Spätestens wenn Du Dich beschwerst, wird das "damit mich keiner erkennt" aber nicht mehr funktionieren.

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Was wird denn ausgeführt, was nicht in der Verordnung steht? Welche Berufsausbildung machst du denn?

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