Betreuung wg Demenz / was macht der Verfahrenspfleger?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

niemand hat irgendeine Weistungsbefugnis. Der Verfahrenspfleger schon gar nicht. Er kann und darf Ihnen auch keine Arbeit "abnehmen". Der Verfahrenspfleger tritt an die Stelle des nicht mehr anhörungsfähigen Betrioffenen. Er überwacht, dass die Verfahrensabläufe und rechtlichn Vorgaben vom Gericht eingehalten werden und kann sich inhaltlich an den Stellen äußern, an denen es ansonsten der Betroffene selbst laut und deutlich machen würde. Inhaltlich ist das aber nicht mehr, als eine Meinungsäußerung.

Der Verfahrenspfleger kann auch gegen die spätere Entscheidung des Gerichts im Namen des Betroffenen Rechtsmittel (Beschwerde) einlegen. Und zwar auch dann, wenn Sie als Betreuerin mit der Entscheidung einverstanden sind. Der Betroffene kann natürlich dennoch selbst Rechtsmittel einlegen. In vielen Fällen dürfte dies dem Betroffenen aber sehr sehr schwer fallen, oder ganz unmöglich sein. In vielen Fällen sieht das Gesetz zwingend vor, dass ein Verfahenspfleger bestellt werden muss, §§ 276, 317 FamFG

Danke für die ausführliche Antwort, lieber FranzJohannes! :)

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Es gibt keine Weisungsgebundenheit. Verfahrenspfleger haben Betreuer in ihren Tätigkeiten zu unterstützen. Sie werden den Betreuern beigestellt. Wo Du also nicht weiter kommst da bitte ihn das zu übernehmen. Du bist immerhin nun arg eingespannt alleine schon bei der Pflege, der alltäglichen Betreuung. Unter Umständen verhindert diese Erkrankung - Alterserscheinung auch dass Du einen Termin wahrnehmen kannst. Deshalb macht es Sinn Ihr sprecht Euch wegen Terminen ab wie Besichtigungen. Es macht absolut Nichts wenn Ihr Beide erscheint aber im Notfall ist wengistens der Verfahrenspfleger anwesend und kann Dir anschleßend berichten.

Bitte gehe auf facebook und melde Dich in der Gruppe "Gesetzliche Betreuung" an. Dort findest Du manche Information, den Gesetzestext, aktuelle Urteile und so fort.

Danke für die ausführliche Antwort, liebe Dawala :))

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Gesetzlicher Betreuer nutzt Oma aus

Hallo, ich habe ein längere Problem und wäre froh, wenn mir jemand helfen will. Danke im Voraus. Ich habe vor ca, 4 Wochen meine Oma, die mir sehr viel bedeutet abgeben müssen. Bisher habe ich täglich mehrmals mit ihr telefoniert und sie oft besucht. (Sie wohnt etwas weiter weg) Sie ist nicht gestorben, sondern wurde von ihrer Tochter, gegen ihrer Willen in ein Heim weit weg gebracht. Jetzt weint sie oft und will immer nach Hause. Wenn ich einmal wöchentlich mit ihr reden darf sagt sie immer, dass ich etwas machen soll.

Ich habe diesen Brief an das Amtgericht geschreiben. Bekomme ich darauf eine Antwort und macht das Gericht etwas? Ich möchte nicht das Geld meiner Oma, sondern lediglich, dass alles wieder gut wird und sie wieder nach Hause darf. ich habe sie schon so lange nicht mehr gesehen und vermisse sie so.

Ich wurde von meiner Oma, Frau* * Str. 18, *München beauftragt, sie aus einem Pflegeheim in * zu holen. Frau (Oma) hat einen gesetzlichen Betreuer, da sie leider an Demenz erkrankt ist. Die Betreuerin ist ihre Tochter *, wohnhaft in *. Frau (Tochter) hat ihre Mutter vor ca. 4 Wochen gegen ihren Willen nach in das Pflegeheim Rosenium gebracht. Da Frau(Oma) ihr ganzes Leben aber in München gelebt hat, möchte sie auf jeden Fall wieder nach München zurück. Sie hat dort ihre Freundinnen, mit denen sie sich regelmäßig getroffen hat. Bei den Telefonaten mit ihr weint meine Oma und bittet immer um Hilfe. Für eine demenzkranke Person ist es sehr wichtig, dass sie bekannte Menschen um sich hat. In dem Pflegeheim kennt sie aber leider niemanden und selbst die Umgebung ist ihr fremd. Die Demenz ist nicht so weit fortgeschritten, meine Tante hat überwiegend klare Momente. Die gesetzliche Betreuerin lässt nicht mit sich reden, bzw. ist für uns Angehörige nicht erreichbar. Sie handelt nicht im Interesse von Frau *(Oma), sondern stellt ihre eigenen Interessen in den Vordergrund. Als Frau *(Oma) noch in München gelebt hat, hat Frau *(Tochter) regelmäßig Geld von ihrem Konto abgehoben. Um ihre Mutter hat sie sich aber nie gekümmert, sie hat sie auch nie besucht bzw. für sie Lebensmittel besorgt. Ich habe öfters mit dem Pflegedienst gesprochen, der mehrmals am Tag kam. Mir wurde immer gesagt, dass Frau (Oma) keine Getränke zu Hause hat und nur das Leitungswasser trinken kann. Frau(Tochter) verbot uns telefonisch vertreten durch ihre Tochter, dass wir die Telefonate mit Frau *(Oma) im Pflegeheim zu unterlassen haben. Ich stelle hiermit einen Antrag, damit Sie die gesetzliche Betreuung überprüfen und gegebenenfalls einen gesetzlichen Betreuer bestimmen, der nicht mit Frau *(Oma) verwandt ist und in ihrem Interesse handelt und ihr Vermögen verwaltet.

Mit freundlichem Gruß

DANKE FÜR HILFE :-)

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Haben seelisch Erkrankte und auch Schwerbeschädigte ein Recht auf Recht?

Sehr geehrte Community,

ich habe eine seelisch erkrankte Freundin (siehe letzte Frage), die 2017 freiwillig in die Psychiatrie ging und dort bleiben MUSSTE von September bist Dezember 2017, wovon sie seit September 1 Woche auf der offenen war, und anderthalb Monate (6 Wochen) auf die Geschlossene weg gesperrt worden ist, weil sie den Mut besessen hatte, einem Oberpfleger auf der Offenen die Meinung zu sagen, indem sie sich für die Rechte ihrer Mitpatienten eingesetzt hat.

Es kam eine Gutachterion vom Gericht, die von den Ärzten beauftragt worden war und im Namen des Amtsgerichtes und ihrer Gesinnung meine Freundin in der Geschlossenen zwangsuntergebracht und zwangsmedikamentiert haben! Dann hat man ihr seit dato eine Zwangs-Betreuerin (wortwörtlich in den Akten verfasst) vom Amtsgericht zugestellt, mit den Aufgabenkreisen: Finanzen (Dein Konto gehört Dir nicht mehr alleine, Du wirst also Deines eigenen Kontos laut des Amtsgerichtes Deiner Rechte enthoben, in dem man Dir die Karte sperrt und der besagte Betreuerin mehr Rechte, oder das alleinige Recht durch ein Einwilligungsvorbehalt einräumt als Dir), dasselbe bei Gesundheitswesen, Ämtern, Behörden und Vermietern.

Meine Freundin befand sich trotz ihrer Krankheit in einer Ausbildung zur Fachkraft im Gastegwerbe.

Die Betreuerin hat dafür gesorgt, dass ein Gutachten vom JobCenter erstellt wird, in dem die Betroffene 6 Monate nicht arbeitsfähig sei. Wobei sie gerade dabei ist wieder Arbeit auf zu nehmen, trotz des gestern erhaltenen negativen Gutachtens durch das Jobcenter.

Sie will raus aus der Psycho-Ecke.

Sie war immer auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten, hat eine eigene Wohnung, verfügt über einen eigenen Deutschen Pass und einem Schwerbeschädigtenausweis.

Sie will raus aus der Zwangsbetreuung.

Frage ist, was hat diese Frau für Rechte?

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lebenslanges unentgeldliches Wohnrecht abkaufen

Unsere Mutter hat lebenslanges Wohnrecht in einer abgeschlossenen Wohnung über uns. Sie muss nun ins Pflegeheim wegen ALzheimer Demenz und hat eine gesetzliche Betreuung. Können wir unserer Mutter das Wohnrecht abkaufen ( sie ist 81 Jahre) und in welcher Statistik finden wir die Lebenserwartung ? Oder können wir auch die Wohnung vermieten und die Miete monatlich an die Betreuerin weiterleiten?

Kann sie verlangen uns das Wohnrecht abzukaufen?

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