Betreutes Wohnen 18 Jahre alt?

4 Antworten

Du musst dem Jugendamt gegenüber Plausibel erklären, was dich da belastet, im Detail nicht unbedingt, wenn es dich Psychisch bedrückt, kann dich keiner zwingen, biete ihnen an, dich Psychologisch betreuen zu lassen. Und mach Ihnen Glaubhaft klar, das du Zuhause eingehst, dann müssen Sie dir helfen.

Okay danke für die Antwort!

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Habe ich eine Chance auf betreutes Wohnen, betreutes Wohnen sollte alten und pflegebedürftigen Leuten vorbehalten sein, in deinem Alter braucht man kein "betreutes " wohnen, das sollte man das Leben selbst in die Hand nehmen

Ich habe diese Frage nicht aus Spaß gestellt und würde mein Leben selbst in die Hand nehmen, wenn ich dazu in der Lage wäre, und bei allem Respekt, ich glaube nicht, dass du beurteilen kannst, was ich brauche oder nicht.

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So einfach wie das hier beantwortet wurde, ist das mit Sicherheit nicht.

Ein Platz in einer betreuten WG ist sehr teuer und für absolut echte Notfälle gedacht. Einfach nur zu sagen "ich halte es zuhause nicht mehr aus, möchte aber nicht mehr dazu erzählen" reicht nicht. Das betrifft vermutlich zwei Drittel deiner Altersgruppe.

Du kannst natürlich zum Jugendamt gehen und um Hilfe und Beratung bitten. Wenn es schwerwiegende Gründe gibt - und die mußt du ausführlich darlegen - hilft das Jugendamt auch im Rahmen der Heranwachsenden-Hilfe (18 - 21 Jahre).

Was würde denn zum Beispiel zu 'schwerwiegende Gründen' dazuzählen?

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@selfconclusion

z. B. Missbrauch, physische oder psychische Misshandlung, Drogen- oder Alkoholsucht der Eltern, Verwahrlosung. Einfacher wäre es, wenn du etwas mehr erzählen würdest, das ist hier doch völlig anonym.

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@washilfts

Dann habe ich wohl keine Chance, habe ich mir ja sowieso schon fast gedacht. Gibt wohl wirklich schlimmere Probleme als meine....Ich erzähl trotzdem mal ein bisschen mehr.

Ich kann das zeitlich nicht genau sagen, aber seit ca. 3 Jahren bin ich immer tiefer in Depressionen reingerutscht und damit auch in eine Essstörung. Das war mal besser und mal schlechter eben. Mit meinen Eltern ging das immer weiter bergab. Vorallem (und ich weiß, dass ich daran selber Schuld bin), weil ich mir keine Hilfe holen wollte. Sie konnten halt nicht verstehen, wenn ich tagelang nur im Bett lag und geheult habe und einfach nicht mehr konnte und sowas halt. Sie haben dann nur immer gesagt, ich solle mich mal 'zusammenreißen'.

Im November haben sie mir dann gesagt, dass sie überfordert sind mit mir, ich ihr Leben kaputt mache und sie nichts mehr mit mir zu tun haben wollen, weil ich sie zu sehr runterziehe und sie auch auf sich selber achten müssen.

Ich lebe also seit November in diesem Haus mit meinen 'Eltern' und mit dem Postboten habe ich mehr geredet als mit ihnen. Wir ignorieren uns komplett. Mein Zimmer fühlt sich langsam an wie ein Gefängnis. Nur wenn meine Eltern mal weg sind, trau ich mich in die Küche zu gehen oder meine Wäsche zu waschen.

Ich weiß, dass es kindisch ist... und sehr wahrscheinlich bin ich auch manchmal noch wie 14 im Kopf...aber es tut ziemlich weh, von den eigenen Eltern ignoriert zu werden. Meine Eltern, besonders meine Mutter, auch wenn ich das nur schwer zugeben kann, war davor immer eine sehr wichtige Stütze für mich in meinem Leben. Als diese dann weg war, wurden meine Probleme natürlich noch viel schlimmer. Meine Freunde habe ich sowieso schon weitgehends alle vergrault. Ich habe also niemanden mehr. Wenn mich nicht einmal meine Eltern lieben können, wer sollte es auch dann können?

Sie interessieren sich nicht mehr für mich, ich bin ihnen einfach egal. Ich bin wie Luft und weiß gar nicht mehr, wie ich mich hier verhalten soll. Mir wird vielleicht körperlich nichts angetan, aber meine Psyche leidet mit Sicherheit.

Ich muss mir erstmal also auf jeden Fall professionelle Hilfe holen was meine Probleme angeht, aber das reicht nicht! Ich weiß, dass ich in diesem Umfeld nicht mehr gesund werden kann! Ich verbinde nur noch schlechtes mit meinem 'Zuhause' und verbringe die Tage lieber auf Parkbänken draußen.

Meine Abiprüfungen werde ich wohl auch schmeißen,so sehr ich es versuche, ich schaffe es einfach nicht. Ich kann mich nicht konzentrieren beim Lernen, ich kann nachts nicht mehr schlafen, ich kriege gar nichts mehr auf die Reihe.

Ich bin im Februar schonmal drei Tage mit dem Auto meines Bruders von zuhause abgehauen, niemand wusste wo ich war und ich wollte Selbstmord begehen, weil ich so am Ende war. Aber natürlich habe ich auch das nicht durchgezogen, super. Als ich total zitternd und verheult wieder nachhause gekommen bin, hat meine Mutter nur gesagt, ich solle mich ein bisschen schlafen legen und ist weggefahren zu einer Freundin. Es ging mir noch nie so schlecht, ich hätte wirklich jemanden gebraucht, aber sie hat mich einfach alleine gelassen und danach hat sie mich wie gewohnt weiter ignoriert. Ich denke, es wäre ihr lieber gewesen, ich wäre nicht zurückgekommen und ich sehe das genauso, dass das besser für alle gewesen wäre...

Meine Selbstmordgedanken sind auch immer noch vorhanden, (die Situation hier zuhause trägt mit Sicherheit dazu bei), aber ich weiß auch, das ich dazu nie mutig genug wäre, sonst hätte ich das nämlich schon getan.

Ich kann meine Eltern auch langsam nicht mehr als meine Eltern ansehen. Ich verstehe sie zwar auf der einen Seite, aber das sie mich von einen auf den anderen Tag wie eine heiße Kartoffel haben fallen lassen, obwohl sie wissen, dass es mir nicht gut geht, kann ich Ihnen irgendwie nicht verzeihen. Sollen sie doch lachend zu dritt mit meinem Bruder am Tisch sitzen und einen auf heile Familie tun.Ich versuche mir einzureden, dass es mir egal ist, aber das ist es leider nicht.

Ich weiß jetzt wenigstens, das ich mir die Idee mit dem betreutem Wohnen aus dem Kopf schlagen kann. Ich muss da wohl weiter durch. Ich wüsste sowieso nicht, wie ich dem Jugendamt das erklären sollte, ich bin nicht grad der große Redner, vorallem wenn es um meine Probleme geht.

Ich weiß einfach nicht mehr wie es weitergehen soll. :( Es wäre vermutlich keine gute Idee, die Koffer zu packen und auf der Straße zu leben? Das hat hier jetzt auch keinen interessiert, aber es war mal ganz gut, sich das von der Seele zu schreiben.

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@selfconclusion

ich antworte dir morgen ausführlich. Deine Chancen stehen nicht so schlecht wie du jetzt annimmst.

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