Beten während der Arbeitszeit (Ramadan)?

... komplette Frage anzeigen

15 Antworten

Ich denke, wenn du mit deinem Chef offen darüber sprichst, solltest du nichts erwarten. Es gibt einige Arbeitsplätze, die eine flexible Arbeitszeit möglich machen. Aber es gibt auch einige Plätze, wo das nicht möglich ist. Hier mit "Raucherpausen" zu argumentieren, halte ich für falsch. Das würde ich nicht anbringen bei einem solchen Gespräch. Gerade nicht in der aktuellen politischen Situation. 

Religion ist Privatsache. Es gibt keinen Grund für einen Arbeitgeber, Gebetszeiten (und Raucherpausen) zu bezahlen. Auch Mitarbeiter, die Christen/ Atheisten/ Buddhisten.. sind, müssen ihre religiösen Aktivitäten auf die Freizeit beschränken. Trotzdem denke ich, du wirst eine positive Antwort bekommen, wenn du deinem Chef anbietest, dafür entsprechend länger zu arbeiten. 

VG

Nele

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Nightstick
29.05.2016, 16:23

I "Trotzdem denke ich, du wirst eine positive Antwort bekommen, wenn du deinem Chef anbietest, dafür entsprechend länger zu arbeiten." (Zitat)

Das halte ich für ziemlich fraglich, weil dadurch

1. der Betriebsablauf gestört werden könnte, und

2. eine Ungleichbehandlung der nicht-muslimischen Mitarbeiter entstehen würde.

3

Esselamu alejkum
"Wir Muslime freuen uns so sehr darauf "
Ich versteh dich zu gut möge Allah s.w.t deine freude ehwig sein lassen und deinen Ramadan schön sein lassen und deine Gebete und Duas annehmen .
Ich empfehle dir ihn einfach darauf anzusprechen .
Ich finde wenn die ganzen Rauche unzählige male am Tag für 5 Minuten rauchen gehen dürfen wirst du ( geschätzt) 2 mal für 5-10 Minuten Pause machen dürfen .
Ich empfehle dir aber in der Arbeit nicht gerade die längsten Suren zu rezitieren .
Beschränke dich auf Suren wie Ikhlaas .
Möge Allah s.w.t es dir leicht machen .

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sprich ihn einfach mal darauf an und frag ihn ob du irgendwo beten kannst. Von einer bekannten die Mutter darf auch während der Arbeit beten. Der Arbeitgeber hat sogar einen Gebetsraum für sie einrichten lassen. Aber ich würde dir raten, egal was dein Arbeitgeber sagt, erzähle nicht das du bis zu dem Zeitpunkt immer im Nebenraum gebetet hast. Ich denke mal er wird es nicht gut finden das du es verheimlicht hast. Insallah ist dein Arbeitgeber damit einverstanden :) 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich habe hier jetzt mal quer gelesen.

Sind denn die Raucherpausen festgelegt, oder geht jeder wann er will?
Wie wird das nachgehalten? Wird gestempelt?

Wenn ich das richtig verstehe, haben alle Mitarbeiter 1 Stunde Pause. Nur wird diese unterschiedlich verteilt.

Somit könnte ein Nichtraucher auch statt mittags eine Stunde Pause zu machen, morgens ne viertel Stunde frühstücken.

Wie werden die Pausen denn nachgehalten?

Demnach sehe ich erstmal kein Problem darin, dass du deine Pausen halt mit beten verbringst.
sofern die Pausen individuell sind..wenn jedoch die Raucherpausen zu festen Zeiten sind, wirst du höchstens zu diesen Zeiten auch Pause machen können.

Nur, jetzt habe ich auch eine Frage:
Wenn dir der islam so wichtig ist, und er an 1. stelle steht, warum lebst du dann nicht in einem muslimischen Land? Da wäre das alles doch für sich einfacher?
Warum hast du Deutschland gewählt?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Renguees
29.05.2016, 18:53

Lieber faiblesse,

Die Raucherpausen sind nicht festgelegt. Jeder kann sich praktisch seine 3 mal 5 min selber einteilen wann er gehen möchte. Es gibt eine Liste wo man sich ein- und austragen kann. 

Du hast sicherlich recht, das ich es in einem islamischen Land viel leichter hätte. Aber da ich hier aufgewachsen bin und der deutschen Sprache mächtig bin und ich hier all meine Freunde und Familie habe, würde es mir sehr schwer fallen das Land zu verlassen. 

0
Kommentar von faiblesse
29.05.2016, 19:35

Ich sehe eher das Problem, dass daraus noch mehr Sonderwünsche entstehen..

Der nächste Mitarbeiter hat evtl einen Hund. Den er mit zur Arbeit bringen möchte, der muss dann auch regelmäßig raus..

Wobei, bei uns ist beides akzeptiert, rauchen und auch Hunde..

Wir haben auch Muslime, die Fasten auch, aber hab noch nie mitbekommen, dass die auch beten.. Ich glaube ich frage den Kollegen nächste mal.

Ach ich habe noch eine Frage, wie läuft das denn in muslimischen Ländern? Machen dann alle Pause zum beten?

1
Kommentar von faiblesse
29.05.2016, 21:08

"es entstehen dadurch keine Sonderwünsche, wenn man alles in seiner regulären Pausenzeit macht, ist das doch kein Problem?"

Da ist ja auch kein Problem.
Aber die reguläre Pausenzeit wird vom Arbeitgeber vorgegeben. Oder zumindest der Zeitraum, in dem die Pause gemacht werden muss.

Bei uns zB müssen wir zwischen 12 und 14 Uhr mindestens eine halbe Stunde Pause machen.

Sobald du aber beten möchtest, wann du möchtest, ist es ein Sonderwunsch.
wenn dir das genehmigt wird, kann das zu mehr Sonderwünschen führen.
So meinte ich das.

Niemand hindert dich daran, in der regulären Mittagspause zu beten.

1

Warum willst Du überhaupt Deinen Arbeitgeber fragen, wenn Du Dich doch über ein eventuelles Untersagen hinwegsetzen willst?

Nach dem Motto, wenn's mit dem Fordern nach einer Extrawurst nicht klappt, dann nehm ich mir einfach ganz dreist das Recht heraus und wundere mich über die Abmahnung ...
Religion ist Privatsache und hat auf Arbeit nichts zu suchen.
Ein Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, grundgesetzlich geschützte Gebetspausen des muslimischen Arbeitnehmers während der Arbeitszeit hinzunehmen.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Renguees
29.05.2016, 15:41

Also praktisch in der Hoffnung das er tolerant reagieren wird. Das ist mein Ziel. Ich will ihn damit nicht überfallen, sondern ich möchte die Sache langsam angehen.

0
Kommentar von Renguees
29.05.2016, 15:52

Tut mir Leid. Ich als Moslem bin verpflichtet Allahs Gesetze einzuhalten. Das Gebet ist oberste Pflicht im Islam.

0

Es ist doch im Ramadan kein Problem, die Gebetszeiten einzuhalten. Die Zeiten liegen so weit auseinander, dass du immer die möglichkeit hast in einer Pause zu beten.

Das mit deinem Chef ist ganz einfach. Du bittest Allah, dass er dich unterstützt bei dieser Aktion. Dann gehst du zu deinem Chef und fragst ihn einfach. Überlege dir vorher, was er antworten könnte und denke über deine Antworten dazu nach. Also etwa so: Dein Chef sagt, wie soll das gehen. Dann sagst du.......überlege dir eine passende Antwort dazu. Das mache mit allen fragen, die dein Chef haben könnte.

Sollte er dir kündigen, dann gibt dir Allah etwas besseres. Das ist kein Problem, wenn du etwas nur wegen Allah tust.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Religion ist in unserer Gesellschaft genau so Privatangelegenheit und auf die arbeitsfreien Zeiten zu verlegen, wie gewisse religiöse Pflichten. Das sollte auch Muslimen einleuchten.

Sprich von mir aus mit deinem Chef. Wenn er deine Sonderwünsche toleriert, dann ist es gut. Rechne aber auch damit, dass er dir wie ich sagt, dass du zuhause die ganze Nacht durchbeten kannst, nicht aber bei der Arbeit, denn in dieser Zeit kostest du deinen Arbeitgeber Geld, obwohl du deine Arbeitsleistung nicht erbringst.

Und vom heimlichen Beten während der Arbeit würde ich dir abraten. Als dein Chef würde ich mich glatt von dir trennen, wenn ich Wind davon bekäme! - Es ist schon schlimm genug, dass viele Muslime während des Ramadan körperlich geschwächt und aus dem biologischen Gleichgewicht sind und so nicht ihre normale Arbeitsleistung erbringen. Wenn dann auch ständig noch im Betrieb gebetet wird, sinkt die Arbeitsleistung Richtung "0"! - Auf diese Art und Weise lassen sich auch die vor dem Islam fliehenden  muslimischen Flüchtlinge nicht mehr dauerhaft in unserem Land finanzieren.

Und wenn man dann noch bedenkt, dass aus solchen Flüchtlingen Arbeitnehmer werden könnten, welche ihrerseits auch noch jeden Ramadan bei der Arbeit ihre Gebete verrichten wollten, dann wäre das einfach "des Guten zu viel" und könnte die Flüchtlingsfeindlichkeit fördern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Renguees
29.05.2016, 19:03

Liebe hummel3,

Es mag sein das für einige Menschen in der heutigen Gesellschaft Religion Privatsache ist. Aber für mich persönlich als strenggläubiger Muslime, ist Religion mein ganzes Leben. Es steuert praktisch mein gesamtes Leben. Ich lege sehr großen Wert darauf meine Gebete pünktlich zu verrichten, sonst habe ich ein sehr schlechtes Gefühl Allah gegenüber. 

Und warum sie mich als "mein Chef" direkt kündigen würden, fände ich ein bisschen zu hart. Wenn ich gute Leistungen erbringe und die Gebetszeiten innerhalb meiner regulären Pausenzeit verbringe, dann sollte es doch für sie kein Problem sein wenn ein Muslim in ihrer Firma beten würde? 

Und was das ganze mit Flüchtlingen zu tun hat, musst du mir jetzt auch erklären. Versuchen sie einfach Flüchtlinge zu respektieren, egal ob sie beten wollen oder nicht. Ihre Steuer wird im Enddefekt so oder so verbraten an Griechenland. Da interessiert es keinen ob jetzt ein Teil davon in die Flüchtlingskrise einfließt. 

0

Hallo Rengees! Ich würde mit meinem Arbeitgeber sprechen und sowas nicht heimlich machen, warum das denn? Wenn Du einen toleranten und netten Chef hast, wird er Dir das erlauben. Es kann aber sein, dass Du das Beten in die Pausen verlegen musst. Die Fastenzeit beginnt ja dann auch für Euch, ich habe eine Kollegin, die ebenfalls heimlich betet, aber sie will das nicht bekannt machen und wir halten uns daran.

was das Fasten betrifft, das würde ich auch dem Chef sagen. Ich hoffe, Du bist dann auch fit zum Arbeiten? Hast Du Kollegen, die Bescheid wissen? Wir sind ein Team aus lauter Frauen, ich bin Christin, meine Kollegin Muslima, aber wir unterhalten uns offen darüber, lassen sie fasten und unterstützen sie dabei. Gelegentlich ist sie etwas müde. Sie trinkt noch nicht mal Wasser, was ich im Sommer nicht gesund finde, oder? Dir alles Gute!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von blackforestlady
29.05.2016, 15:44

Eine Muslima die fastet ist keine ganze Arbeitskraft und untragbar für eine Firma. Daher sollte der Chef Bescheid wissen. Denn bei einem Unfall könnte es innerhalb bzw. außerhalb der Firma Ärger geben (Berufsgenossenschaft). 

3
Kommentar von Renguees
29.05.2016, 15:47

Liebe heidemarie,

Ich finde es super wie du deine Kollegin bei ihren Gebeten unterstützt. Es ist im Sommer kein Problem nicht zu trinken, solange man vor Sonnenaufgang genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Das reicht meistens über den ganzen Tag hin und am Abend nach Sonnenuntergang kann man ja dann wieder genug trinken. Das Fasten ist ja sozusagen eine Art Körperbeherrschung. Die Muslime sollen sich enthalten vor Sachen wie zu viel Essen, Sex usw.

0

Er darf es dir nicht verbieten, deine Gebetszeiten während der Arbeitszeit einzuhalten. Dazu zu gibt es einige Gerichtsurteile.

Du kannst ihm natürlich auch etwas entgegen kommen und nicht direkt immer anzusehen Beginn der Gebetszeit beten, sondern je nach Arbeitslage villeicht etwas (innerhalb der Gebetszeit!) zu verschieben.

Wenn es gerade viel zutun gibt und du nicht viel Zeit zu beten hast, bete nur die Pflichtgebete.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Nele235
29.05.2016, 18:00

Ich hätte gern die Links / Aktenzeichen für diese Gerichtsurteile. 

Selbst wenn es diese Urteile gibt, bleibt dem Arbeitgeber- wenn er verständnislos reagieren sollte- die Möglichkeit, seine Mitarbeiterin los zu werden, wenn er keine Lust hat, ihre Gebete zu bezahlen.

Zudem halte ich es falsch, hier mit der juristischen Keule zu argumentieren. Die Tatsache ist, dass Renguees hier ein Sonderrecht haben möchte. Das bekommt man sicher nicht, indem man arrogante Forderungen stellt. 

1

Wenn die Arbeitsabläufe das erlauben und du die Zeit nacharbeitest, sollte das kein Problem sein. Den Vergleich mit den Rauchern solltest du außen vor lassen, sonst bist du gleich auf vermintem Terrain, hast nur Ärger und erreichst gar nichts.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Nightstick
29.05.2016, 17:17

Das sehe ich anders!

Rauchen ist aus betrieblicher (Arbeitgeber-) Sicht genau das Gleiche - nämlich PRIVATSACHE !!!

1

Sags ihm halt einfach verbieten kann er es dir ja sowieso nicht.Geh dich Sache langsam an kündigen wird er dich nicht und heimlich im Nebenraum brauchst du dir echt nicht antun

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Nele235
29.05.2016, 16:10

Der Arbeitgeber kann das sehr wohl verbieten. Religion ist Privatsache und gehört damit in die Pause und in die Freizeit. Es gibt keinen Grund für einen Arbeitgeber, Gebetszeiten zu bezahlen. Das gilt für alle Religionen.

2

Rede mit deinem chef und nenn ihn auch die argumente falls er ablehnt. Aber nicht anflehen, da er dich dann wahrscheinlich feuern würde ^^° naja das kommt auch ganz auf dein chef an

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von nader2013
29.05.2016, 15:37

Feuern ???? Hallo also bitte dann hätte der wirklich ein Problem 

0
Kommentar von Nightstick
29.05.2016, 15:44

Es kommt nicht nur auf den Chef an, sondern auch auf andere Faktoren, wie z.B. die spezifische Tätigkeit. Am Fließband wird es schwierig!

Auf der anderen Seite: Sollte der AG zustimmen, müsste er aus Gründen der Gleichbehandlung auch den Nicht-Muslimen die gleichen Pausenzeiten (die sie ggf. gar nicht haben wollen) gewähren.

Alles etwas schwierig in Deutschland...


2

Salam inshallah erlaubt dein chef es dir. Ich denke es gibt keine Tipps, frag einfach höflich nach :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du bist kein Muslim.

Vor kurzen hast Du Dir noch Sorgen gemacht ob denn bald alle Frauen in D verschleiert rumlaufen müssen.

Du machst Stimmung gegen Muslime und Ausländer/Flüchtlinge. Ich ahne bald welcher Partei Du angehörst.

Leider gelingt das auch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von faiblesse
29.05.2016, 21:19

Interessant, dass diese Antwort nicht kommentiert wird 😄

0

Red besser mal mit deinen Chef entweder er erlaubt das oder nicht  

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?