Betreuungsunterhalt nach Hochzeit u Kind mit neuer Partnerin

6 Antworten

Auch nach der Heirat ändert sich an deiner Unterhaltspflicht erst einmal nichts,denn Kindesunterhalt und Betreuungsunterhalt bis zum 3 Lebensjahr des Kindes,gehen vor !

Auch nach der Geburt wird sich erst einmal nichts ändern,solange du den Unterhalt ( für das 1 und das Neugeborene ) + Betreuungsunterhalt zahlen kannst und mit deinem bereinigten Nettoeinkommen über deinem Selbstbehalt liegst.

Dein bereinigtes Nettoeinkommen sind 1000 €,darin sind bereiz ca.360 € für die Unterkunft und Heizung enthalten. Von deinem Nettoeinkommen kannst du min.50 € für arbeitsbedingte Aufwendungen / Fahrkosten zur Arbeit ) abziehen,normal sind es 5 % vom Netto,max.150 €.

Diese kannst du von deinem Nettoeinkommen abziehen,das ergibt dann dein bereinigtes Einkommen.

Dann schaust du in der Düsseldorfer Tabelle nach und rechnest dir aus,was du bei deinem Nettoeinkommen für deine 2 Kinder an Unterhalt zahlen müsstest. Von deinem 1 Kind,kannst du von dem Unterhalt das hälftige Kindergeld ( 92 € ) abziehen,das ergibt dann den Zahlbetrag.

Vom Neugeborenen kannst du auch min.diese 92 € abziehen,dann addierst du die beiden Beträge,das würde dann der Zahlbetrag sein. Diesen ziehst du dann von deinem bereinigten Nettoeinkommen ab,solltest du dann noch mehr als 1100 € bzw.1150 € wenn deine Fahrkosten so hoch sind,haben,musst du auch noch Betreuungsunterhalt an die Ex - zahlen,könnte dann evtl.weniger werden.

Solltest du aber nach der Geburt nicht den Mindestunterhalt für beide Kinder zahlen können,nach Düsseldorfer Tabelle,würde ein Mangelfall eintreten.

Dann würde die Summe die über deinem bereinigten Nettoeinkommen liegt,prozentual nach dem Alter der Kinder und deren Unterhaltsanspruch aufgeteilt und der Betreuungsunterhalt würde entfallen,da Kindesunterhalt vorgeht.

Die EX - müsste dann ggf.eine ALG - 2 Aufstockung beim Jobcenter beantragen.

Durch die Heirat an sich ändert sich nichts an deinen bisherigen Unterhaltsverpflichtungen bzw. deren Höhe. Zwar bist Du nach der Heirat ggf. auch deiner Ehefrau unterhaltspflichtig (Familienunterhalt), aber dieser wäre nachrangig nach Kindesunterhalt und Betreuungsunterhalt zu leisten.

Sobald aber deine neue Partnerin ein Kind zur Welt gebracht hat, ändert sich ggf. auch der bisherige Unterhalt - und dann unabhängig davon, ob ihr bereits verheiratet seid oder nicht...:

Denn dann bist an erster Stelle beiden Kindern unterhaltspflichtig (1. Unterhaltsrang) - und keines der Kinder darf schlechter gestellt sein als ein anderes, egal aus welcher Beziehung.

Nur, wenn Du nach Anrechnung beider Kindesunterhalte noch mehr als 1100 Euro zur Verfügung hättest (Selbstbehalt beim Betreuungsunterhalt), wärst Du dann auch beiden Kindsmüttern zum Betreuungsunterhalt verpflichtet (2. Unterhaltsrang).

Je nach Höhe deines Einkommens könnte dies dazu führen, dass Du an die erste Kindsmutter entsprechend weniger Betreuungsunterhalt zahlen könntest.... wobei die zweite Kindsmutter bereits sechs Wochen vor der Entbindung (Mutterschutz) Anspruch auf Unterhalt an dich hätte....

Sollten entsprechende Unterhaltstitel gegen dich vorhanden sein, müsstest Du diese allerdings erst abändern lassen (Abänderungsklage), bevor Du tatsächlich weniger zahlen "dürftest".

1

Danke! Also muss ich auf jeden Fall wieder zum Anwalt - das habe ich mir gedacht!

0

Deine neue Freundin wusste ja dass du Vorbelastungen hast. Die wirst du durch eine neue Beziehung nicht einfach wieder los.

1

Was hat das mit meiner Freundin zu tun? Es ging lediglich um gesetzliche Grundlagen die ich hier erfahren wollte!

0

Wie verhält es sich mit Betreuungsunterhalt?

Hallo zusammen, meine Frage kommt aus Sicht des Vaters: Meine ehemalige Freundin bekommt ein bisschen Wohngeld, weil sie nur ein geringfügiges Einkommen hat zurzeit. Unser Sohn geht bedingt durch ihre Berufstätigkeit schon zur Kita. Dadurch, dass sie also staatliche Leistungen erhält, erfolgt die Forderung über den Unterhalt durchs Jobcenter und nicht durchs Jugendamt. Bisher hatte ich ein Einkommen von knapp über 1.600 netto (relevant für die Berechnung). Kindesunterhalt habe ich 288 Euro bezahlt. Nach der Düsseldorfer Tabelle (Stand 2015) hätten es aber 333 Euro abzüglich hälftiges Kindergeld sein sollen. Also in etwa 240 Euro. Habe ich demnach also bisher schon zum Kindesunterhalt auch Betreuungsunterhalt gezahlt? Ich habe vom Jobcenter nur eine Gesamtforderung erhalten und das Wort Betreuungsunterhalt gestern zum ersten Mal gehört. (Die Forderung kommt nicht von meiner ehemaligen Partnerin) Wir pflegen noch einen guten Kontakt zueinander und sprechen auch über solche Dinge. Auch sie wusste nichts davon. Kann man Betreuungsunterhalt also auch bekommen, wenn man es nicht explizit beantragt?

So, zurück zum Betrag 288 Euro. Wenn also 240 Euro Kindesunterhalt waren, dann sind 48 Euro Betreuungsunterhalt oder möglicherweise eben etwas anderes. Jetzt komme ich auf das Thema, weil ich eine Gehaltserhöhung bekommen habe. Ab jetzt stehen knapp 2.000 Euro netto zur Berechnung. Gebe ich nun mein Einkommen und das der Mutter bei einem Onlinerechner für Unterhalt ein, so werden aus 48 Euro Betreuungsunterhalt plötzlich 430 Euro. Damit ist der von mir zusätzlich zu zahlende Unterhalt größer als meine netto Gehaltserhöhung. Kann das sein? Aus derzeit insgesamt 288 Euro sollen 732 Euro werden. Hat sie Anspruch auf Betreuungsunterhalt, wenn unser Sohn zur Kita geht und sie einer Vollzeittätigkeit nachgeht? Und kann man ihr das Wohngeld streichen, wenn ihr Gesamteinkommen plötzlich höher ausfällt durch den Betreuungsunterhalt?

Ich hoffe mir kann da jemand weiterhelfen. Dankeschön!

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?